Hühner

Legebatterien: wenn uns die Vergangenheit einholt

Anfang der 1990er Jahre, in den Kindertagen der modernen österreichischen Tierschutzbewegung, wurden praktisch ausnahmslos alle Legehühner in Käfigen gehalten. Diese Legebatterien waren geschlossene Fabrikshallen ohne Fenster, mit ausschließlich künstlichem Licht, das lange angeschalten blieb, um den Tieren einen Frühling – die Zeit des Eierlegens – vorzugaukeln. Käfig neben Käfig, oft in 5 langen Reihen übereinander, alles vollautomatisiert. Die BetreiberInnen legen nur einen Schalter um, dann fährt das Futter auf einem Förderband hinein, Eier und Kot kommen auf anderen Bändern wieder heraus. Man brauchte diese Betriebe über 12 Monate hindurch gar nicht zu betreten, automatisierte Eierfabriken eben. Oft fanden wir 3 cm tiefe Staubschichten auf den Gängen ohne menschliche Spuren. Nur die Eierproduktionsrate wurde akribisch verfolgt. Ging diese bergab war es Zeit die Häscher zu rufen, um die Tiere mit frischen Hühnern zu ersetzen. Aus den Käfigen gerissen, an deren Gitterböden die Tiere manchmal festgewachsen waren, weil ihre nie gestutzten Krallen die Drähte umschlossen, stopfte man sie in Transportkisten. Am Weg zum Schlachthof war die Ausfallsrate oft 30% und mehr. Die ausgelaugten Tierkörper konnten nur mehr als Suppenhühner gebraucht werden, ein so geringer Wert, dass sich ein tierfreundlicherer Transport finanziell nicht auszahlte.
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Hühner, die verkannten Wesen!

Die Supermarktkette REWE versucht gerade im Rahmen des „Pro Planet“-Projekts in Österreich eine verbesserte Masthühnerhaltung zu etablieren. Doch momentan ist der Erfolg noch bescheiden. Also wurde eine detaillierte psychologische Studie durchgeführt, was die Menschen über die für die Fleischproduktion gehaltenen Hühnern denken. Das Ergebnis:
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