Pelz

Polen: Dorf blockiert seit 10. Juli 2013 Lieferung von Nerzen zu Pelzfarm – Nötigung?

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Die DorfbewohnerInnen blockieren seit 2 Wochen Tag und Nacht die Zufahrt zu einer Pelzfarm, um die Lieferung neuer Zuchtnerze zu verhindern!

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Selbst die lokale Feuerwehr beteiligt sich an der Blockade

Nach dem OLG-Urteil im Tierschutzprozess ist es eine Nötigung, wenn die BürgerInnen eines Landes auf die gesellschaftlichen Zustände anders als durch ihre persönliche Einzelkaufentscheidung und durch Stimmabgabe für die Parlamentswahlen Einfluss nehmen wollen. Und nach diesem OLG-Urteil ist die Forderung, mit dem Pelzhandel aufzuhören, sittenwidrig. Beides dürfte die 770 EinwohnerInnen des polnischen Dörfchens Przelewice, früher Prillwitz, in West-Pommern nahe der deutschen Grenze nicht beeindrucken. Sie blockieren seit Mittwoch, dem 10. Juli 2013, die Zufahrt zu einer Nerzfarm für die Pelzproduktion, die dort von einem dänischen Pelzfarmer errichtet werden soll. Die Blockade dauert nicht nur ungebrochen seit nunmehr 2 Wochen Tag und Nacht an, selbst die lokale Feuerwehr beteiligt sich und die Polizei wirkt nicht bereit, einzugreifen. Siehe http://radioszczecin.pl/serwis_informacyjny/pliki/2013/2013-07-11_1373498381.mp4

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Das Tierleid in der Pelzproduktion: zentrales Thema im Tierschutz seit 30 Jahren!

Bild1Laut OLG-Urteil in der Berufung im Tierschutzprozess ist, wie gesagt, die Forderung an die Modehäuser ,aus dem Pelzhandel auszusteigen, explizit sittenwidrig. Das lässt sich nur entweder durch Bösartigkeit bzw. eine politische Motivation der OLG-Richterinnen erklären, die in diesem Urteil im Übrigen an vielen Stellen durchscheint, oder es könnte sein, dass diese Richterinnen durch die sozialen Kreise, in denen sie verkehren, und durch den Umstand, dass sie einer vergangenen Generation angehören, in der vielleicht Tierschutz noch kaum einen Wert gehabt hatte, die Situation völlig falsch einschätzen. Wenn diese Richterinnen als Studentinnen zum letzten Mal vor 40 Jahren Kontakt zur realen Welt und insbesondere zur kritischen Zivilgesellschaft hatten, dann wundert mich natürlich nichts mehr.

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Der Pelzhandel ist gegen die guten Sitten!

Nach eingehenden Diskussionen mit verschiedenen ExpertInnen scheint mir die Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Wien, die Forderung an Modehäuser aus dem Pelzhandel auszusteigen sei gegen die guten Sitten, ein zentraler Punkt des Urteils, weil laut § 105 (2) eine Nötigung nur dann strafbar ist, wenn sie den guten Sitten widerspricht. Ebenfalls aus einigen Gesprächen schließe ich, dass in den großbürgerlichen Kreisen, in denen möglicherweise die Richterinnen dieses OLG verkehren, die Ansicht vorherrschen könnte, dass nur eine winzige Minderheit in Österreich den Pelzhandel kritisch sieht. Doch beide diese Standpunkte sind unhaltbar. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. (mehr …)