Genesis: Veganismus, ein 3000 Jahre altes ethisches Ideal

Für manche ist sie das Wort Gottes, mit göttlicher Inspiration geschrieben. Entstanden ist sie etwa vor 3000 Jahren, die Genesis, das erste Buch des Alten Testaments der Bibel. Eine Geschichte der Entstehung der Welt, wie sie ein Hirtenvolk aus der Wüste vermutlich über Generationen in mündlicher Überlieferung erzählt hat. Erstaunlich dabei, dass Gott anfänglich die Welt vegan erschaffen hat: Und Gott sprach: Siehe, ich habe Euch alle samentragenden Pflanzen gegeben, die auf der Erde wachsen, und jeden Baum, an dem samenbringende Baumfrucht ist: Sie sollen Euch zur Speise sein; und allen Tieren auf der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich alle grünen Pflanzen zur Speise gegeben. (Gen 1:29-30)

Bemerkenswert, dass dieses Hirtenvolk vor 3000 Jahren Gewalt gegen Tiere, auch der Tiere untereinander, als schlecht gesehen hat, gegen den Willen eines Gottes, der an sich gut sein soll. Das paradiesisch-ethische Ideal war vegan – selbst in den Augen dieser Menschen, die sicherlich selbst nicht vegan gelebt haben. Übrigens: im obigen Bibelzitat wird den Tieren eine „lebendige Seele“ zugedacht, in anderer Übersetzung „der Atem des Lebens“. Also auch das Hirtenvolk vor 3000 Jahren sah in Tieren im Wesentlichen seinesgleichen.

Ebenfalls interessant, dass die Bibelstelle „Macht Euch die Erde untertan“ unmittelbar vor diesem Vegan-Gebot kommt (Gen 1:28): Seid fruchtbar und vermehret Euch und füllt die Erde und macht sie Euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen! Und Gott sprach: Siehe, ich habe Euch alle samentragenden Pflanzen … Dieses „Herrschen“ muss also im Rahmen einer gewaltfreien, veganen Rücksichtnahme auf Tiere gemeint gewesen sein.

Doch die Welt blieb nicht paradiesisch, das fiel auch dem Hirtenvolk auf. Menschen fressen Tiere, Tiere sich gegenseitig, Gottes ursprünglicher Wille wurde ignoriert. Und die Erde war verdorben vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat. Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf der Erde. Und Gott sprach zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie (Gen 6: 11-13). Anschließend bringt Gott alle Menschen und Tiere um – lässt aber einige wenige am Leben, mit denen er einen neuen Bund schließt, mit den Tieren übrigens explizit genauso wie mit den Menschen. In diesem neuen Bund erlaubt er nun Menschen wie Tieren das Fleischessen (genaugenommen auch das von Menschen): Alles, was sich regt, was da lebt, soll Euch zur Speise sein; wie vorher die grünen Pflanzen, gebe ich Euch nun alles. Gen (9:3)

Das Hirtenvolk vor 3000 Jahren sah also den Veganismus als ethisches Ideal an, bei Isaiah 11 finden wir auch die Zukunftsvision des Paradieses vegan. Doch weil Mensch und Tier fehlbar und schwach sind, ist ihnen momentan erlaubt, von diesem Ideal abzuweichen. Aber dieses Abweichen wird gleich relativiert: Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut darin, sollt Ihr nicht essen Gen (9:4). Welches Fleisch hat kein Blut darin? Intuitiv würde ich sagen, damit kann nur Aas gemeint sein. In der christlichen Tradition wird dieser Aspekt überlesen, man sieht darin Symbolik, vielleicht die Aufforderung nach einem Ritual, aber keine signifikante Abweichung von der Erlaubnis, Fleisch zu essen und Tiere (eigentlich auch Menschen) dafür zu töten.

Nun, wir haben die klare Feststellung in Genesis 1:30, dass Tiere eine lebendige Seele haben. Diese Seele wird nach Gen 9:4 durch das Blut symbolisiert, das den Körper durchfließt. Andrew Linzey, der anglikanische Vordenker einer Befreiungstheologie für Tiere, sieht darin die Feststellung, dass kein Mensch das Recht hat, Tiere zu töten, um sie zu essen, oder aus irgendeinem anderen Grund. Die Seele auch der Tiere gehöre Gott und niemandem sonst. Daher müsse man für jede Tötung eines Tieres einen sehr guten Grund haben. Gott würde hier nur die Erlaubnis geben, Tiere zu töten und zu essen, wenn das zum eigenen Überleben notwendig ist. Dem Hirtenvolk vor 3000 Jahren hat sich vielleicht die irdische Welt so dargestellt, dass niemand ohne zu töten überleben kann. Deshalb die Konzession Gottes in der Genesis, aber nur unter der Bedingung, dass es wirklich notwendig ist. Heute ist das Töten von Tieren zur Ernährung in industrialisierten Nationen nicht mehr notwendig. Entsprechend würde uns die Ethik dieses Hirtenvolkes vor 3000 Jahren zum Veganismus verpflichten – bindend für alle bibelgläubigen ChristInnen.

