Masthühner

Die ÖVP bezeichnet den VGT als kriminelle Organisation!

Man würde sich doch erwarten, dass die rechtskräftigen Urteile unabhängiger Gerichte für eine Regierungspartei bindend sind. Es wurde zum wiederholten Male festgestellt, dass der VGT keine kriminelle Organisation bildet, ja, dass niemand der Angeklagten auch nur die kleinste Straftat begangen hat und dass, im Gegenteil, die Polizei entlastendes Beweismaterial zurückhielt und vor Gericht log. Doch dennoch kommen vom ÖVP-Bauernbund, von den ÖVP geführten Landwirtschaftskammern und von ÖVP-Abgeordneten dieselben Verleumdungen. Es ist mit bis zu 5 Jahren Haft zu bestrafen, wer einen anderen fälschlich gerichtlich strafbarer Handlungen bezichtigt (§ 297 StGB). Doch die Abgeordneten sind ja immun, also dürfen sie über uns behaupten, was sie wollen. Umgekehrt können wir sofort belangt werden, würden wir Gleiches mit Gleichem vergelten.
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Behördenwillkür: Medienaktion mit Kritik am SPÖ-Tierschutzminister von MA60 behindert!

Ein Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit haben wir natürlich, wird uns gesagt, am Besten zu Hause in den eigenen 4 Wänden. Kaum erreichen wir eine breite Öffentlichkeit, gibt es plötzlich tausenderlei Bestimmungen, die unsere Freiheit sich zu äußern letztlich so einschränken, dass sie gar nicht mehr besteht. Wir haben das schon auf vielfältige Weise erlebt, so gabs bereits ein generelles Demoverbot für Tierschutzanliegen in ganz Graz auf unbefristete Zeit!
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Die Aufgabe des Tierschutzministers

In der Schallaburg in Niederösterreich ist noch bis November 2014 die Ausstellung „Jubel und Elend“ über das Jahr 1914 und den Ersten Weltkrieg zu sehen. Sehr empfehlenswert, beeindruckende Bilder, gewohnt hervorragend aufbereitet. Bemerkenswert, wie sich in den letzten 100 Jahren die Einstellung der Gesellschaft gewandelt hat. Damals, 1914, zog man mit großer Begeisterung in den Krieg, ja, Krieg und Pflichterfüllung und die Ehre des Vaterlandes schienen zentrale Werte zu sein. In der Ausstellung sieht man begeisterte junge Männer, die den Wehrdienst als Auszeichnung verstehen, man sieht junge Frauen, die von den Männern auch genau das erwarten. Der Sog der Kriegslust erfasste fast alle, mit wenigen rühmlichen Ausnahmen, z.B. Karl Kraus.
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Offener Brief an den Tierschutzminister bzgl. der geplanten Besatzdichtenerhöhung bei Mastgeflügel

An Alois Stöger
alois.stoeger@bmg.gv.at

Sehr geehrter Herr Tierschutzminister,

Ende Februar 2014 wurde von einem Beamten Ihres Hauses vor VertreterInnen von NGOs ein sogenanntes „Gesundheitsprogramm im Geflügelsektor“ präsentiert. Darin ging es im Wesentlichen darum, das Fleisch von Hühnern und Puten aus den schrecklichen Mastfabriken für die KonsumentInnen weniger gesundheitsgefährdend zu machen, insbesondere durch Impfprogramme. Nach 37 Seiten und viel Schönfärberei war dann der eigentliche Grund der gesamten Ausführungen im Kleingedruckten zu lesen: Jene Betriebe, die an dem umfassenden Programm teilnehmen und den Mehraufwand annehmen, dürfen zum Ende der Mastperiode eine erhöhte Anzahl an Tieren halten. Damit war die sprichwörtliche Katze aus dem Sack.
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Hühner, die verkannten Wesen!

Die Supermarktkette REWE versucht gerade im Rahmen des „Pro Planet“-Projekts in Österreich eine verbesserte Masthühnerhaltung zu etablieren. Doch momentan ist der Erfolg noch bescheiden. Also wurde eine detaillierte psychologische Studie durchgeführt, was die Menschen über die für die Fleischproduktion gehaltenen Hühnern denken. Das Ergebnis:
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Tatsächlich: „Tierschutz“-Minister Stöger will Mastgeflügelbesatzdichten erhöhen!

