Veg#ismus

„Gemüseheilige“ – Eine Geschichte des veganen Lebens in Deutschland

Da gibt es schon wieder eine neue Fleischalternative, dort endlich auch vegane Daunen, hier sogar besonders tolles veganes Leder. Wenn man so im Veggieboom lebt, möchte man meinen, die vegane Welt wird gerade erfunden. Insbesondere junge Menschen, die sich der Bewegung anschließen und ihre ersten veganen Flugblätter verteilen, denken sich meiner Erfahrung nach oft, dass diese Bewegung mit ihren Innovationen funkelnagelneu ist – und deshalb bald eine neue Zeit anbricht. Ist aber nicht so. Vegane Fleisch-, Daunen, Leder-, Butter-, Milch- und sonstige -alternativen gibt es schon seit ewiger Zeit. Da ist gar nichts neu. Vielmehr wirkt das eher nach Hamsterrad: alle 100 Jahre flammt der vegane Gedanke neu auf, entwickelt sich, als hätte es ihn nie gegeben, und stirbt dann wieder, um wie Phönix aus der Asche später neu zu entstehen.

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28 Jahre vegan: meine neuesten Blutwerte

Alle Jahre wieder: hier meine neuesten Blutwerte. Interessant nur, weil ich nunmehr seit 28 Jahren (seit 1989) vegan lebe. Es soll ja noch immer Menschen geben, die behaupten, vegan würde zu Mangelerscheinungen führen. Ich bin der lebende Gegenbeweis. Obwohl, man könnte einwenden, dass es 2 Mankos in diesen Blutwerten gibt. Erstens schlägt ein Eisenwert knapp über die Stränge. Aber laut Arzt mache das gar nichts aus, wenn die Ferritin und Transferrin Werte stimmen, was der Fall ist. Und zweitens das Vitamin D, bei mir Jahr für Jahr zu gering. Die Blutabnahme für diesen Test hat allerdings vor meiner wochenlangen Wanderung durch die Südkarpaten stattgefunden. Der Vitamin D Wert (ich supplementiere nicht) spiegelt eben das viele Sitzen im Büro vor dem Computer wider. Abgesehen davon zeigt es keinen Mangel, sondern eine „unzureichende Versorgung“, und das auch nur knapp. Ansonsten jedenfalls dürften die Werte sehr gut sein – zum Glück auch jene Marker, die einen Krebs anzeigen. Und natürlich Cholesterin.

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Steinzeiternährung (Paleo-Diät): Vegan, mit ein bisschen Fleisch als Beilage

Seit David Hume stimmen wir überein, dass aus dem (natürlichen) Sein nicht geschlossen werden kann, was sein soll, weil es sich dabei um den sogenannten naturalistischen Fehlschluss handelt. Nur, weil Steinzeitmenschen Fleisch gegessen haben, ist es für uns heute nicht zwingend ethisch ok, das ebenso zu tun. Und dennoch ist es auch ethisch nicht ganz unwichtig, was unsere VorfahrInnen gegessen haben, denn höchstwahrscheinlich ist unser Körper daran evolutionär adaptiert und man sollte vermutlich niemanden zwingen, etwas nicht zu essen, was er unbedingt zum Überleben braucht. Abgesehen davon ist es immer eine lustige Diskussion, wenn FleischesserInnen sich auf die Steinzeit – und die Löwen! – rauszureden versuchen.

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Laut New Scientist stinken Tierprodukt-EsserInnen, ob Mensch oder Hund

Wer im Zoo oder bei anderen Tiergehegen den Geruch von Fäkalien carnivorer Spezies mit jenem von herbivoren vergleicht, kommt nicht umhin, einen deutlichen Unterschied zu bemerken. Der carnivore Kot riecht scharf und wirkt viel abstoßender, als der herbivore. Trifft das auch auf menschlichen Kot von Personen zu, die entweder fleischbasiert oder vegan leben? Bei Fragen wie dieser, die ideologisch ziemlich aufgeladen sind, ist es immer am Besten, man orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und zu meiner Überraschung hat das New Scientist vor einigen Monaten von einem Forschungsergebnis zu genau dieser Frage berichtet, siehe oben.

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„Schwein ohne Schwein“ – ein Buch von Veganpionier Charly Schillinger

Fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk? Dann kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die ersten 27 Seiten sind eine wirklich unterhaltsam geschriebene Zusammenfassung des Weges des Autors bis zum veganen Landgasthaus in Großmugl, irgendwo im Weinviertel. Landgasthaus und vegan ist keine Begriffskombination, die häufig zu finden ist. Bis heute erstaunt, wie er das hinbekommen hat. Und der Weg dorthin war nicht geradlinig. Die restlichen 115 Seiten sind Rezepte für die deftige vegane Hausmannskost dort, mit vielen Tipps und Ideen, wie man es sich einfach machen kann.

