Tiertransporte

Gesetzesbruch der Regierung Teil 3: Illegale Kälbertransporte trotz EU-Mahnung toleriert

Schon 2014 haben wir aufgedeckt, wie jede Woche aus Niederösterreich über Bergheim in Salzburg und den Ritten bei Bozen über 2500 km und 90 Stunden österreichische männliche Kälber aus der Milchindustrie bis nach Spanien und Andorra transportiert werden. Dabei haltet man sich überhaupt nicht an die EU-Gesetze. Weder werden die Fahrtzeiten eingehalten, noch geschieht das Aus- und Einladen mit entsprechender Sorgfalt. Die Politik in Österreich schob die Verantwortung von sich, weit weg ins Ausland. Bei der Abfahrt seien die Transportzeiten ja noch nicht überschritten gewesen, was dann in Italien oder Spanien geschieht, entziehe sich dem Einfluss der österreichischen Behörden. Nette Ausrede.

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Kälbertransport: Tobis Reise vom Weinviertel nach Andorra

Seine Geburt war zwar nicht leicht, auf diesem Milchbetrieb bei Ernstbrunn im niederösterreichischen Weinviertel, doch letztlich gelang es den Menschen, ihn an Kopf und Beinen mit einer Geburtskette aus seiner Mutter heraus zu ziehen. Die Hochleistungsrassen haben eben oft Komplikationen bei der Geburt, dafür geben sie 10 Mal so viel Milch, wie ein Kalb bräuchte. Verwundert betrachtete Tobi seine Umgebung, war bald schon auf den Beinen und roch an seiner Mutter. Diese war aber über die gesamte Geburt hinweg mit einer Kette um den Hals angebunden und konnte sich so nicht um ihn kümmern, bis man Tobi zu ihr hin gezogen hatte.
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Österreichische Milchkälber: 90 Stunden über 2500 km nach Spanien transportiert!

Eine Säugetiermutter gibt nur Milch, wenn sie ein Kind geboren hat. Dieses grundsätzliche Faktum wird von KonsumentInnen von Kuhmilch gerne vergessen, erwähnt doch die Werbung nichts davon. Jedes Jahr gebiert die Kuh also ein Kalb. Für die weiblichen Kinder gibt es zumeist eine „Verwendung“, sollen sie schließlich die Mütter in der Milchherde nach kurzer Zeit ersetzen, wenn diese ausgelaugt sind und ihre Milchleistung zurückgeht. Die männlichen Kälber allerdings sind vom wirtschaftlichen Standpunkt aus „überflüssig“. Vor einigen Jahren noch gab es die sogenannte Herodesprämie, eine EU-Zahlung dafür, männliche Milchkälber in der nächsten Tierkörperverwertung vernichten zu lassen, um den Markt zu entlasten. Aufgrund großer Proteste wurde dieses Projekt beendet. Was geschieht nun mit den rund 80.000 männlichen Kälbern aus der Milchindustrie in Österreich, die jährlich „überzählig“ sind?
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