Veg#ismus

Laut New Scientist stinken Tierprodukt-EsserInnen, ob Mensch oder Hund

Wer im Zoo oder bei anderen Tiergehegen den Geruch von Fäkalien carnivorer Spezies mit jenem von herbivoren vergleicht, kommt nicht umhin, einen deutlichen Unterschied zu bemerken. Der carnivore Kot riecht scharf und wirkt viel abstoßender, als der herbivore. Trifft das auch auf menschlichen Kot von Personen zu, die entweder fleischbasiert oder vegan leben? Bei Fragen wie dieser, die ideologisch ziemlich aufgeladen sind, ist es immer am Besten, man orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und zu meiner Überraschung hat das New Scientist vor einigen Monaten von einem Forschungsergebnis zu genau dieser Frage berichtet, siehe oben.

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„Schwein ohne Schwein“ – ein Buch von Veganpionier Charly Schillinger

Fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk? Dann kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die ersten 27 Seiten sind eine wirklich unterhaltsam geschriebene Zusammenfassung des Weges des Autors bis zum veganen Landgasthaus in Großmugl, irgendwo im Weinviertel. Landgasthaus und vegan ist keine Begriffskombination, die häufig zu finden ist. Bis heute erstaunt, wie er das hinbekommen hat. Und der Weg dorthin war nicht geradlinig. Die restlichen 115 Seiten sind Rezepte für die deftige vegane Hausmannskost dort, mit vielen Tipps und Ideen, wie man es sich einfach machen kann.

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„Hope For All“ – ein beeindruckendes Filmdokument über die Ausbeutung sogenannter Nutztiere

Eine 28 Jahre alte junge Frau beschließt einen Film über Veganismus zu machen. Sie hat kein Budget, keine Erfahrung mit Kameraführung, keine Ausbildung in Filmregie. Die Verbreitung der veganen Lebensweise ist ihr aber ein Anliegen, vor allem aus Mitgefühl mit Tieren. Jahrelang reist sie durch die Welt, von den USA bis nach Indien, auf eigene Kosten. 6 Monate lang bekniet sie Jane Goodall für ein Interview. 8 Jahre später ist der Film tatsächlich fertig. Kürzlich hatte er seine Premiere in Österreich. Ich war dabei. Nina Messinger heißt diese bemerkenswerte Frau.

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Es ist soweit: die ersten Bakterienstämme sind gegen alle Antiobiotika resistent

Gewarnt wurde ja schon lange, dass die ständige Abgabe von Antibiotika resistente Bakterien produziert. Doch dessen ungeachtet wurden letztes Jahr weiterhin 63.000 Tonnen Antibiotika in Tierfabriken an Nutztiere verfüttert, einerseits um die Keime in diesen Betrieben in Schach zu halten und andererseits um die Gewichtzunahme der Tiere zu fördern. So wichtig ist billiges Fleisch als Massenware, dass wir dafür die Gesundheit der Menschen weltweit aufs Spiel setzen. Bekannt war, dass dadurch ständig neue Formen von Antibiotika gefunden werden mussten, weil die Bakterien ja reagieren und nur jene überleben, die resistente Gene entwickeln. Und diese resistenten Gene breiten sich dann rasant aus. Doch jetzt ist es aus mit neuen Antibiotika.

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Warum ich will, dass möglichst viele Menschen vegan werden

Wer hat sie noch nicht gehört, diese Frage, manchmal bösartig manchmal ehrlich erstaunt, warum wir Vegan-AktivistInnen nicht den fleischessenden Teil der Bevölkerung einfach in Ruhe lassen, sondern unbedingt bekehren wollen. Toleranz wäre es, wenn man die Leute essen lässt, was sie wollen, egal wie es produziert wurde und wer darunter gelitten hat. Kann man es Toleranz nennen, wie jene Personen, die Fleisch konsumieren, mit den Tieren, von denen dieses Fleisch stammt, umgegangen sind? Kann jemand Toleranz fordern, der selbst nicht tolerant ist? Aber Toleranz, oder Fairness und Gerechtigkeit, sind Begriffe, die für diejenigen, die obige Frage stellen, nicht auf Tiere anwendbar sind. Die auf der Hand liegende Antwort, Intoleranz gegenüber dem Willen der Tiere, weiterleben zu können, muss nicht toleriert werden, wie uns schon Karl Popper lehrte, wird also nicht verstanden. Stattdessen wird erwartet, wie in einer kapitalistischen Gesellschaft eben, egoistisch zu argumentieren.

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In 30 ¾ Stunden quer über den Hochschwab!