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„Hope For All“ – ein beeindruckendes Filmdokument über die Ausbeutung sogenannter Nutztiere

Eine 28 Jahre alte junge Frau beschließt einen Film über Veganismus zu machen. Sie hat kein Budget, keine Erfahrung mit Kameraführung, keine Ausbildung in Filmregie. Die Verbreitung der veganen Lebensweise ist ihr aber ein Anliegen, vor allem aus Mitgefühl mit Tieren. Jahrelang reist sie durch die Welt, von den USA bis nach Indien, auf eigene Kosten. 6 Monate lang bekniet sie Jane Goodall für ein Interview. 8 Jahre später ist der Film tatsächlich fertig. Kürzlich hatte er seine Premiere in Österreich. Ich war dabei. Nina Messinger heißt diese bemerkenswerte Frau.

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Es ist soweit: die ersten Bakterienstämme sind gegen alle Antiobiotika resistent

Gewarnt wurde ja schon lange, dass die ständige Abgabe von Antibiotika resistente Bakterien produziert. Doch dessen ungeachtet wurden letztes Jahr weiterhin 63.000 Tonnen Antibiotika in Tierfabriken an Nutztiere verfüttert, einerseits um die Keime in diesen Betrieben in Schach zu halten und andererseits um die Gewichtzunahme der Tiere zu fördern. So wichtig ist billiges Fleisch als Massenware, dass wir dafür die Gesundheit der Menschen weltweit aufs Spiel setzen. Bekannt war, dass dadurch ständig neue Formen von Antibiotika gefunden werden mussten, weil die Bakterien ja reagieren und nur jene überleben, die resistente Gene entwickeln. Und diese resistenten Gene breiten sich dann rasant aus. Doch jetzt ist es aus mit neuen Antibiotika.

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Warum ich will, dass möglichst viele Menschen vegan werden

Wer hat sie noch nicht gehört, diese Frage, manchmal bösartig manchmal ehrlich erstaunt, warum wir Vegan-AktivistInnen nicht den fleischessenden Teil der Bevölkerung einfach in Ruhe lassen, sondern unbedingt bekehren wollen. Toleranz wäre es, wenn man die Leute essen lässt, was sie wollen, egal wie es produziert wurde und wer darunter gelitten hat. Kann man es Toleranz nennen, wie jene Personen, die Fleisch konsumieren, mit den Tieren, von denen dieses Fleisch stammt, umgegangen sind? Kann jemand Toleranz fordern, der selbst nicht tolerant ist? Aber Toleranz, oder Fairness und Gerechtigkeit, sind Begriffe, die für diejenigen, die obige Frage stellen, nicht auf Tiere anwendbar sind. Die auf der Hand liegende Antwort, Intoleranz gegenüber dem Willen der Tiere, weiterleben zu können, muss nicht toleriert werden, wie uns schon Karl Popper lehrte, wird also nicht verstanden. Stattdessen wird erwartet, wie in einer kapitalistischen Gesellschaft eben, egoistisch zu argumentieren.

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In 30 ¾ Stunden quer über den Hochschwab!

Das Hochschwabgebirge ist nicht nur ein Berg, es ist eine ganze Bergregion. Und von Wien aus kommend, die mit Abstand wildeste, in einer Distanz von 150 km von der Hauptstadt entfernt. Der Hochschwab ist meine Heimat, wenn ich das so pathetisch sagen darf. Dort habe ich mit 16 meine erste große Felswand erklettert. Dort bin ich in den stillsten Winkeln unterwegs, in urwaldartigen Restbeständen, in Fels und Eis, oder auf den weiten Hochebenen. So reifte in mir der Gedanke den Hochschwab einmal sozusagen auszumessen. Ich wollte ihn von West nach Ost an einem einzigen Tag begehen. Dieselbe Route bin ich im November 2008 mit meinem Hundefreund Kuksi als seine erste Hochgebirgstour gegangen. Damals allerdings 5 Tage lang. Warum also nicht einmal die gesamte Länge in 24 Stunden durchqueren, ohne Pause? Von Hieflau an der Enns, am Ausgang des Gesäuses, bis zum Brandhof am Seebergsattel.
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Vegan Fast Food Take Away: Front Food in Linz und Swing Kitchen in Wien

Ich bekomme regelmäßig kommerzielle Anfragen, ob ich auf meinem Blog Werbungen schalten würde. Das könnten einerseits als Werbung deklarierte Banner sein, oder andererseits versteckte Bewerbungen durch Erwähnung im Text. Damit würde ich € 400 pro Monat verdienen, verspricht man mir. Ich erwähne gerne gewisse Produkte oder Firmen positiv, doch nur solche, von denen ich auch überzeugt bin. Dieser Artikel, so wie alle anderen auf meinem Blog, ist also definitiv ohne Bezahlung entstanden und gibt meine (subjektive) Meinung wieder.
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