5 Anträge an die Bundestierversuchskommission

Bundestierversuchskommission. Das klingt ja richtig progressiv! Und 5 TierschützerInnen dürfen Mitglieder sein, einer davon ich! Na bestens, meint man naiv, jetzt können das Tierversuchsgesetz und das Prozedere bei Tierversuchsgenehmigungen nur strenger werden. Weit gefehlt! Die Bundestierversuchskommission ist die einzige Kommission zu Tierversuchen, die laut Gesetz vorgesehen ist, und sie ist völlig zahnlos, ein Feigenblatt. Sie darf den Wissenschaftsminister beraten, gebunden ist er nicht an ihre Beschlüsse. Und Anträge für Genehmigungen zu Tierversuchen sieht man dort nicht, die bleiben wie eh und je geheim und werden nur von einzelnen BeamtInnen durchgewunken. Alles wie gehabt, sozusagen. Die Narrenfreiheit bei Tierversuchen ist erhalten geblieben. Und auf das Gerede von „Ethikkommissionen“ fallen nur unbedarfte Personen herein, oder jene, die für Tierversuche Propaganda betreiben. Diese sogenannten Kommissionen sind gesetzlich überhaupt nicht vorgesehen, bestehen aus den TierexperimentatorInnen selbst und haben ausschließlich die Funktion, Tierversuche nach außen zu rechtfertigen. Oder was halten Sie von einer Ethikkommission für Ölbohrungen, deren Mitglieder ausschließlich von Ölfirmen kommen?

Zweimal im Jahr finden Sitzungen der Bundestierversuchskommission statt, und selbst diese werden wohlweislich auf 2 Stunden eingeschränkt, damit es nicht zu viel Diskussion gibt. Das ist das generelle Credo der Tierversuchsindustrie: nur keine öffentliche Diskussion. Oder kennen Sie jemanden, der Tierversuche durchführt, und bereit wäre, mit mir öffentlich darüber zu diskutieren? Wenn ja, vermitteln Sie mir bitte den Kontakt.

Jedenfalls habe ich heute 5 Anträge an die Kommission gestellt, damit sie einmal etwas zu diskutieren hat. 5 Ideen und gleichzeitig 5 Kritikpunkte an Tierversuchen. Nur eine davon umgesetzt, wäre schon ein kleiner Fortschritt!

 

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