Tierversuche

Zweiter Prozesserfolg gegen Tierexperimentator Hess: Einstweilige Verfügung gegen mich aufgehoben!

Die TierausbeuterInnen haben wohl gedacht, jetzt, wo die Jagdelite wie Max Mayr-Melnhof und Alfons Mensdorff-Pouilly mich mehrfach klagen, haben sie ein leichtes Spiel, wenn sie sich einfach anschließen. Tierexperimentator Michael Hess jedenfalls hat gleich insgesamt 4 Klagen auf Unterlassung gegen mich eingebracht. Es geht um meine Kritik an seinen Tierversuchen. Da quält er nämlich über 100 Puten, indem er sie mit der Schwarzkopfkrankheit infiziert und ihnen so schweres Leid zufügt. Bei seiner ersten Klage hat er in der ersten Instanz eine Einstweilige Verfügung gegen mich erreicht, die aber jetzt von der zweiten und letzten Instanz, dem Wiener Oberlandesgericht, wieder aufgehoben wurde. Seine zweite Klage auf Einstweilige Verfügung bzgl. einer anderen Kritik von mir hat er bereits in erster Instanz verloren, allerdings läuft da noch die Berufung. Sämtliche Vorgeschichten zu diesen Klagen kann man hier nachlesen: http://www.martinballuch.com/?s=Hess. Mit diesem Erfolg jetzt habe ich die letzten 14 Zivilklagen, zu denen Urteile vorliegen, allesamt gewonnen. Es ist anzuerkennen, dass hier die Gerichte in Österreich die Meinungs- und Versammlungsfreiheit gegen die Klagswut von JägerInnen und TierexperimentatorInnen hochgehalten haben.

(mehr …)

Gericht weist „Mengele“-Klage von Tierexperimentator Hess gegen mich zurück!

Ich hätte wieder einmal mit dem Rechtsstaat gehadert. Tierexperimentator Michael Hess hatte mich ja schon wieder geklagt. Die erste Klage, siehe http://www.martinballuch.com/tierexperimentator-hess-gewinnt-einstweilige-verfuegung-ich-darf-seine-tierversuche-vorerst-nicht-mehr-kritisieren/, hat er ja einmal in 1. Instanz gewonnen. Wir haben berufen und ich bin guter Dinge, dass sich das Blatt noch wendet. Doch diesen gerade zitierten Bericht von dem Urteil hat Michael Hess als Anlass zu einer zweiten Klage genommen, siehe http://www.martinballuch.com/klagsbeantwortung-michael-hess-josef-mengele-und-tierversuche-an-puten/. Dazu liegt seit heute das Urteil vor: Die Klage wurde abgewiesen, Tierexperimentator Hess hat uns € 900 zu überweisen. Auch er könnte natürlich noch einmal berufen. Aber damit ist für mich als politischen Aktivisten, für den die Meinungsfreiheit und die Möglichkeit, TierexperimentatorInnen scharf zu kritisieren, sehr wichtig ist, die Welt – vorerst – wieder in Ordnung.

(mehr …)

Klagsbeantwortung: Michael Hess, Josef Mengele und Tierversuche an Puten

Ich habe nun die Klage von Michael Hess gegen mich, siehe http://www.martinballuch.com/unfassbar-tierexperimentator-michael-hess-von-der-vet-uni-wien-klagt-schon-wieder/, beantwortet:

Der Kläger behauptet, der Beklagte habe festgestellt, dass die vom Kläger durchgeführten Tierversuche mit Menschenversuchen in Konzentrationslagern im Dritten Reich völlig parallel seien. Das ist nicht richtig. Im genannten Zitat wurde vielmehr ganz klar eine Parallele zwischen der Rechtfertigung der Menschenversuche im Dritten Reich von den Tätern und Täterinnen auf der Anklagebank im Nürnberger Prozess, mit der Rechtfertigung der Tierversuche in Österreich vom Beklagten gezogen. Beide, so das Zitat, würden sich darauf berufen, nur Gutes für Artgenossen und Artgenossinnen ihrer Opfer zu wollen, und bei beiden, so das Zitat, sei diese Behauptung gleichermaßen zynisch und unglaubwürdig. Es handelt sich also überhaupt nicht um einen Vergleich zwischen den Versuchen selbst, oder den historischen Situationen, sondern zwischen den jeweiligen Rechtfertigungen für die Versuche durch die Täter und Täterinnen. Und diese sind in der Tat parallel.

(mehr …)

Unfassbar: Tierexperimentator Michael Hess von der Vet Uni Wien klagt schon wieder!!

