Jagd

Bei mir ist ein Spaziergang mit meinem Hundefreund eine Schitour

Das Foto oben zeigt die Situation bei mir zu Hause. Ich wohne in einer Blockhütte am Wald. Den Zugang zur Hütte muss ich fast täglich mühsam freischaufeln. Will ich einen Schritt aus dem Haus gehen, muss ich meine Schi anziehen. Wenn mein Hundefreund Kuksi und ich also spazieren gehen, dann ist das ganz automatisch eine Schitour. Kann sich so ein Grünrock, der irgendwo in der Zivilisation wohnt und immer mit dem SUV unterwegs ist, vermutlich nicht vorstellen. Aber so ist es.

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Antwort auf ORF-Journalistin Ulli Wolfs Facebook-Kommentar

Auf obiges Bild, das auf einer Facebookseite erschien, postete die ORF-Journalistin Ulli Wolf, die bekanntlich seit geraumer Zeit ununterbrochen seichte Beweihräucherungsbeiträge für Mayr-Melnhof bringt, folgenden Kommentar, wie oben zu lesen: „Bravo Herr Balluch – als vermeintlicher Tierexperte sollten Sie eigentlich wissen, dass freilaufende Hunde im Wald – noch dazu bei dieser Schneelage – ein absolutes No Go sind, um das Wild nicht zu stressen“

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Zu Wildfütterungen und angeblich so „tierlieben“ Hirschflüsterern

Bauernfängerei nennt man so etwas, wenn jemand ein emotional leicht eingängliches Motiv vortäuscht, und dabei in Wahrheit das Gegenteil im Schilde führt. Und genau darum geht es bei den angeblich so „tierlieben“ Wildfütterungen der Jägerschaft. Die Jäger_innen sagen, die Tiere seien so arm im Winter, es sei ihnen kalt und sie würden nichts zu essen finden (abgesehen davon, dass sie vom Wolf bedroht werden). Und da würden sich die Jäger_innen nun tapfer auf den Weg machen, die Heuballen schultern und den armen bedrohten Tieren die Rettung bringen. Klingt großartig, oder? Und am besten, das wird noch mit dem Vorwurf an die Tierschützer_innen garniert, die Tiere da draußen hungern zu lassen. Wer seien also die wahren Tierschützer_innen?

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Polizeigewalt gegen Tierschützer im Jahr 1993 in England

In der Recherche für mein Buch bin ich auch auf folgenden Brief an einen Rechtsanwalt in England gestoßen, den ich geschrieben habe, nachdem mich die Polizei bei einer Tierschutzaktion schwer misshandelt hat. Der Vorfall hat mich für viele Wochen traumatisiert. Die Polizei hat mich, wie in dem Text zu lesen ist, sexuell misshandelt. Der sexuelle Aspekt kommt im Brief viel zu kurz, er war viel brutaler und intimer, als dort beschrieben. Ich hatte damals nicht die Kraft, expliziter zu werden, und ich fand nicht die richtigen Worte auf Englisch.

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Jäger und Förster Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd

Peter Wohlleben ist Jäger und Förster. In seiner Jugend hat er mit einer gewissen Begeisterung auf Hirsche geschossen. Heute betreut er den Gemeindewald von Hümmel in der Eifel im Westen Deutschlands. Ökologie und Tierschutz sind ihm mittlerweile zweifellos ein großes Anliegen, wie er in seinen vielen Büchern, insbesondere „Der Wald. Ein Nachruf“, beweist. Und für die Jagd kommt er darin zu besonders beeindruckenden Schlussfolgerungen.

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England: JägerInnen überfallen Tierschützer und verletzen sie lebensgefährlich!

Es ist leider nicht das erste Mal, und es wird nicht das letzte Mal sein. Je mehr sich die Jägerschaft im Ausleben ihres Hobbys eingeschränkt fühlt, desto brutaler reagiert sie, und wem es Spaß macht, Tiere zu töten, dem fällt es definitiv leichter, auch Menschen zu verletzen. In England ist die Hetzjagd mit Hunderudeln eigentlich bereits seit dem 18. Februar 2005 verboten. Doch niemand hält sich daran, keine Polizei greift ein, und die mehrheitlich Adeligen, die diese Jagdform betreiben, haben sich schon immer über den Gesetzen des Parlaments gedünkt. Deshalb gehen regelmäßig TierschützerInnen zu den Treffs der Hetzjägerschaft, um einzugreifen und, wenn möglich, illegale Praktiken zu dokumentieren und anzuzeigen. Und die Jägerschaft, wie in Österreich auch, fühlt sich ob solcher Observierung unendlich provoziert und reagiert mit Gewalt.

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Vorbild Rumänien: Großraubtiere und die Jagd

Heuer im August war ich wieder einmal in den rumänischen Südkarpaten mit dem Zelt abseits jeder Wege unterwegs (sämtliche Bilder dieses Beitrags habe ich in den Südkarpaten in freier Wildbahn aufgenommen). Für mich war das bereits das 8. Mal, dass ich dort war, und zwar jeweils zwischen 1-5 Wochen. In den Südkarpaten leben 80 % der europäischen Bärenpopulation. Das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Ich habe mehr als 20 Mal Bären getroffen, zum Teil auch in der Nacht und zum Teil in bis zu 5 m Nähe. Natürlich war ich nicht bewaffnet und bedrohlich wurde es auch nie. Das Bild oben habe ich von einem in den Südkarpaten wild lebenden Bären aufgenommen. Meiner Erfahrung nach sieht man, wenn man mit dem Zelt abseits von Wegen wandert, jeden zweiten Tag eine Bärenspur und jede Woche einen Bären.

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Zurück bei den Bisons

„Ihr habt ja keine Ahnung von der Natur!“, sagen die JägerInnen zu den TierschützerInnen. Ob sie schon einmal wochenlang mit dem Zelt abseits von Häusern und Straßen in der Wildnis unterwegs waren? Ich schon. 100 Tage im Jahr. Vor Bär und Wolf und anderen großen Wildtieren könne man sich nur mit dem Gewehr schützen, meinen sie. Ah ja. Dann müsste ich schon lange tot sein.

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Von Schusswaffen, Selbstmord, „mass shootings“ und Trump

Schon 1996 wurde in den USA ein Gesetz erlassen, das es Bundesinstituten verbietet, die Ergebnisse von mit öffentlichen Geldern finanzierter Forschung dafür einzusetzen, dafür zu plädieren, den freien Zugang zu Schusswaffen zu beschränken. Ein komplizierter Satz mit aber klarem Inhalt: in den USA darf man nicht erforschen, wie gefährlich der freie Zugang zu Schusswaffen ist. Und tatsächlich hat dieses Gesetz im Wesentlichen die Forschung in diese Richtung beendet.

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Die Hetze und Panikmache gegen den Wolf muss ein Ende haben!

Das allererste Wolfspärchen hat sich nun nach gut 150 Jahren nach der Ausrottung in Österreich wieder niedergelassen. Endlich ist auch Österreich als das letzte Land Europas von Wölfen wiederbesiedelt worden, wenn auch nur von einem Pärchen bisher. Und das im Truppenübungsplatz Allentsteig, wo sich sowieso niemand aufhält außer dem Militär und jedenfalls niemand Landwirtschaft betreibt. Aber trotzdem fordert man den sofortigen Abschuss und die Ausrottung. Die LandwirtInnen überschlagen sich mit Panikberichten, die Landwirtschaftskammer legt nach. Eine ungeheuerliche Hexenjagd!

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