Technik

Depression und Technik

Ist diese technische Entwicklung nicht großartig? Von schnellen Autos, warmen Häusern, superdünnen Fernsehern und App gefüllten Handys, bis zu High-Tech Spitälern, Computern, dem Internet, Flugzeugen und, genau, der Gentechnik. Bereichert und verlängert das alles nicht großartig unser Leben? Müssen wir nicht alle uns äußerst glücklich schätzen, heute statt in früheren Zeiten zu leben, sei es im weltkriegschwangeren 20. Jahrhundert, dem tiefen Mittelalter oder gar der Steinzeit? Klingt überzeugend. Bis man erfährt, dass heute in England der Selbstmord die Todesursache Nummer 1 bei Männern unter 40 ist, und laut WHO die Depression Menschen in noch nie geahntem Ausmaß weltweit heimsucht. Überall, wo die Technik Einzug hält, ist die Depression auch nicht weit. Das gilt nicht nur für Menschen. Viele unserer Haustiere werden ebenso depressiv, insbesondere Hunde und Katzen, Anti-Depressiva sind laut New Scientist bei Hunden eine der häufigsten Medikamentationen in England, und der Wiener Tierschutzverein hatte in seinem letzten Vereinsheft einen Artikel darüber, wie man depressive Katzen behandeln kann. Was läuft da falsch?

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Eine neue Technik der Genmanipulation – wo bleibt die öffentliche Diskussion?

Schon einmal von Cas9 CRISPR gehört? Das New Scientist war außer sich vor Freude. Eine neue Technik der Genmanipulation wurde entwickelt, mit der man rasch, billig und ganz exakt Gene austauschen kann. Ja, wie freut sich da das TechnikerInnen-Herz, wie wird schon von der ach so spannenden Zukunft fantasiert, wenn man natürlich alle Krankheiten genetisch entfernen kann und wir endlich glücklich und gesund – vermutlich bis in alle Ewigkeiten leben, weil ja auch die Altersgene ausgetauscht werden. Es sei Zeit für eine öffentliche Diskussion, meinen die WissenschaftlerInnen zuletzt, will man das Ganze doch endlich auch auf die Menschen anwenden, das Designerbaby lockt. Wir könnten sogar die Intelligenz des Gehirns verzigfachen, wie wunderbar!

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