Puten

Wenn sich Puten nicht mehr bewegen

Am 17. Juni 2015 war es endlich soweit: wir konnten die schon so lange geplante Pressekonferenz über die Putenhaltung in Österreich durchführen. Die Verzögerung wird verständlich, wenn man bedenkt, dass uns insgesamt mehr als 700 Stunden (!) Videomaterial aus verschiedenen Putenfabriken im Burgenland, in Niederösterreich, in Oberösterreich und in Kärnten zugespielt worden waren. Unbekannte hatten Kameras an verschiedenen Stellen in etwa 30 Hallen montiert und jeweils 24 Stunden durch filmen lassen. So konnten wir einen guten Überblick bekommen, insbesondere über den besorgniserregenden Umstand, dass sich die Puten kaum bewegen.
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Kommentar zu Aussagen des Sprechers der Putenindustrie

Ein Mitglied des VGT sandte mir kürzlich die Ausgabe von April 2015 der Zeitschrift „geflügelprofi“ zu, Untertitel „für den modernen Geflügelbetrieb“. Darin nimmt Robert Wieser, selbst Putenmäster, als Obmann der Geflügelmastgenossenschaft und als Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Geflügelwirtschaft zu Fragen rund um die von uns verhinderte Besatzdichtenerhöhung bei Puten Stellung. Daraus ergeben sich interessante Perspektiven.
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Puten – die vergessenen Nutztiere!

Laut Statistik Austria stehen momentan 600.000 Puten in 140 Putenmasthallen in Österreich und warten auf ihre Schlachtung, das sind im Mittel 4500 pro Halle. Allerdings werden ja die weiblichen Puten früher ausgestallt und entsprechend gibt es Betriebe mit 15.000 Puten und mehr. Insgesamt wird damit ein Schlachtgewicht von 22.840 Tonnen Putenfleisch pro Jahr erzeugt, das ist immerhin 23% des Hühnerfleischvolumens. Wieviele Puten pro Jahr in Österreich geschlachtet werden, wird aus Datenschutzgründen, wie es heißt, nicht verraten. Doch aus diesen Zahlen kann man errechnen, dass es ca. 1,3 Millionen sein müssen. Eine stattliche Menge von Tieren, und dennoch sind die Puten die vergessenen Nutztiere.
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Vortrag von Martina Glatzl auf Putenmasttagung: „Tierschutz versus Politik“

Sie war bis vor wenigen Jahren noch Vizepräsidentin der Österreichischen Tierärztekammer und ist Obfrau der Österreichischen Qualitätsgeflügelvereinigung und als solche radikale Lobbyistin für die Geflügelindustrie. Ja, und sie hat sich zur Spezialistin für Tierschutz gemausert. So wurde sie bei einer Tagung der PutenmästerInnen eingeladen, zum Thema „Tierschutz und Politik“ zu sprechen: Martina Glatzl.
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Katastrophale Zustände in der Putenmast!

Obiges Bild zeigt den Besatz in einer Putenmastfabrik in Österreich am Tag vor dem Ausstallen, d.h. vor dem Abtransport in den Schlachthof. Ein ganz aktuelles Foto, so sieht es hierzulande heute in der Putenmast aus. Und noch dazu in einer vergleichsweise eher guten. Und obendrein ist die Besatzdichte in Österreich ja auf einen niedrigeren Maximalwert begrenzt, als irgendwo sonst in der EU. Unfassbar!
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Schnabelverstümmelung bei Puten in Österreich – der traurige Normalfall

Sie liegen in jeder Putenfabrik herum, diese Zangen. Das Küken wird ergriffen, der Schnabel mit Gewalt auseinander gezwungen. Dann schieben die PutenmästerInnen die Spitze des oberen Schnabelteils zwischen die Kneifklauen und zwicken zu. Ein lautes Quieken, der Schnabel bricht ab, Blut tropft aus der Wunde. Die kleinen Küken sitzen mit blutigen Schnabelspitzen verstört herum. Nirgendwo eine Mama, die sie schützt, beruhigt, versorgt oder einfach nur tröstet. Die Schmerzen müssen grauenhaft sein, der Schnabel ist mit Nerven durchzogen, ähnlich wie die Fingerspitzen bei uns Menschen.
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An einen Vortragenden an der Vet Uni Wien, der für die Erhöhung der Besatzdichten bei Puten plädierte

Sehr geehrter Herr XXX,

Sie sprachen davon, dass die Entscheidung, ob die Besatzdichte bei Puten erhöht wird oder nicht, auf Basis wissenschaftlicher Argumente zu fällen wäre, und dabei bezogen Sie sich eigentlich nur auf wirtschaftliche Bedenken. Aber diese Entscheidung ist eine politische. Die Wissenschaft kann nicht werten, wie wir seit Hume wissen, die Wissenschaft kann nur Fakten liefern, auf deren Basis dann mit Werten politische Entscheidungen gefällt werden. Wir leben in einer Demokratie. Wir haben ein Meinungsforschungsinstitut beauftragt, die Menschen zu fragen, ob sie für diese Besatzdichtenerhöhung sind. 91% waren dagegen. Das sollte eigentlich das Ende dieser Diskussion sein oder sind Sie nicht Demokrat?
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Christkind und Weihnachtsmann befreien 4 Puten und 16 Hühner

Eine wahre Weihnachtsgeschichte aus Österreich: eine Tierbefreiung. Dauernde Sachentziehung oder sogar Einbruchsdiebstahl nennt es das Strafgesetzbuch. Und angesichts der 75 Millionen Hühner, die in Österreich jedes Jahr geschlachtet werden, wirtschaftlich unbedeutend. Aber für die 20 befreiten Tiere bedeutet die Aktion den Unterschied zwischen einem schrecklichen Leben in der Tierfabrik und einer Fließbandtötung am Schlachthof auf der einen Seite, und einem glücklichen Leben mit tierliebenden Menschen auf der anderen.

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