Tierrechte

Mein neues Buch: „Im Untergrund“, Promedia Verlag, € 19,90

Im Alter von 25 Jahren ging ich an die Uni Cambridge in England, um am Institut von Stephen Hawking in angewandter Mathematik als Universitätsassistent zu arbeiten. Schon am Abend meiner Ankunft sah ich ein Plakat am Busbahnhof hängen, auf dem für den nächsten Tag eine Podiumsdiskussion über „Animal Welfare versus Animal Warfare“ angekündigt wurde. Ohne soziale Kontakte dort, schien mir das eine gute Gelegenheit, Menschen kennen zu lernen. So geriet ich sehr rasch in den Sog der dortigen Tierrechtsbewegung.

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Ein neues Biedermeier-Zeitalter droht

Nach der erfolgreichen französischen Revolution mit ihrer Forderung nach gleichen Menschenrechten und nach einer Demokratie, war in den absolutistisch regierten Staaten wie Österreich Feuer am Dach. Das Feuer dieser neuen Idee musste erstickt werden. Deshalb wurde Österreich zum ersten echten Polizeistaat der Geschichte. Man erfand die Geheimpolizei und das Spitzelsystem, genauso wie die Zensur und das Unterlaufen des Briefgeheimnisses. Die ersten Opfer waren 1795 die frühen Demokraten, die von einem Spitzel aufgedeckt und dann in den Jakobinerprozessen zu furchtbaren Strafen verurteilt wurden (http://www.martinballuch.com/das-schicksal-der-ersten-osterreichischen-demokraten-der-galgen-am-schottentor-1795/).

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Passt das Wort „Vergewaltigung“ auch auf Tiere?

Ich habe kürzlich aus Tierrechtskreisen gelesen, dass man bei Tieren nicht von Vergewaltigung sprechen dürfe. Tiere seien nun einmal nicht so intelligent wie Menschen und könnten daher das Ausmaß einer solchen Tat als Opfer nicht realisieren. Durch die Reflexionsfähigkeit des Menschen sei auch bei biologisch gleichem Vorfall von einer ganz anderen Dimension des Leids auszugehen.

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Critique of the political aspects of CEVA workshops

First and foremost let me stress here that I am not against CEVA workshops. CEVA is the Centre for Effective Vegan Advocacy and their workshops are held by Melanie Joy and Tobias Leenaert across the world. Our group VGT has organised such a workshop in Vienna as well. So, yes, please do participate in those workshops and take a number of relevant skills with you. But that should not stop me voicing some criticism.

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Should we force uncontacted tribes of humans into the modern world?

In the New Scientist issue of 30th September 2017, author Curtis Abraham from Uganda asks the question, if we as a technological mass society should force uncontacted tribes of aboriginal peoples into our global human civilisation or leave them be and act as they wish. I think this is a very interesting question with a lot of implications for speciesism and especially the view that humans should intervene in wildlife. The arguments for the interventionist perspective are essentially that our global human society has introduced human rights (and might introduce more generally animal rights), which do not exist in the wild, be it human or non-human aboriginal life. And, the argument goes, only basic rights can prevent interpersonal violence, which it is our duty to prevent. So, yes, they say, we should intervene and extend human rights and police powers to uncontacted tribes of humans and extend animal rights and interventional forces to nonhuman wild living animals. I have argued to the contrary, see http://www.martinballuch.com/a-summary-why-life-in-the-wilderness-is-better-than-in-a-technological-mass-society/.

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Mein Hundefreund Kuksi und ich zu Besuch im Tierparadies Schabenreith

Das Tierparadies Schabenreith feiert heuer seinen 25ten Geburtstag. Grund genug, wieder einmal zu Besuch zu kommen, zumal es dort ja auch eine vegane Frühstückspension gibt. Und mein Hundefreund Kuksi hat sowieso eine besondere Beziehung dorthin, hat er da ja in seinem ersten Lebensjahr etwa 2 Monate gelebt, bevor ich ihn bei mir aufgenommen habe. Wenn er die beiden BetreiberInnen des Tierparadieses begrüßt, ist er vielleicht deshalb immer so völlig außer sich vor Freude – auch 9 Jahre nachdem er zu mir übersiedelt ist.

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Most wild animals are happy most of the time!

Being just back from a trip with the tent into the wilderness of the Southern Carpathians in Romania, I realised once again the truth of the statement: Most wild animals are happy most of the time. With wild animals I mean here animals, who are not being persecuted by humans, who live an independent life outside of civilisation. I say that, because I keep seeing animals in the wild, and they almost always seem content and happy. Some are frolicking in the sun, some are playing, some are making love, some are resting and simply enjoying themselves. In only very rare occasions do I see animals, who are suffering.

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Und doch: die Wissenschaft verwendet Daten von brutalen Menschenversuchen ohne Zustimmung der Betroffenen

Welche TierschützerInnen kennen das nicht, das Lieblingsargument der Tierversuchsseite: „Wenn ihr gegen Tierversuche seid, dann dürft ihr auch keine Medikamente verwenden“. Also erstens gibt es ja auch Forschung ohne Tierversuche, ja, wie wir wissen, sind Tierversuche oft sogar kontraproduktiv, siehe New Scientist http://www.martinballuch.com/new-scientist-sagt-tierversuche-sind-der-falsche-weg-in-der-forschung-fuer-menschen/. Aber zweitens sind auch TierexperimentatorInnen hoffentlich für Menschenrechte, also gegen invasive Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen. Aha, dann dürften sie auch nicht Dinge verwenden, die von Daten solcher Versuche stammen, oder?

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Warum Altruismus kein Egoismus ist: hedonistisches und eudämonistisches Glück

Die UtilitaristInnen sind ja ExpertInnen bei Glücksgefühlen. Sie können sie addieren, und zwar sogar jene von verschiedenen Wesen, und dann subtrahieren sie Leid und dann maximieren sie das Ganze und dann wissen sie, wie ethisch richtig zu handeln ist. In diesem Bild ist das Leid eineR RassistIn (z.B. wenn jemand leidet, weil subjektiv „zu viele“ Menschen mit anderer Hautfarbe in seiner/ihrer Umgebung leben) und das Leid eines Opfers von Rassismus (z.B. durch Ausgrenzung und Abwertung) numerisch grundsätzlich gleich einzubeziehen. Und Ähnliches gilt für Glücksgefühle. Altruismus gäbe es gar nicht, alles sei letztendlich Egoismus. Auch AltruistInnen würden sich nur egoistisch selbst befriedigen, indem sie ihre Lust, anderen zu helfen, ausleben.

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