Wildtiere

Wildlife suffering – wildlife intervention?

A new proposal is floating through the movement, wildlife intervention to prevent wildlife suffering. If you are new to this topic, you might be forgiven for thinking wildlife suffering is referring to hunting, or trapping, or „pest control“ or car accidents. No, it is not. The proponents of this idea are talking about the, as they call it, „most abundant animal suffering on the planet“, the suffering of wild animals due to interpersonal conflict between themselves, predation and natural hardship. The solution proposed ranges from extending civilizational technologies into the wild to genetic modification of predators so that they become natural vegans. If you think that is a fringe issue, maybe it is, hopefully, actually, but I hear some people are preparing a conference on solely that question in Berlin next year.

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Begegnungen in der Tundra

Was zieht mich in die Tundra? Sicher nicht die karge Landschaft. Sogar Ameisen und Spinnen muss man hier erst suchen, bevor man sie findet. In einem Quadratmeter selbst wirtschaftlich genutzten Forstes in Österreich leben vermutlich mehr Tiere, als in einem Quadratkilometer Tundra. Aber genau deshalb ist es einer der letzten Orte, wohin man von der ständigen Präsenz der Menschheit fliehen kann. Dafür sind dort Begegnungen einer anderen Art möglich.

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Die weite Wildnis Nordskandinaviens

Eine Wildnis, eine echte Wildnis, muss man in Europa mit der Lupe suchen. Will man einmal weg von Menschheit und Zivilisation, ist es notwendig sich auf eine weite Reise in den Hohen Norden zu machen. Erst wenn das Klima so rau wird, dass neben winzigen Birken und halbhohen Kiefern keine Bäume mehr wachsen, erst wenn die Tundra beginnt, dünnt sich die menschliche Siedlungsfläche aus. Hier heroben lebten die Sami, aber da der Boden nicht bebaubar ist und kaum nutzbare Pflanzen wachsen, blieb für lange Zeit nur der nomadische Lebensstil, der kaum Spuren hinterlässt. Jetzt sind auch die Sami in die Städte abgezogen.

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A Wolf Called Romeo – ein Buch von Nick Jans

Wenn mich jemand nach einem Anti-Jagd Buch fragt, würde ich ihm das Buch „A Wolf Called Romeo“ nennen, von einem Mann geschrieben, der selbst jahrzehntelang gejagt hat. Der Autor ist aus Begeisterung für die Wildnis als junger Mann von der Ostküste der USA nach Alaska gezogen, hat sich als Jagdgehilfe verdungen und schließlich 20 Jahre lang in der Wildnis mit Inuits gelebt und gejagt. Er habe von Kindheit an mit der Natur immer die Jagd verbunden, schreibt er, das habe er nie hinterfragt. Doch einige Erlebnisse ließen ihn zu zweifeln beginnen. So erinnert er sich, wie er ein Wolfspaar erschossen und gehäutet hatte. Als er Tage später zum Tatort zurück kam, saß dort das ganze Rudel um sein totes Elternpaar und trauerte, ein Anblick, der ihm tief ins Herz schnitt. Ein andermal begegnete er einem Marder, der sich ihm gegenüber so vertraut verhielt. Und schließlich wachte er einmal auf einem Jagdtrip inmitten einer Karibuherde auf, die sich in der Nacht um ihn herum niedergelassen hatte. Als er sich dann in eine vegane Tierrechtlerin verliebte, errichtete er mit ihr am Rand der Hauptstadt von Alaska ein Haus mit Blick auf die Wildnis und hängte das Jagdgewehr an den Nagel.

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Auf Du und Du mit den Bisons

Der Forstarbeiter hatte uns noch mit Händen und Füssen erklärt, dass die Bisons da drüben wären, „sus, sus!“, ganz oben. Wir machen uns auf den Weg. Schon nach wenigen Schritten knackt es laut im Unterholz. Ein Bison? Bei einer Sichtweite von 3 m sind wir lieber vorsichtig. Kuksi, mein kleiner Leibwächter, immer dicht dabei, bleibt jetzt hinter mir zurück. Also ziehen wir hinauf in den offenen, alten Wald. Schließlich erreichen wir einen kleinen Gipfel auf 1030 m Höhe. Hier breiten sich Wiesen aus, der ideale Lebensraum für die Bisons. Bald finden wir Kothaufen. Der erste ist ein paar Tage alt, der letzte schließlich ganz frisch. Und Fußspuren von Bisons sind hier auch jede Menge zu sehen. Doch keine Tiere.
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Zum Auswilderungsprojekt Europäischer Bisons im Tarcu Gebirge

