Umweltschutz

Die Ethik von Schitouren

Schitour. Das heißt für mich meine Tourenschi auf der Lauffläche mit einem Fell überziehen – vegan, versteht sich – und hinaus in den Wald und in die Berge zu gehen. Schitourengehen ist wie das sommerliche Wandern, nur eben im Winter im Schnee. Die Schi mit den Fellen dienen dazu, nicht zu tief im Schnee einzusinken und beim Bergaufgehen nicht zurück zu rutschen. Ansonsten geht das Wandern damit genauso, wie mit Bergschuhen im Sommer. Die Menschen im Hohen Norden gehen schon seit mindestens 10.000 Jahren mit Schi im Winter. Anders ginge es gar nicht. Abfahrten sind kein notwendiger Teil einer Schitour, zentral ist für mich einfach, zusammen mit meinem Hundefreund Kuksi draußen zu sein, oft mit dem Zelt.

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Die EU setzt jetzt auf Atomkraft!

In Österreich haben wir in einer beispiellosen Kampagne Ende der 1970er Jahre ein Verbot von Atomkraftwerken erreicht. Kreisky hatte die AktivistInnen zunächst – Überraschung! – mit TerroristInnen verglichen, um seine Befürwortung von Atomkraft später als seinen größten Fehler zu bezeichnen. Doch ist dieses Verbot wirklich eine gute Idee gewesen? Angeblich ist die Kernspaltung eine Form der Energieerzeugung, die im Normalfall weder die Umwelt noch das Klima belastet. Aus diesem Grund hat die EU nun beschlossen, auf Atomkraft zu setzen und überall den Ausbau weiterer Kraftwerke zu fördern.

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Ökomodernismus oder Mensch statt Natur – eine beängstigende Perspektive

Als Anthropozän soll jene erdgeschichtliche Epoche bezeichnet werden, in der der menschliche Einfluss die Natur zu bestimmen beginnt. Meinem Gefühl nach der Anfang vom Ende. Natur, das ist Wildnis, Urwald, Selbstorganisation für mich. Sie gilt es zu erhalten. Als Tier unter Tieren sollten wir schauen, die Ressourcen schonungsvoll und nachhaltig zu nutzen, uns einzugliedern, Arten zu erhalten, Ökosysteme zu stabilisieren, den anthropogenen Einfluss zu minimieren und keine unkontrollierbaren Technologien, die das gesamte Gefüge bedrohen, wie Nuklearenergie oder Gentechnik, einzusetzen. Das ist Umweltschutz für mich.
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Der Kampf um den Wienerwald 1870-1872: Josef Schöffel im frühen Widerstand

WeinerwaldSchöffel

1873: Karikatur von Karl von Stur

Den Waldgürtel von Süden nach Norden entlang der Westseite Wiens nennt man den Wienerwald. Ein grüner Rettungsanker in einer Millionenstadt. Er erstreckt sich von Wien gute 45 km nach Südwesten und erreicht mit dem Schöpfl auf 893 m seinen höchsten Punkt. Die imposanten Westwände des Peilsteins sind seit über 100 Jahren ein beliebtes Klettergebiet. Man findet da und dort auch uralten Baumbestand, hauptsächlich allerdings nur noch im ehemals kaiserlichen Jagdgebiet. Die über 100.000 Hektar Wald sind heute UNESCO-Biosphärenpark. Doch das war nicht immer so.
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Kernkraftwerke ohne Endlager

P1000378Erst Anfang November 2013 haben 4 führende KlimaexpertInnen die Umweltschutzorganisationen der Welt aufgefordert, ihren Widerstand gegen Kernkraft dem Klima zuliebe aufzugeben. Es ist richtig, dass Kernkraftwerke wesentlich weniger CO2-Ausstoß für die gleiche Energiemenge produzieren, als mit Kohle betriebene kalorische Kraftwerke. Aber mit Blick auf Fukushima und Tschernobyl scheint das doch zu kurz gedacht. Selbst wenn man behaupten würde, derartige Unfälle werden nur selten stattfinden und seien mit neuer Technologie in den Griff zu bekommen, gibt es ein großes Problem mit Kernkraftwerken, das bisher auch nicht ansatzweise gelöst ist: wohin mit dem radioaktiven Müll?
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EU-Bürgerinitiative gegen Ökozid: Rechte für die Erde

ÖkozidEine weitere der neuen EU-Bürgerinitiative richtet sich gegen die Zerstörung ganzer Ökosysteme: den Ökozid. In Geamana, einem Ort im Siebenbürgischen Erzgebirge in Rumänien, wurde die Bevölkerung ausgesiedelt, damit eine Firma ihren giftigen Schlamm aus dem Kupferabbau genau in diesem Tal ablagern kann. Sind die politischen Verbindungen gut ist unter gewissen Bedingungen für eine Firma offenbar eine derartige Maßnahme im Handstreich durchsetzbar. Heute sieht man nur noch den Kirchturm des Dorfes aus dem Giftsee ragen. Betreten kann man das Areal gar nicht mehr außer im Schutzanzug. Wie die tierlichen BewohnerInnen der Region mit dem Gift umgehen ist nicht erforscht. Aber wen kümmerts, wenn sie alle zugrunde gegangen sind.
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