Natur

Wildlife suffering – wildlife intervention?

A new proposal is floating through the movement, wildlife intervention to prevent wildlife suffering. If you are new to this topic, you might be forgiven for thinking wildlife suffering is referring to hunting, or trapping, or „pest control“ or car accidents. No, it is not. The proponents of this idea are talking about the, as they call it, „most abundant animal suffering on the planet“, the suffering of wild animals due to interpersonal conflict between themselves, predation and natural hardship. The solution proposed ranges from extending civilizational technologies into the wild to genetic modification of predators so that they become natural vegans. If you think that is a fringe issue, maybe it is, hopefully, actually, but I hear some people are preparing a conference on solely that question in Berlin next year.

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Die weite Wildnis Nordskandinaviens

Eine Wildnis, eine echte Wildnis, muss man in Europa mit der Lupe suchen. Will man einmal weg von Menschheit und Zivilisation, ist es notwendig sich auf eine weite Reise in den Hohen Norden zu machen. Erst wenn das Klima so rau wird, dass neben winzigen Birken und halbhohen Kiefern keine Bäume mehr wachsen, erst wenn die Tundra beginnt, dünnt sich die menschliche Siedlungsfläche aus. Hier heroben lebten die Sami, aber da der Boden nicht bebaubar ist und kaum nutzbare Pflanzen wachsen, blieb für lange Zeit nur der nomadische Lebensstil, der kaum Spuren hinterlässt. Jetzt sind auch die Sami in die Städte abgezogen.

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Wenn die Jäger überschnappen: Es war einmal in der Obersteiermark …

Im Alter von 4 Jahren habe ich meine erste mehrtägige Bergtour unternommen und bin seither immer wieder unterwegs gewesen, im Mittel 100 Tage im Jahr. Natürlich sind mir dabei auch ab und zu narrische Jäger und Jägerinnen begegnet, wie z.B. einer aus dem Gebüsch sprang und herumschrie, ich solle mich nicht wundern, wenn er mich erschieße, statt dem Hirsch, den er gerade schießen will, wenn ich mich um die Uhrzeit hier aufhalte. Es war 15 Uhr und ich saß mit meiner Mutter auf einer Bank an einer Forststraße neben dem Annakreuz. Ich habe auch Jäger dabei erwischt, wie sie Markierungen von Wanderwegen entfernt haben, gefälschte Schilder „Wildschutzgebiet“ aufgestellt haben, oder generell Wanderer mit falschen Behauptungen von Wegeverboten angegangen sind. Aber was ich an diesem Wochenende in der Obersteiermark erlebt habe, schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. So verrückt waren sie noch nie.

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Warum ich in die Steinzeit zurück will: Teil 2

Die ganze Woche habe ich durchgearbeitet, von früh bis spät. Und das jeden Tag, ohne Feierabend. Bis endlich das Wochenende kommt. Dann pack ich meinen Rucksack, nehme mein Zelt, und das Leben beginnt – bis Montag früh. Die Arbeit dient also nur dazu, mir über das Wochenende die Zeit als „Steinzeitmensch“ zu ermöglichen. Und das nur inszeniert, weil dafür die Urwälder und die menschenleeren Gegenden fehlen. Warum also nicht gleich in die Steinzeit zurück? Dann könnte ich statt der 5 Tage Arbeit pro Woche gleich die ganze Zeit leben. Wär das nicht wunderbar?

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Warum ich in die Steinzeit zurück will

Er halte die heutige Zeit für die bisher lebenswerteste in der Menschheitsgeschichte, erklärte mir ein Kollege im VGT. Von der medizinischen Versorgung über die grandiose Technik und die Demokratie bis zum Schutz durch den Rechtsstaat und die Bequemlichkeit des Lebens, alles doch wunderbar im Vergleich zur wilden Natur. Letztere mache ihm Angst, da könne man ja keine Minute überleben. Niemand würde in die Steinzeit zurück wollen, bei all dem Fortschritt heute.

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Leidminimierung bei Konflikten unter Wildtieren?

Kürzlich bei einer Konferenz über Effektiven Altruismus in Berlin hielt jemand einen Vortrag über das Leid von Wildtieren, wenn sie in der Kälte ohne Heizung in der Wildnis stehen, oder wenn sie sich gegenseitig töten und essen. Dieses Leid, so der Vortragende, sei wesentlich schlimmer weil von der Anzahl betroffener Tiere her größer, als das Leid der sogenannten Nutztiere in Tierfabriken. Seine Tierschutzgruppe würde deshalb wild lebende Paarhufer in Spanien im Winter füttern. Bei einem anderen Vortrag wurde sogar gesagt, es sei gut, wenn ein wilder Wald abgeholzt und zubetoniert werde, weil dann gibt es weniger Lebensraum für Wildtiere und diese leiden doch so viel, sodass es global gesehen weniger Leid bedeutet, wenn es weniger Wildtiere gibt.

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Die EU setzt jetzt auf Atomkraft!

