Tierschutz

Von Schusswaffen, Selbstmord, „mass shootings“ und Trump

Schon 1996 wurde in den USA ein Gesetz erlassen, das es Bundesinstituten verbietet, die Ergebnisse von mit öffentlichen Geldern finanzierter Forschung dafür einzusetzen, dafür zu plädieren, den freien Zugang zu Schusswaffen zu beschränken. Ein komplizierter Satz mit aber klarem Inhalt: in den USA darf man nicht erforschen, wie gefährlich der freie Zugang zu Schusswaffen ist. Und tatsächlich hat dieses Gesetz im Wesentlichen die Forschung in diese Richtung beendet.

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Die Hetze und Panikmache gegen den Wolf muss ein Ende haben!

Das allererste Wolfspärchen hat sich nun nach gut 150 Jahren nach der Ausrottung in Österreich wieder niedergelassen. Endlich ist auch Österreich als das letzte Land Europas von Wölfen wiederbesiedelt worden, wenn auch nur von einem Pärchen bisher. Und das im Truppenübungsplatz Allentsteig, wo sich sowieso niemand aufhält außer dem Militär und jedenfalls niemand Landwirtschaft betreibt. Aber trotzdem fordert man den sofortigen Abschuss und die Ausrottung. Die LandwirtInnen überschlagen sich mit Panikberichten, die Landwirtschaftskammer legt nach. Eine ungeheuerliche Hexenjagd!

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EU-Supermärkte steigen aus Käfigei-Handel aus – bald auch aus Bodenhaltung?

Zuerst wurde es von der EU als ein Verbot von Legebatterien verkauft, das Verbot der konventionellen Käfighaltung, das 2012 in Kraft trat. Der Umbau auf ausgestaltete Legebatterien folgte in der gesamten EU und spätestens da wurde allen klar, dass das nur Augenauswischerei war. Die ausgestaltete und die konventionelle Legebatterie sind kaum zu unterscheiden. Wir haben schon 2004 die Zeichen der Zeit erkannt und ein Verbot auch von ausgestalteten Legebatterien in Österreich ab 2005 erreicht, bevor sie im großen Stil gebaut wurden. Dieses Verbot wollten wir dadurch absichern, dass der Handel mitzieht. Unsere intensive Kampagne hatte Erfolg: war 2006 noch in manchen Supermärkten jedes einzelne Schalenei aus dem Käfig, so gab es ab Ostern 2007 eine österreichweite Übereinkunft, keine Käfig-Schaleneier mehr zu verkaufen. Es folgte unsere Kampagne gegen die Nutzung von Käfigeiern in verarbeiteten Produkten, und tatsächlich konnten wir den Import dieser Eier nach Österreich halbieren.

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25 Jahre VGT

Der Verein Gegen Tierfabriken (VGT) ist jetzt 25 Jahre alt geworden! Was für bewegte 2 ½ Jahrzehnte! Angefangen hat alles zu einer Zeit, als Tierschutz für Nutztiere noch ein Fremdwort war. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es Tierschutzvereine, und damals verband man mit Tierschutzarbeit die Hilfe für obdachlose Hunde und Katzen, vielleicht auch einen Gnadenhof für ausrangierte Arbeitspferde. Tierschutz galt als eine gute Tat, keine politische Arbeit an der Gesellschaft, der Schutz von Tieren war ein Akt von Tierliebe, keine Frage der Gerechtigkeit. Und Nutztiere, ja, die waren dazu da, genutzt zu werden. Schützen brauchte man die nicht. Wovor? Vor ihren eigenen „BesitzerInnen“?

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Und doch: die Wissenschaft verwendet Daten von brutalen Menschenversuchen ohne Zustimmung der Betroffenen

Welche TierschützerInnen kennen das nicht, das Lieblingsargument der Tierversuchsseite: „Wenn ihr gegen Tierversuche seid, dann dürft ihr auch keine Medikamente verwenden“. Also erstens gibt es ja auch Forschung ohne Tierversuche, ja, wie wir wissen, sind Tierversuche oft sogar kontraproduktiv, siehe New Scientist http://www.martinballuch.com/new-scientist-sagt-tierversuche-sind-der-falsche-weg-in-der-forschung-fuer-menschen/. Aber zweitens sind auch TierexperimentatorInnen hoffentlich für Menschenrechte, also gegen invasive Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen. Aha, dann dürften sie auch nicht Dinge verwenden, die von Daten solcher Versuche stammen, oder?

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Die Österreichische Jägerschaft will schon wieder die Wölfe ausrotten!

