Natur

3rd Battle of Newbury: ein neuer Film bestätigt ein Kapitel in meinem Buch

Als ich davon gelesen habe, war ich begeistert! Der so breite Widerstand gegen die megagroßen Straßenbauprojekte der Thatcher Ära, die die letzten Reste von ursprünglicherer Natur auf den Britischen Inseln zerstören sollten, wird in einer Dokumentation filmisch thematisiert. Und ich war dabei! Tatsächlich habe ich an mehreren Protestcamps gegen solche Projekte teilgenommen, darunter Twyford Down und eben beim Newbury Bypass. Letzteres wurde durch zahlreiche Baumdörfer so lange behindert, dass schließlich die Baukosten astronomische Höhen erreichten und die allermeisten späteren Bauprojekte gestoppt wurden.

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Wir haben viel zu viele Almen in unseren Bergen!

Gleich zu Beginn: ich finde dieses Urteil gegen den Landwirt, dessen Kühe auf einer Alm eine Frau getötet haben und der dafür zu einer Schadenersatzzahlung von gut € 500.000 verurteilt wurde, katastrophal. Ich hoffe sehr, dass es in der nächsten Instanz aufgehoben wird. Unter den gegebenen Umständen ist es eindeutig am besten, dass die Kühe weiterhin auf die Alm dürfen, und die Wanderer weiterhin ungehindert durchgehen können. Konflikte mit Kühen, sowie Hunde als Wanderpartner, gehören in die Eigenverantwortung. Man kann ja nicht auch den Bergbesitzer wegen hinunter fallender Steine oder wegen Blitzen beim Wandern klagen. Ich will jedenfalls keineswegs, dass jemand verpflichtet wird, Steine und Blitze zu verhindern. Genauso wenig Konflikte mit Kühen. Wir brauchen mehr Eigenverantwortung am Berg.

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Jahrzehntelang vegane Selbstversorgung in der Sibirischen Taiga

Sich in unseren Breiten vegan selbst zu versorgen, bedarf sicherlich einigen Wissens. So einfach ist es nicht. Aber geht es überhaupt? Ich stieß auf ein interessantes Beispiel aus der Sibirischen Taiga, also einer deutlich unwirtlicheren Gegend als dem mitteleuropäischen Wald, wo das Thermometer im Winter monatelang -30° C anzeigt und die Bäume nur 20 cm dick werden. Wassili Peskow hat darüber ein wissenschaftliches Buch geschrieben: „Die Vergessenen der Taiga“. Sämtliche der folgenden Informationen stammen von ihm.

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Bei mir ist ein Spaziergang mit meinem Hundefreund eine Schitour

Das Foto oben zeigt die Situation bei mir zu Hause. Ich wohne in einer Blockhütte am Wald. Den Zugang zur Hütte muss ich fast täglich mühsam freischaufeln. Will ich einen Schritt aus dem Haus gehen, muss ich meine Schi anziehen. Wenn mein Hundefreund Kuksi und ich also spazieren gehen, dann ist das ganz automatisch eine Schitour. Kann sich so ein Grünrock, der irgendwo in der Zivilisation wohnt und immer mit dem SUV unterwegs ist, vermutlich nicht vorstellen. Aber so ist es.

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Aufruf: wer will einen Schitourenkurs bei mir mitmachen?

Die Jägerschaft und die Wolfshasser_innen behaupten, wir Tierschützer_innen, Tierrechtler_innen und Veganer_innen hätten keinen Kontakt zur Natur. So stimmt das natürlich nicht, aber richtig ist, dass die Tierbewegung eine sehr urbane Bewegung ist. Ich meine aber, dass der Kontakt zur Natur, das Gefühl für die Natur und der Respekt vor der Natur nie abreißen darf. Sonst verschieben sich nicht nur die Werte in bedenklicher Weise, sondern man rutscht auch in Depression und Burnout ab.