Erneut SLAPP-Alarm, er kanns nicht lassen. Offenbar bringt es ihn und sein meinem Eindruck nach sehr hierarchisches Weltbild arg durcheinander, wenn er „von unten“ kritisiert wird. Michael Hess führt Tierversuche an Puten durch. An über 100 Puten. Und zwar Tierversuche, die schweres Leid verursachen. Die Haltung der Puten dürfte dabei auch ganz entsetzlich sein. Obiges Foto ist in der Geflügelklinik von Herrn Hess aufgenommen. Jedenfalls bemüht er nun schon zum wiederholten Mal das Gericht, um mir Kritik an seinen tierquälerischen Tierversuchen zu untersagen. Tierversuche, die schweres Leid verursachen, sind Tierquälerei, ganz egal ob sie legal durchgeführt werden oder nicht. Es gibt eben auch legale Tierquälerei. Was waren denn die Legebatterien anderes, die übrigens von Hess mir gegenüber zur Zeit, wie sie noch existierten, verteidigt worden sind. Er sagte mir sogar damals, dass er selbst in seinem Institut Hühner in Käfigen für Tierversuche halte und war sichtlich stolz darauf. Er wollte mich meinem Eindruck nach möglichst verletzen, weil er erkannte, dass ich mit Hühnern Mitgefühl hatte. Diese Art von Mensch ist Hess.

(mehr …)

5 Anträge an die Bundestierversuchskommission

Bundestierversuchskommission. Das klingt ja richtig progressiv! Und 5 TierschützerInnen dürfen Mitglieder sein, einer davon ich! Na bestens, meint man naiv, jetzt können das Tierversuchsgesetz und das Prozedere bei Tierversuchsgenehmigungen nur strenger werden. Weit gefehlt! Die Bundestierversuchskommission ist die einzige Kommission zu Tierversuchen, die laut Gesetz vorgesehen ist, und sie ist völlig zahnlos, ein Feigenblatt. Sie darf den Wissenschaftsminister beraten, gebunden ist er nicht an ihre Beschlüsse. Und Anträge für Genehmigungen zu Tierversuchen sieht man dort nicht, die bleiben wie eh und je geheim und werden nur von einzelnen BeamtInnen durchgewunken. Alles wie gehabt, sozusagen. Die Narrenfreiheit bei Tierversuchen ist erhalten geblieben. Und auf das Gerede von „Ethikkommissionen“ fallen nur unbedarfte Personen herein, oder jene, die für Tierversuche Propaganda betreiben. Diese sogenannten Kommissionen sind gesetzlich überhaupt nicht vorgesehen, bestehen aus den TierexperimentatorInnen selbst und haben ausschließlich die Funktion, Tierversuche nach außen zu rechtfertigen. Oder was halten Sie von einer Ethikkommission für Ölbohrungen, deren Mitglieder ausschließlich von Ölfirmen kommen?

(mehr …)

Ich habe jetzt Redeverbot an der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Im Rahmen eines Seminars am Messerli-Institut für Mensch-Tier Beziehung war ein Vortrag von mir für den 17. März 2016 vorgesehen. Es sollte um die Jagd auf gezüchtete Tiere gehen, um die Gatterjagd genauso, wie um das Aussetzen gezüchteter Fasane für die Jagd. Ein brisantes Thema momentan, stehen doch in verschiedenen Bundesländern Reformen dazu an. Und, wie immer bei solchen Kampagnen, gibt es Versuche der Tierindustrie und der Behörde, uns zu kriminalisieren, zu bekämpfen und zu behindern, wo es nur geht. Und eine Maßnahme ist nun offenbar ein Redeverbot an der Vet Uni Wien.

(mehr …)

Kriterienkatalog Tierversuche: Offener Brief an Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner

Sehr geehrter Herr Minister,

mit dem Erlass eines inexistenten Kriterienkatalogs im Rahmen einer Verordnung zur ethischen Schaden-Nutzen Abwägung haben Sie nun endgültig sichergestellt, dass in den nächsten Jahrzehnten keinerlei Tierschutzbedenken die völlige Narrenfreiheit für Tierversuche einschränken wird. Sie haben damit alle Versprechen Ihres Vorgängers im Jahr 2012 und sämtliche wissenschaftliche Forschungsergebnisse zum Kriterienkatalog in den letzten 3 Jahren mit einer Handbewegung verworfen. 4 Jahre lang Entwicklungsarbeit an dieser Idee sind nun von Ihnen völlig vernichtet worden. Sie haben beschlossen, auf die LobbyistInnen der Tierversuchsindustrie aus den Universitäten und den Pharmamultis zu hören. Tierschutz ist ja nur die Spinnerei einer idealistischen Bewegung ohne finanzieller Power, die kann man leicht ignorieren.

