Evolution

10.500 Jahre alte Menschenrasse gefunden – was sagt der Humanismus dazu?

Der Humanismus, und damit meine ich die Idee, dass die gesamte Menschheit eine große Familie prinzipiell gleicher Individuen bildet, ist natürlich eine sehr positive Neuerung gegenüber dem Aristotelischen Perfektionismus, und eine Antwort auf den Sozialdarwinismus. Er hat aber auch eine Kehrseite. Wenn alle Menschen gleich sind, dann sind die Tiere eben anders. Z.B. ist die Antwort des Humanismus auf den Rassismus nicht, dass es ethisch irrelevant sein muss, wie intelligent oder leistungsfähig ein Mensch ist, sondern dass es überhaupt keine Rassen gäbe. Letztere These wird damit begründet, dass Menschen schwarzer Hautfarbe untereinander eine größere Genvariation zeigen, als z.B. einzelne unter ihnen im Vergleich zu Menschen mit weißer Hautfarbe. Ebenso wird das Prinzip des „Survival of the fittest“ nicht an sich ethisch abgelehnt, sondern der Mensch als Sonderwesen einfach aus der Natur herausgenommen. Für ihn gäbe es keinen Kampf um Ressourcen, der Hunger wäre nur ein Verteilungsproblem. Deshalb ist es typischer Weise HumanistInnen auch sehr wichtig zu behaupten, dass es Kannibalismus nie gegeben habe. Alle diese „tierischen“ Aspekte des Lebens seien auf den Menschen nicht anwendbar. In Wahrheit seien die Unterschiede zwischen den Menschen nur kulturell und sozial geprägt, im Grunde wären alle Menschen gleich.

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