Daher biete ich einen kostenlosen Wochenendkurs (Freitag nachmittags bis Sonntag abends) für schitoureninteressierte tierschutz- und tierrechtsaffine Veganer_innen. Ich bin staatlich geprüfter Schitourenführer, habe den Lehrwart Alpin und den Lehrwart Hochalpin absolviert. Termin wäre noch im Februar 2019. Der Kurs würde beinhalten:

– kostenlose Unterkunft in einer Selbstversorgerhütte in der Obersteiermark

– Praxistraining Lawinenpieps Suche

– Praxistraining Schneeprofil

– Theorie der Lawinenbildung

– Theorie der Lawinenprävention

– Eine kleinere Schitour

– Eine größere Schitour

Voraussetzung ist:

– vegane Ernährung für die Hütte mitbringen

– vollständige Schitourenausrüstung mitbringen (entweder gekauft oder ausgeborgt), inklusive Pieps, Sonde und Schaufel

Bei Interesse bitte ein Email an martin.balluch@vgt.at mit Angabe der bisherigen Erfahrung!

Von jagdlichen Fütterungen für Rehe und Hirsche

Zu meinem Beitrag auf diesem Blog, der sich kritisch mit jagdlich motivierten Fütterungen für Rehe und Hirsche in Österreich auseinandersetzt, siehe http://www.martinballuch.com/zu-wildfuetterungen-und-angeblich-so-tierlieben-hirschfluesterern/, wie auch zu meinem Blogeintrag zum Schitourengehen, siehe http://www.martinballuch.com/antwort-auf-orf-journalistin-ulli-wolfs-facebook-kommentar/, gab es einige Anfragen, die ich nun hier noch einmal deutlich ansprechen bzw. beantworten will. (mehr …)

Zu Wildfütterungen und angeblich so „tierlieben“ Hirschflüsterern

Bauernfängerei nennt man so etwas, wenn jemand ein emotional leicht eingängliches Motiv vortäuscht, und dabei in Wahrheit das Gegenteil im Schilde führt. Und genau darum geht es bei den angeblich so „tierlieben“ Wildfütterungen der Jägerschaft. Die Jäger_innen sagen, die Tiere seien so arm im Winter, es sei ihnen kalt und sie würden nichts zu essen finden (abgesehen davon, dass sie vom Wolf bedroht werden). Und da würden sich die Jäger_innen nun tapfer auf den Weg machen, die Heuballen schultern und den armen bedrohten Tieren die Rettung bringen. Klingt großartig, oder? Und am besten, das wird noch mit dem Vorwurf an die Tierschützer_innen garniert, die Tiere da draußen hungern zu lassen. Wer seien also die wahren Tierschützer_innen?

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Zur Psychologie der Wolfshasser und -hasserinnen

Kommt eine etwa 60 jährige Dame in Wien zu unserem Infostand, sehr bürgerlich, sicher ohne Bezug zur Natur. Schon von 5 m Entfernung schreit sie, wie verrückt wir sind und dass der Wolf weg muss, sofort weg, besser heute als morgen, das sei doch eine Bestie, blutrünstig und brutal usw. Als ich sie kurz unterbrechen und fragen wollte, was sie eigentlich so aufregt, winkte sie ab, rannte förmlich davon und rief uns noch zu, dass wir vollkommen wahnsinnig sind.

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Vorbild: Der Wolf in den Südkarpaten

In der momentanen Diskussion über Wölfe in Österreich fällt es mir schwer, ruhig und sachlich zu bleiben. Das deswegen, weil mit einer ungeheuerlichen Ignoranz eine emotionale Hetze betrieben und Falschaussagen verbreitet werden, dass es jedem vernünftigen Menschen den Magen umdreht. Da ist die Rede von den mörderischen Bestien, die nicht nur sämtliche Schafe Österreichs sondern auch gleich alle Kinder fressen, da wird vom Ende der Almwirtschaft gefaselt und vom Untergang der Zivilisation. Dabei gibt es einen ganz einfachen Gegenbeweis: die Situation in den Südkarpaten. Natürlich versucht man das zu ignorieren oder als irrelevant wegzuschieben, aber das gelingt nicht. Die Situation in den Südkarpaten ist sehr relevant für uns heute in Österreich und ein beeindruckendes Vorbild. Ich habe bereits von meinen Wanderungen dort und von Erlebnissen mit Wölfen berichtet: http://www.martinballuch.com/auf-den-spuren-der-wolfe/. Das Bild oben zeigt übrigens einen echten Wolf aus den Südkarpaten. Eine mörderische Bestie vor der man panische Angst haben muss? Eher nicht.

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