Allgemein

Das Tierleid in der Pelzproduktion: zentrales Thema im Tierschutz seit 30 Jahren!

Bild1Laut OLG-Urteil in der Berufung im Tierschutzprozess ist, wie gesagt, die Forderung an die Modehäuser ,aus dem Pelzhandel auszusteigen, explizit sittenwidrig. Das lässt sich nur entweder durch Bösartigkeit bzw. eine politische Motivation der OLG-Richterinnen erklären, die in diesem Urteil im Übrigen an vielen Stellen durchscheint, oder es könnte sein, dass diese Richterinnen durch die sozialen Kreise, in denen sie verkehren, und durch den Umstand, dass sie einer vergangenen Generation angehören, in der vielleicht Tierschutz noch kaum einen Wert gehabt hatte, die Situation völlig falsch einschätzen. Wenn diese Richterinnen als Studentinnen zum letzten Mal vor 40 Jahren Kontakt zur realen Welt und insbesondere zur kritischen Zivilgesellschaft hatten, dann wundert mich natürlich nichts mehr.

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Diplomarbeit belegt: Hunde ohne Leine freundlich, Leinenpflicht von 50% ignoriert

P1040415kleinVor über einem Jahr, http://www.martinballuch.com/?p=959, habe ich mich auf meinem Blog schon gegen den Leinenzwang für Hunde ausgesprochen. Ich begann mit dieser Beobachtung:

Viele Jahre lang kam ich mit einem Hund ins Büro und ein Kollege freundete sich mit ihm an. Die beiden gingen fast täglich zu Mittag spazieren. Irgendwann einmal sagte mein Kollege nebenbei zu mir, dass er es so anstrengend finde, dass mein Hund jeden anderen Hund, der ihnen auf der Straße begegnet, anknurrt und angreift. Mir blieb der Mund offenstehen. Mein Hund verhält sich doch vollkommen freundlich und ruhig jedem Hund gegenüber, entgegnete ich. Dann löste sich das Rätsel: Während mein Kollege mit dem Hund immer an der Leine ging, war er bei mir immer frei. Mit Leine führte jede Hundebegegnung zu wildem Zerren an der Leine, zu knurren, bellen und einem Angriff. Ohne Leine war derselbe Hund total freundlich und friedlich, beschnüffelte die anderen Hunde zur Begrüßung oder ignorierte sie gleich völlig.

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Gibt es einen freien Willen?

P1060112Das physikalische Weltbild sagt klar nein, es gibt keinen freien Willen. Die Naturgesetze bestimmen eindeutig und ohne jeden Freiraum zu lassen, was in der Welt passiert. Das Universum ist determiniert, und sei es im Rahmen eines probabilistischen Determinismus, wenn sich die Wahrscheinlichkeiten der Mikrowelt in den Makrokosmos umsetzen.

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§ 278a wurde heute im Parlament entschärft – können wir zufrieden sein?

100_1985kleinIch erinnere mich noch daran, als wäre es heute geschehen: Es ist noch dunkel, ich bin von maskierten Männern mit gezogenen Schusswaffen umgeben, stehe nackt in meiner Wohnung. Da tritt eine kleine Frau in Zivil auf mich zu – später erfahre ich, dass sie eine der LeiterInnen einer SOKO gegen den Tierschutz ist – und drückt mir einen Zettel in die Hand. Darauf steht, dass ich verdächtigt werde, nach § 278a Chef einer kriminellen Organisation zu sein. Ich fand das völlig absurd, ja lachhaft, und hätte auch laut heraus gelacht, wären nicht geladene und entsicherte Schusswaffen auf mich gerichtet gewesen. „Wetten wir um € 5000“, brachte ich noch an die Frau gewandt heraus, „dass ich wegen diesem Blödsinn niemals angeklagt werde!“ Diese Wette hätte ich verloren.

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Der Pelzhandel ist gegen die guten Sitten!

Nach eingehenden Diskussionen mit verschiedenen ExpertInnen scheint mir die Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Wien, die Forderung an Modehäuser aus dem Pelzhandel auszusteigen sei gegen die guten Sitten, ein zentraler Punkt des Urteils, weil laut § 105 (2) eine Nötigung nur dann strafbar ist, wenn sie den guten Sitten widerspricht. Ebenfalls aus einigen Gesprächen schließe ich, dass in den großbürgerlichen Kreisen, in denen möglicherweise die Richterinnen dieses OLG verkehren, die Ansicht vorherrschen könnte, dass nur eine winzige Minderheit in Österreich den Pelzhandel kritisch sieht. Doch beide diese Standpunkte sind unhaltbar. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. (mehr …)

Das OLG-Urteil – ein Fass ohne Boden!

Immer öfter fragen mich Menschen, was eigentlich noch erlaubt ist und was nicht, wenn man das neue OLG-Urteil zum Tierschutzprozess ernst nimmt. Dazu muss man zunächst einmal fragen: soll man das überhaupt öffentlich diskutieren? Es gibt und gab nämlich immer wieder verrückte Höchstgerichtsurteile in Österreich, und alte erfahrene AnwältInnen sagen mir, oft ist es am besten bei solchen Urteilen so zu tun, als gäbe es sie gar nicht und dann verschwinden sie in der Versenkung und geraten in Vergessenheit. Die Praxis kommt ohne sie aus und sie haben keine Auswirkung. Das sollten wir auch mit diesem Urteil tun, wird mir empfohlen.

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Staatsanwalt Wolfgang Handler will Oberstaatsanwalt werden – und hat gute Chancen!

Aus der Justiz wurde vor einiger Zeit die Meldung lanciert, dass Tierschutzprozess-Staatsanwalt Wolfgang Handler zum Oberstaatsanwalt befördert worden ist. Dazu habe ich einen Offenen Brief an die Justizministerin geschickt, http://www.martinballuch.com/?p=2693. Damals wurde mir von der Justiz mitgeteilt, dass es noch nicht soweit sei.

Jetzt wird es aber offenbar ernst, als Datum ist August 2013 genannt. Vielleicht können Proteste das Justizministerium noch zur Vernunft bringen?

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