Das Hochschwabgebirge ist nicht nur ein Berg, es ist eine ganze Bergregion. Und von Wien aus kommend, die mit Abstand wildeste, in einer Distanz von 150 km von der Hauptstadt entfernt. Der Hochschwab ist meine Heimat, wenn ich das so pathetisch sagen darf. Dort habe ich mit 16 meine erste große Felswand erklettert. Dort bin ich in den stillsten Winkeln unterwegs, in urwaldartigen Restbeständen, in Fels und Eis, oder auf den weiten Hochebenen. So reifte in mir der Gedanke den Hochschwab einmal sozusagen auszumessen. Ich wollte ihn von West nach Ost an einem einzigen Tag begehen. Dieselbe Route bin ich im November 2008 mit meinem Hundefreund Kuksi als seine erste Hochgebirgstour gegangen. Damals allerdings 5 Tage lang. Warum also nicht einmal die gesamte Länge in 24 Stunden durchqueren, ohne Pause? Von Hieflau an der Enns, am Ausgang des Gesäuses, bis zum Brandhof am Seebergsattel.
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Vegan Fast Food Take Away: Front Food in Linz und Swing Kitchen in Wien

Ich bekomme regelmäßig kommerzielle Anfragen, ob ich auf meinem Blog Werbungen schalten würde. Das könnten einerseits als Werbung deklarierte Banner sein, oder andererseits versteckte Bewerbungen durch Erwähnung im Text. Damit würde ich € 400 pro Monat verdienen, verspricht man mir. Ich erwähne gerne gewisse Produkte oder Firmen positiv, doch nur solche, von denen ich auch überzeugt bin. Dieser Artikel, so wie alle anderen auf meinem Blog, ist also definitiv ohne Bezahlung entstanden und gibt meine (subjektive) Meinung wieder.
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Bluttest nach 26 (!) Jahren vegan (>30 Jahre vegetarisch)

Also ich bin ja nicht wirklich hypochondrisch davon besessen, ständig meine Gesundheit zu checken. Ich fühle mich pudelwohl, bin total fit, kaum je krank, und wenn, dann nie so schwer, dass ich das Bett hüten müsste. Einen Monat mit vollem Rucksack und Zelt zu wandern, die gesamte Nahrung im Gepäck dabei, macht mir auch überhaupt nichts aus. Aber trotzdem lasse ich fast alle Jahre wieder einen Bluttest erstellen. Und das deswegen, weil der gesellschaftlich tatsächlich am Vormarsch befindliche Veganismus die Propagandamaschinerie der Fleischindustrie angeworfen hat. Überall ist zu hören, wie gefährlich Veganismus für die Gesundheit sei, im Bayrischen Fernsehen wurde sogar gesagt, es sei Gewalt, die eigenen Kinder vegan zu ernähren, und überhaupt hatte der Vortrag über die Liste der Nährstoffmängel durch Veganismus nicht ausreichend Platz in der Sendung, weil sie zu lange war: von Protein bis Magnesium, von B12 bis Kalzium und und und. Es schien, dass alle Nährstoffe, von denen dieser offensichtlich gekaufte Ernährungswissenschaftler je gehört hatte, in der rein pflanzlichen Ernährung fehlen würden.

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Leserbrief zu einem Unsinn von Gerti Senger über Veganismus in der Kronenzeitung

Zu Ihrem Artikel „Lust auf Tabus“, Krone Bunt vom 8. 2. 2015, Seite 41 – gegen Veganismus und Bio

Sehr geehrte Frau Senger,

es ist für mich schwer nachvollziehbar, was Sie bewegen konnte, einen solchen Unsinn über Veganismus und biologische Ernährung zu schreiben. Ich lebe seit 1989 vegan und seit 1982 vegetarisch, schaue nie auf irgendwelche Nährwerttabellen, esse alles Pflanzliche, das mir über den Weg läuft und biologisch produziert wurde, genieße das Essen rückhaltlos und wiege 115 kg. Gerade eben habe ich ein riesiges, fettes, ungesundes Tiramisu verspeist, natürlich vegan. Ich bin das genaue Gegenteil eines Asketen oder Essensverweigerers, und schon gar kein Gesundheitsfanatiker.
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Ein feministisches Argument gegen den ethischen Vegetarismus

Es gibt tatsächlich viele Stimmen mit feministischem Hintergrund, die sich für Veganismus aussprechen – wenn auch Tierrechte oft als patriarchales Konzept dabei abgelehnt werden. Aber es gibt auch feministische Argumente gegen Veganismus, die strukturell ähnlich sind, was in meinen Augen die Beliebigkeit sozialwissenschaftlicher Schlussfolgerungen widerspiegelt. Ein Beispiel dafür ist Kathryn Paxton George, die in zahlreichen Publikationen den ethischen Vegetarismus quasi als patriarchale Unterdrückungsstrategie gegen Frauen darstellt. Im Wesentlichen sagt sie, dass gesund vegan zu leben eigentlich nur für Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren möglich ist und durch Verbreitung der Forderung, vegan zu leben, werden Frauen, deren Körper das nicht vertragen würden, physisch geschwächt und leichter unterdrückbar gemacht. Wenn man nur genügend lange dreht und symbolisiert ist scheinbar jedes gesellschaftliche Phänomen als patriarchales Konzept zur Unterdrückung der Frauen interpretierbar.
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