Klimawandel

Neues vom Klimawandel

In einem Gemeindebuch in der Umgebung des Hochschwabs in der Obersteiermark ist die Rede davon, dass hier der Winter wirklich 6 Monate dauert. Das Buch stammt von 1955. Heuer gab es zwar einen Winter, aber der ist schon seit einiger Zeit wieder vorbei. Obiges Bild stammt von Ende März. Kein Schnee mehr auf den Schipisten. Der Winter war kaum 3 Monate lang. Das ist der Klimawandel.

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Bundesverwaltungsgerichtsurteil: Bau Flughafenpiste wegen Klimawandel untersagt

Kapitalismuskritik klingt schon so abgedroschen, fast wie die links-rechts Dichotomie in der Politik. Doch die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, die Politik im Land wird zunehmend von der Wirtschaft, und da nur von einzelnen Großkonzernen, die Marktmonopole erhalten, bestimmt. Sichtbares Zeichen davon sind die Freihandelsabkommen, die die gewählten Regierungen in Geiselhaft nehmen. Alles und jedes muss sich am „Wirtschaftsstandort Österreich“ orientieren. Dabei stimmt es nicht, dass es uns gut geht, wenns der Wirtschaft gut geht. Zwar gibt es natürlich eine Beziehung zwischen Wirtschaftsaufschwung und Lebensqualität, aber die ist nicht nur einseitig, ein höheres Brottonationalprodukt ist kein Garant für Lebensfreude. Studien zeigen regelmäßig, dass die fröhlichsten Menschen jene der Naturvölker sind, die noch am ehesten im Einklang mit der Natur leben. Und in den Wirtschaftswissenschaften gilt heute klar, dass der „trickle-down“ Effekt nicht existiert: d.h. wenn es einige Superreiche gibt, profitiert davon die Gesellschaft nicht nur nicht, sondern sie nimmt Schaden. Je größer die Arm-Reich Schere, desto mehr Umweltzerstörung, Tierquälerei und schlechte Lebensqualität für die meisten Menschen.

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Der Klimawandel in „Europas letzter Wildnis“ in Nordskandinavien

Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, warum sich so viele Leute nicht vor dem Klimawandel fürchten bzw. manche ihn sogar grundsätzlich anzweifeln, wie offenbar auch die FPÖ. Als ein Wissenschaftler, der schon Ende der 1980er Jahre in einer Fachgruppe an der Uni Cambridge in der Klimaforschung gearbeitet hat, die den Klimawandel schon damals voraussehen konnte, liegt die Sache für mich auf der Hand. Die Erdatmosphäre lässt sich grundsätzlich gut berechnen, indem man die Naturgesetze (wie Erhaltung des Drehimpulses, des Linearimpulses, der Energie und der Masse) in mathematische Gleichungen gießt. Und wenn man nun den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöht und die Rechnung erneut durchführt, d.h. die mathematischen Gleichungen löst, dann erhält man ein wärmeres Klima. Warum ist klar, die Atmosphäre wird am Tag durch die Erde gewärmt und strahlt in der Nacht diese Wärme in Form von Infrarotstrahlung wieder ab. Wir kennen das aus eigener Erfahrung, weil eine klare Nacht ist viel kälter als eine bewölkte, genau deshalb, weil die Wolken die Abstrahlung der Wärme verhindern.

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Neues vom Klimawandel

In Paris haben sich die Mächtigen dieser Welt nun doch wenigstens in gewissem Rahmen eine Begrenzung des Kohlendioxyd-Ausstoßes vorgeschrieben, allerdings sanktionslos, sollten sie das nicht einhalten. Man will, so die Verlautbarung, die Erwärmung des Klimas insgesamt unter 2 Grad halten. Das sei aber, so die Wissenschaft ziemlich einhellig, vermutlich überhaupt nicht mehr möglich, und mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, auch wenn sie überraschend weit gehen, erst recht nicht. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Und heute gibt es überhaupt keine WissenschaftlerInnen mehr, die den Klimawandel bezweifeln. Das ist nur noch eine Sache von VerschwörungstheoretikerInnen.

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Klimawandel ist … wenn ich am 26. Dezember vor Hitze im T-Shirt den Schatten suchen muss

Ich habe einige Menschen gefragt, die immer schon hier im Gebirge in Ostösterreich leben. Noch nie, sagen sie mir einhellig, noch nie war es im Dezember so warm und hat es so überhaupt keinen Schnee gegeben. Das Jahr 2013 war schon rekordverdächtig, aber immerhin lagen da auf 1000 m Seehöhe zu Weihnachten noch 10 cm Schnee und ab 1300 m gab es eine richtige Schneedecke. Heuer aber ist es erstmals bis in große Höhen vollständig aper. Am 26. Dezember saß ich im T-Shirt, kurzer Hose und ohne Socken und Schuhe auf einer Wiese in 600 m Höhe. Die Sonne schien so heiß vom Himmel, dass ich den Schatten aufsuchen musste. Und weit und breit kein Fleckchen Schnee. Später fand ich, dass mich ein Zeck gebissen hatte. Am 26. Dezember! Vom Winter bleiben nur noch die langen Sonnenuntergänge.

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Klimawandel: Half Way to Hell

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist publiziert in praktisch jeder Ausgabe die neuesten Hiobsbotschaften zum Klimawandel. Am 1. August 2015 wurde vermeldet, dass wir nun die 1° Erwärmung seit vorindustrieller Zeit erreicht haben. Der halbe Weg also zum Maximum von 2°, das als gerade noch vertretbar gilt. Ab dann, so die WissenschaftlerInnen, beginnt „die Hölle auf Erden“. Deshalb sollte es schnellstens politische Entscheidungen zur Gegensteuerung geben. In einer anderen Ausgabe des Magazins wird errechnet, dass effektive Klimamaßnahmen lediglich 15 Milliarden Euro kosten würden, ebensoviel wie das Apolloprojekt seinerzeit für den Flug zum Mond, und deutlich weniger, als an Klimakosten auf die Welt zukommen wird. Übrigens: der fossile Energiesektor der Wirtschaft bezieht jährlich weltweit 5300 Milliarden Euro an Subventionen und ist einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel.
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Trotz schneereichem Winter: Klimawandel auch in Österreich

Im Jahr 2012 hatte das nördliche Polarmeer so wenig Eis, wie noch nie. In wenigen Jahrzehnten könnte die gesamte Polregion im Sommer eisfrei werden. Das New Scientist von Anfang April 2015 meldet auf Seite 10, dass das Eis der Antarktis rascher schmilzt als angenommen. Ist einmal das gesamte Eis dort weg, dann steigt der Meeresspiegel weltweit um 60 m. In einer Studie über den Eisverlust der Antarktis in den letzten 18 Jahren zeigte sich, dass das Eis im Mittel pro Jahr um 310 Kubikkilometer abnahm, Tendenz steigend. Aber das betreffe doch nur die Polregionen, nicht uns hier in den Alpen und in Mitteleuropa, sagten KollegInnen im Büro. War der Sommer im letzten Jahr nicht eher kühler?
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