In Österreich haben wir in einer beispiellosen Kampagne Ende der 1970er Jahre ein Verbot von Atomkraftwerken erreicht. Kreisky hatte die AktivistInnen zunächst – Überraschung! – mit TerroristInnen verglichen, um seine Befürwortung von Atomkraft später als seinen größten Fehler zu bezeichnen. Doch ist dieses Verbot wirklich eine gute Idee gewesen? Angeblich ist die Kernspaltung eine Form der Energieerzeugung, die im Normalfall weder die Umwelt noch das Klima belastet. Aus diesem Grund hat die EU nun beschlossen, auf Atomkraft zu setzen und überall den Ausbau weiterer Kraftwerke zu fördern.

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Depression und Technik

Ist diese technische Entwicklung nicht großartig? Von schnellen Autos, warmen Häusern, superdünnen Fernsehern und App gefüllten Handys, bis zu High-Tech Spitälern, Computern, dem Internet, Flugzeugen und, genau, der Gentechnik. Bereichert und verlängert das alles nicht großartig unser Leben? Müssen wir nicht alle uns äußerst glücklich schätzen, heute statt in früheren Zeiten zu leben, sei es im weltkriegschwangeren 20. Jahrhundert, dem tiefen Mittelalter oder gar der Steinzeit? Klingt überzeugend. Bis man erfährt, dass heute in England der Selbstmord die Todesursache Nummer 1 bei Männern unter 40 ist, und laut WHO die Depression Menschen in noch nie geahntem Ausmaß weltweit heimsucht. Überall, wo die Technik Einzug hält, ist die Depression auch nicht weit. Das gilt nicht nur für Menschen. Viele unserer Haustiere werden ebenso depressiv, insbesondere Hunde und Katzen, Anti-Depressiva sind laut New Scientist bei Hunden eine der häufigsten Medikamentationen in England, und der Wiener Tierschutzverein hatte in seinem letzten Vereinsheft einen Artikel darüber, wie man depressive Katzen behandeln kann. Was läuft da falsch?

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Eine neue Technik der Genmanipulation – wo bleibt die öffentliche Diskussion?

Schon einmal von Cas9 CRISPR gehört? Das New Scientist war außer sich vor Freude. Eine neue Technik der Genmanipulation wurde entwickelt, mit der man rasch, billig und ganz exakt Gene austauschen kann. Ja, wie freut sich da das TechnikerInnen-Herz, wie wird schon von der ach so spannenden Zukunft fantasiert, wenn man natürlich alle Krankheiten genetisch entfernen kann und wir endlich glücklich und gesund – vermutlich bis in alle Ewigkeiten leben, weil ja auch die Altersgene ausgetauscht werden. Es sei Zeit für eine öffentliche Diskussion, meinen die WissenschaftlerInnen zuletzt, will man das Ganze doch endlich auch auf die Menschen anwenden, das Designerbaby lockt. Wir könnten sogar die Intelligenz des Gehirns verzigfachen, wie wunderbar!

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Ökologischer Footprint Teil 2: Kritik an einem anthropozentrischen Konzept

Die Berechnung des Ökologischen Footprints an sich ist eine naturwissenschaftliche Aufgabe, die keine Werthaltung voraussetzt. Es wird im Wesentlichen festgestellt, wieviel Land man verbraucht und die Einschränkung dieses Verbrauchs entsteht hauptsächlich durch die große Anzahl von Menschen, die heute auf der Erde leben. Der Ökologische Footprint sagt noch nichts darüber aus, ob die Rechte von Lebewesen missachtet werden, oder auch, ob ein Verbrauch besonders umweltbelastend ist. Würde man einige Menschen als SklavInnen halten, könnte man den eigenen Footprint senken, weil in die Footprintberechnung eines Produkts auch der für die ArbeiterInnen geleistete Aufwand einfließt. Genauso ist der Footprint bei einem Turbolegehuhn, das innerhalb von 1 Jahr so viele Eier legt, dass es dann zusammenbricht und stirbt, geringer, als bei einem Biofreilandhuhn einer alten Rasse mit geringerer Legeleistung. Und Holz hat einen hohen Footprint, weil Bäume viel Platz brauchen und langsam wachsen, auch wenn Holz an sich ein nachhaltiger und umweltverträglicher Rohstoff wäre. In der Geschichte der Menschheit haben Jäger-Sammler-Gemeinschaften ihre Umwelt relativ wenig belastet, aber viel Land für ihren Lebensstil gebraucht. Sie haben also einen viel höheren Footprint, als die Menschen nach der neolithischen Revolution mit Ackerbau und Viehzucht, was sich auch an der Bevölkerungsexplosion nach dieser Revolution ablesen lässt. Dieser Lebensstil schädigt zwar die Umwelt mehr, kann aber aus derselben Grundfläche viel mehr Ressourcen entnehmen und daher viel mehr Menschen ernähren. Das zeigt uns schon die Grenzen des Konzepts des Ökologischen Fußabdrucks auf.

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