Der Europäische Bison ist das größte Säugetier dieses Kontinents. Wo soll ein Wesen mit bis zu 1000 kg Körpermasse auf diesem vollgestopften Kontinent noch frei leben können? 1927 wurde der letzte seiner Art im Kaukasus von einem Jäger erschossen. Gerade einmal 54 Tiere gab es damals noch in verschiedenen Zoos. Dort wurde er gezüchtet und schließlich knapp 30 Jahre nach seinem Aussterben wieder ausgesetzt. Heute gibt es mehr als 3000 Bisons in Europa in Freiheit. Seit 2014 wird auch in den Südkarpaten, im Tarcu Gebirge, einem 60.000 Hektar umfassenden Natura 2000 Reservat, eine Auswilderung einiger Dutzend dieser Tiere angegangen. Ich habe mir das Projekt persönlich angesehen.
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So sieht die Bärenjagd in Rumänien aus!

In den Südkarpaten gibt es noch die ursprünglichen Raubtiere, verspricht eine Annonce in einer Jagdzeitschrift, über einen Jagdveranstalter kann man dort Bären schießen gehen. Großartige Trophäen werden versprochen, und das lockt den großen weißen Jäger aus Westeuropa und den USA. Oder auch die Jägerin, wie uns Melissa Bachmann beweist, siehe z.B. http://www.mirror.co.uk/news/world-news/melissa-bachman-sparks-outrage-after-2798136. Diese Dame schießt Löwen in Südafrika, und eine ganze Reihe anderer exotischer Tiere. Von einem eingerichteten Versteck aus. Und kommt aus dem Schwärmen ob ihres tollen Jagdglücks gar nicht mehr heraus.
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Die Atmosphäre der Wildnis

Seit langem gehen wir nun schon weglos durch den urtümlichen Wald. Riesige Buchen ragen hier auf, mit dicken Stämmen, die sich in bis zu 4 eigene Bäume teilen. Dazwischen abgestorbene Tannen, tote Baumleichen, die in der Hälfte ihrer Höhe abgebrochen sind. Die Reste vermodern im tiefen Waldboden. Langsam wird es düster. Weit und breit keine Lichtung zu sehen. Links unten eine Wasserstelle. Dort gibt es viele Spuren im morastigen Boden und tatsächlich, mitten drin, die von einem Bär.
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Wildniswanderung: wenn Kühe wild werden

Endlich haben mein Hundefreund Kuksi und ich wieder Zeit gefunden, in die Wildnis zu gehen. Was heißt Wildnis, wir waren 4 Tage in den Niederen Tauern in der Obersteiermark. Urwald gab es keinen, aber es ist durchaus auch heute noch möglich, 4 Tage lang in Österreich unterwegs zu sein, und weder eine Forststraße zu betreten, noch mehr als 3 Menschen zu treffen – und die nur am Anfang der Tour. Wir hörten zwar kein Wolfsrudel heulen und sahen keine Spuren von Bären – die hat man hier leider schon vor langer Zeit ausgerottet, aber wir begegneten Raben, Rehen, Gemsen, insgesamt 4 Schlangen (davon eine Kreuz- und eine Höllenotter) und einem Mäuschen auf 2300 m Seehöhe. Ja, und Kühen.
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Wildnis Teil 2: Die Natur ist nicht so grausam

Am bekanntesten ist vermutlich die Betonung des angeblichen Schreckens des Naturzustandes in Thomas Hobbes‘ „Behemoth“, in dem der Kampf alle gegen alle dargestellt wird und nur durch eine staatliche Zivilisation überwunden werden kann. Vom „survival of the fittest“ und „nature red in tooth and claw“ schreibt auch Richard Dawkins in seinem Buch „The Selfish Gene“. Und Immanuel Kant sieht sogar eine moralische Verpflichtung des Menschen darin, sich von der Natur loszusagen und staatlich zu organisieren, um die Freiheit erst zu ermöglichen. Die Natur sei also ein ständiger Kampf ums Überleben, grausam, brutal, kurzlebig. Auch die Giordano Bruno Stiftung spricht davon, wie grauenhaft es in der Natur zuginge, weshalb u.U. sogar angedacht werden müsste, zivilisatorisch einzugreifen. Heute merken wir diese Einstellung u.a. daran, dass Nutztiere in Tierfabriken weggesperrt und Haustiere, wie Hunde, aus immer größeren Bereichen der Gesellschaft verdrängt werden. Das bürgerliche Bedürfnis nach Sauberkeit umfasst eine Ablehnung von Tieren, eine Abgrenzung der Zivilisation von der Natur.
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