Seit 20 Jahren sind die sogenannten Besatzdichten für Masthühner in Österreich festgelegt. D.h. seit 20 Jahren gibt es Bestimmungen, wie viele Kilogramm lebendes Huhn man pro m² in eine dieser völlig strukturlosen Mastfabrikshallen stopfen darf. Seit 20 Jahren sind maximal 30 kg Lebendgewicht/m² zulässig. Tierschutz entwickelt sich weiter, von Generation zu Generation erwarten sich die Menschen höhere Auflagen, insbesondere in der Nutztierhaltung, die Tierschutzgesetze müssten also strenger werden und die Tierfabriken langsam verschwinden. Immerhin steht Tierschutz als Staatsziel seit letztem Jahr in der Bundesverfassung! Wenn der Tierschutzminister Alois Stöger, SPÖ, nun also die Verordnung über die Haltung von  Mastgeflügel verändern will, sollte es entsprechend eine deutliche Verbesserung dieser uralten Standards geben. Doch weit gefehlt! Man höre und staune: „Tierschutz“-Minister Alois Stöger will um ein Drittel mehr Masthühner pro m² als bisher erlauben und damit das Tierschutzgesetz in einem ganz wesentlichen Bereich gegenüber dem Standard von vor 20 (!) Jahren verschlechtern!
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Schon wieder: Mastgeflügelindustrie will dramatische Verschlechterung des Tierschutzgesetzes!

Alles begann 2004, als ein neues Bundestierschutzgesetz allmählich Form annahm. Wie viele Masthühner auf 1 m² in den fensterlosen Mastgeflügelfabriken zusammengepfercht werden dürfen, war bis dahin von Bundesland zu Bundesland verschieden geregelt, die ÖVP schlug vor – wie könnte es anders sein – das schlechteste aller Landesgesetze, also das mit der höchsten erlaubten Besatzdichte von Hühnern pro Fläche, zur neuen Bundesregelung zu erklären. Die Mastgeflügelindustrie war dagegen. Nicht aber aus Tierschutzgründen, nein, sondern weil sie ein noch schlechteres Gesetz wollte. Statt den 20 Hühnern pro m², dem schlechtesten aller Landesgesetze, sollten ab sofort 26 Hühner pro m² erlaubt sein. Man stelle sich das vor, 26 erwachsene Hühner, die nur 1 m² Lebensraum haben! Schon 20 Hühner pro m² sind viel zu viele, eine große Tierquälerei, die auch von einer Studie der EU-Kommission bestätigt wird, in der davon die Rede ist, dass ab 17 Hühnern pro m² das Tierleid dramatisch zunimmt. Das Argument der Mastgeflügelindustrie war eigentlich nur, dass sich eh niemand an dieses Gesetz hält und deshalb sollte man das Gesetz der Praxis anpassen und verschlechtern.
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Die Masthuhnpropaganda der Landwirtschaftskammer Österreich

Seit 10 Jahren jammert die Mastgeflügelindustrie, wie schlecht es ihr nicht geht, obwohl die Statistik Austria (leider) belegt, dass die Hühnerfleischproduktion in Österreich ansteigt, siehe http://www.martinballuch.com/?p=2265. Hintergrund ist der Wunsch der Industrie, die Haltungsbedingungen für die Tiere massiv zu verschlechtern, um höhere Profite einzufahren. Stopft man nämlich um 30% mehr Hühner in die bereits übervollen Hallen, so die Rechnung, dann sterben zwar um 44% mehr Tiere an den Bedingungen, aber dennoch steigen die Profite um 4%. Und darum geht es diesen Leuten schließlich.

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Geflügelindustrielobby-Propaganda, um Intensivierung von Tierfabriken zu erreichen

Unbenannt-2kleinNachdem die Lobby der Geflügelindustrie im Oktober 2012 ihre Vorstellungen für eine dramatische Verschlechterung der Haltungsbedingungen der Hühner und Puten an das Tierschutzministerium geschickt hatte, siehe http://www.martinballuch.com/?p=2113, begann ein Trommelfeuer von Presseaussendungen, um Druck für diese Änderungswünsche aufzubauen. Es gab sogar einen Protest von angeblich 1000 jener GeflügelproduzentInnen, die mit €-Zeichen vor Augen den Tierschutz in der Geflügelhaltung begraben wollen, um 4-5 % höhere Profite einzustreifen. Das ist Berufsdemonstrieren in Reinkultur, eine Kundgebung der Industrie um die eigenen Profite zu erhöhen!

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