(mehr …)

Bankrotterklärung: Wissenschaftsministerium gibt wertlosen Kriterienkatalog in Begutachtung

Als im Jahr 2010 die EU-Richtlinie zu Tierversuchen bekannt wurde, begann die Reformdiskussion zum veralteten österreichischen Gesetz von 1989. Das Erschreckende dabei war und ist allerdings, dass diese Richtlinie eine sogenannte Deckelungsrichtlinie ist, d.h. es ist den Nationalstaaten in der EU nicht erlaubt, Tierversuche strenger als diese Richtlinie zu regeln. Das zeigt die ungeheure Macht der Tierindustrie und allen voran der Pharmafirmen. Bisher war es im Tierschutz immer selbstverständlich, dass jene Länder mit einer längeren Tierschutztradition, mit strengeren Regelungen vorangehen können. Nun hat man erstmals den Tierschutz nicht nur festgefroren, sondern die Tierschutzstandards aufs unterste Niveau nivelliert. Im Gegenzug wurde die sehr erfolgreiche EU-weite Bürgerinitiative mit deutlich über den vorgeschriebenen 1 Million beglaubigten Unterschriften gegen Tierversuche einfach ignoriert. Das ist Tierversuchspolitik in der EU und in Österreich: die kritische Mehrheitsmeinung wird völlig außer Acht gelassen.
(mehr …)

Politische Strategie: Forschung zu Alternativen von Tierversuchen wird finanziell ausgetrocknet

Es gibt da so ein nettes Heftchen des Vereins „Tierschutz macht Schule“ zu Tierversuchen. Darin hupft „Rita 3R“ durch die Seiten und fordert „Her mit den 3R!“. Also refine: verfeinern, reduce: vermindern, replace: ersetzen. Hot Spot: Frag einen Forscher/eine Forscherin an der Universität/einer Pharmafirma/eines Labors: „Wie setzen Sie die 3R um?“. Ob das wohl irgendeine SchülerIn einmal gemacht hat? Also mir antwortet die Rektorin der VetUni Wien auf meine Fragen zu Tierversuchen jedenfalls nicht. Aber für jeden Tierversuch in Österreich muss man doch auf einer Webseite öffentlich dazu Stellung nehmen, auf welche Weise man im Rahmen des Tierversuchs die 3R beachtet hat. Sehr instruktive Antworten findet man da: „Das Projekt wurde im Hinblick auf Verminderung, Verbesserung geprüft; die komplette Vermeidung ist aufgrund der Komplexheit der Erkrankung und Therapie nicht möglich.“ Punkt. Aus. Soviel dazu. Es wurde bzgl. den 3R geprüft. Auf welche Weise, was alles versucht wurde usw. erfahren wir nicht. Da müssen wir uns auf das Ehrenwort der TierexperimentatorInnen verlassen.
(mehr …)

Offener Brief an Vet Uni Wien Rektorin Sonja Hammerschmid

Sehr geehrte Frau Rektorin,

Sie haben kürzlich dem VGT eine Klagsdrohung wegen eines Tierversuchs geschickt, der der Effizienzsteigerung der Nutztierindustrie dient. Es war Ihnen ein großes Anliegen zu betonen, dass dieser Versuch nicht an Ihrer Universität stattgefunden hat, weil: „Die Veterinärmedizinische Universität Wien lehnt jede Verletzung des Tierschutzes und seiner rechtlichen Grundlagen ab.“ Jetzt haben Sie in der Tageszeitung „Der Standard“ eine 4-seitige Anzeige geschaltet, in der der Leiter der Universitätsklinik für Geflügel, Michael Hess, über seine Forschungsarbeit an der Schwarzkopfkrankheit bei Puten Auskunft gibt. Nun, zu diesem Thema gab es 2 Tierversuchsprojekte im Jahr 2014 in Österreich, in deren Verlauf insgesamt 150 Puten und 100 Hühner mit dieser Krankheit infiziert wurden. Tatsächlich gibt es sehr ähnliche Tierversuche in Österreich seit über 10 Jahren, ohne erkennbares Resultat. Den Angaben des Wissenschaftsministeriums ist zusätzlich zu entnehmen, dass diese Tierversuche schweres Leid verursachen, das ist die höchste der Stufen für Tierleid bei Tierversuchen.
(mehr …)