Letzte Woche noch saß ich um 22:30 Uhr bei Vollmond am Lagerfeuer vor unserem Zelt mitten in den Südkarpaten in Rumänien. Plötzlich schlägt mein Hundefreund Kuksi an. Immer wieder einmal hat er mit einem kurzen Gebell vor einer für mich unsichtbaren Gefahr gewarnt, doch diesmal ist es anders. Er ist sich ganz sicher. Es ist todernst. Er stampft mit seinen beiden Vorderbeinen auf und bellt und bellt. Ich richte den Strahl meiner Stirnlampe – auf Scheinwerfer verstärkt – in die Richtung seines Gebells und mache dunkle Schatten am 70 m entfernten Waldrand aus. Zwei Augenpaare leuchten gespenstisch in unsere Richtung. Wölfe!

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Mord an einem Jäger!

Wir schreiben das Jahr 1919, der Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen. Die Menschen leiden Hunger, auch mitten in den Bergen der Obersteiermark. 3 junge Burschen aus dem Knappengraben sind gesund vom Krieg zurück gekehrt. Um ihre Familien zu ernähren, gehen sie auf die Pirsch, mit rußgeschwärztem Gesicht. Wilderer.

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Liebe Männer, überwinden wir doch den „Nagl“ in uns

Kürzlich wurde im New Scientist berichtet, dass bereits mehrmals Buckelwale gesichtet wurden, die ganz gezielt Seehunde retten, die von Orcas bedrängt werden. Bei einem der beschriebenen Augenzeugenberichte saß ein Seehund auf einem winzigen Eisfloß fest, während ein Orca versuchte, so wild Wellen zu schlagen, dass der Seehund vom Eis in das Wasser rutschen muss. Da griff ein Buckelwal ein, vertrieb den Orca und geleitete den Seehund in Sicherheit. Oder ein anderes Beispiel. Ein Video auf Youtube zeigt, wie ein Eisbär in einem Zoo eine Krähe sieht, die in seinem Gehege ins Wasser gefallen ist. Der Eisbär läuft hin, ergreift die Krähe – man hält kurz vor Entsetzen den Atem an – und setzt sie dann einfach vorsichtig ans Ufer. Oder ein weiteres Beispiel. Ein Nashornkind ist im Morast stecken geblieben, seine Mutter wartet, kann ihm aber nicht heraushelfen. Das Kind ist in Panik, gerät aber immer tiefer in das Schlammloch. Da kommt ein Elefant seines Weges, sieht die Situation und zieht das Nashornkind – gegen den Willen von dessen lautstark protestierender Mutter, die sich offensichtlich ängstigt – mit dem Rüssel aus dem Morast.

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New Scientist sagt: Tierversuche sind der falsche Weg in der Forschung für Menschen

Ich lese das New Scientist, ein naturwissenschaftliches Wochenmagazin aus England mit sehr internationaler Ausrichtung, regelmäßig, um am Ball zu bleiben, was sich in diesem Metier so tut. Manchmal ist das relativ schwer zu ertragen, wenn z.B. der technische Fortschritt in den Himmel gelobt und von Tierversuchen völlig unkritisch berichtet wird. Eines kann man dem Magazin wirklich nicht nachsagen: nämlich auf der Seite der Tiere zu stehen. Zwar haben auch Peter Singer und Mark Bekoff darin ihre sehr tierfreundliche Meinung kundtun dürfen, aber viel öfter ist der Jargon von völliger Respektlosigkeit gegenüber Tieren geprägt. Schade, eigentlich. Weil für mich schließen sich Naturwissenschaft und Tierschutz bzw. Tierrechte überhaupt nicht aus, im Gegenteil. Gerade die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kognition und Schmerzempfindung bei Tieren müssten doch zur Tierschutzaffinität veranlassen.

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Die Ethik von Schitouren

Schitour. Das heißt für mich meine Tourenschi auf der Lauffläche mit einem Fell überziehen – vegan, versteht sich – und hinaus in den Wald und in die Berge zu gehen. Schitourengehen ist wie das sommerliche Wandern, nur eben im Winter im Schnee. Die Schi mit den Fellen dienen dazu, nicht zu tief im Schnee einzusinken und beim Bergaufgehen nicht zurück zu rutschen. Ansonsten geht das Wandern damit genauso, wie mit Bergschuhen im Sommer. Die Menschen im Hohen Norden gehen schon seit mindestens 10.000 Jahren mit Schi im Winter. Anders ginge es gar nicht. Abfahrten sind kein notwendiger Teil einer Schitour, zentral ist für mich einfach, zusammen mit meinem Hundefreund Kuksi draußen zu sein, oft mit dem Zelt.

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