11 thoughts on “Genesis: Veganismus, ein 3000 Jahre altes ethisches Ideal

  1. alice says:

    Mir sind diese Bibelstellen noch nie aufgefallen und ich finde sie durchaus interessant. Natürlich nicht, um in einer Art Bibelfundamentalsimus gegen Fleischkonsum zu argumentieren, was ja sicherlich auch nicht Martin Balluchs Intention war, aber als prinzipielle Linie einer geglaubten ursprünglichen Schöpfungsabsicht durchaus. „Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen“, Gen 9,3, bestätigt in einem anderen, später gedachten Kontext noch einmal, dass ursprünglich nur Pflanzen als Nahrung dienen sollten. Zumindest dem Menschen, der diese Worte zu Papier brachte, war also das ursprüngliche Fleischverbot durchaus noch bewusst, was dafür spricht, dass die Aussage von Gen 1,29 einst sehr wohl wahrgenommen wurde.
    Leider verbietet Gen 9,4 nicht Fleisch, in dem noch Blut „fließt“, sondern solches, in dem noch Blut „ist“, was nicht zum Respekt vor lebenden Tieren, sondern ganz im Gegenteil zu der religiösen Praxis des Schächtens geführt haben dürfte. Meine Zitate beziehen sich auf die Einheitsübersetzung. Ich beherrsche kein Hebräisch. Sollte jemand dieser Sprache kundig sein, wäre es interessant, ob „fließt“ nicht vielleicht sogar eine zulässige andere Übersetzungsmöglichkeit wäre.
    Auch das Fleisch geschächteter Tiere enthält Blut, keine Frage. Im Aas fließt kein Blut mehr, aber das Blut ist in gestockter, teils zersetzter Form natürlich auch im Aas vorhanden…

    Eine kleine Frage zum Töten von Tieren, außerhalb biblischer Zusammenhänge: In meiner Wohnung habe ich immer wieder kleinere Invasionen von Lebensmittelmotten. Ich hasse es, sie umzubringen, aber was ist die Alternative? Einst habe ich sie per Glas und daruntergeschobenem Karton eingefangen und ins Freie befördert – in den Wintermonaten wahrscheinlich grausamer als der schnelle Tod per Fliegenklatsche, die ich für Fliegen übrigens nicht verwende.

  2. Angelika says:

    Ja, diese Bilbelstellen der Genesis sind mir auch schon aufgefallen !!!
    und ich sehe sie sehr ähnlich wie Herr Balluch, leider ist das nicht , und schon gar nicht in der katholische Kirche tradiert….

  3. Susanne Veronika says:

    „Es sind viele verschiedene Geschichten aus verschiedenen Zeitungen“ … aus verschiedenen Zeiten sollte das selbstverständlich heissen.

  4. Susanne Veronika says:

    Um zu belegen, dass ich mir das nicht aus den Fingern sauge:

    „Dabei ist die Beobachtung wichtig, dass man sich nicht davor scheute, Vorstellungen der Nachbarvölker aufzunehmen. So spiegeln sich in der Vorstellung vom Chaoskampf kanaanäische Mythen, Gen 1 bezeugt die Aufnahme mesopotamischer und ägyptischer Vorstellungen und in Psalm 104 sind gar Teile eines ägyptischen Sonnenhymnus zitiert worden.“ https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/schoepfung/

    ………

    Es sind viele verschiedene Geschichten aus verschiedenen Zeitungen von verschiedenen Völkern. Alleine diese Schöpfungsgeschichte besteht aus mindestens zwei verschiedenen Geschichten, die sicher auch mehrmals umgeschrieben und umgedeutet wurden. Ich halte es für sinnlos, daraus irgendwelche Tierrechte konstruieren zu wollen. Warum muss man das denn überhaupt? Wir leben heute und wir brauchen doch keine Menschen die vor Jahrtausenden gelebt haben damit sie uns sagen was wir für richtig halten!

    ….

    Wenn dort steht: „denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf der Erde. Und Gott sprach zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie“ (Gen 6: 11-13). , dann bedeutet das nicht „Fleisch“ welches man isst. Man ist fleischlich. Diese Geschichte ist auch bekannt unter dem Namen Gilgameschepos und das entstand aus dem Atraḫasis-Epos. Es geht dabei um die Erschaffung des Menschen aus dem Lehm des Abzu und einem Gott der geschlachtet wurde (Lehm bedeutet eigentlich Materie) damit die Menschen erschaffen werden konnten. Eine absolut blutrünstige Geschichte.

    …. Amerikanische, anglikanische Vordenker sollte man überhaupt mit Vorsicht genießen – und das meine ich jetzt bildlich gesprochen und nicht wörtlich. 😉

  5. quark says:

    Die von Ihnen zitierten Stellen wurden vor 3.000 Jahren geschrieben – nämlich als zitierbare Stellen und nicht nur als Grundlage für eine spätere Neuverfassung (die immer auch Neuinterpretation ist)? Können Sie dafür eine Quelle angeben? Und in welcher Sprache, in welcher Schrift? Es würde mich sehr interessieren, dankeschön.
    Gibt es außer Ihnen noch irgendeine Person oder Quelle, die diese Stelle anstatt auf das Ausbluten von geschlachtete Tieren auf „Aas“ beziehen würde? Das erscheint mir doch reichlich abstrus.
    Eine abstruse Interpretation aufs Geratewohl mag für Sie als Witz hinreichen – für mehr ist sie wohl nicht zu gebrauchen.
    Viel spannender ist doch die folgende Situation:
    i. Sie finden in einem sehr alten religiösen Text im Grunde eine grundsätzlich moralische Verurteilung des Tötens von Tieren – wenn auch nur auf der Ebene eines Ideals.
    ii. Sie selbst leben – in jedem Fall viele hunderte Jahre später – in einer Zeit der vollkommen säkularisierten, rein profitorientierten und umfassend moralisch akzeptierten Tierausbeutung in historisch nie geahnten grauenvollen Dimensionen.
    iii. Sie sind aber trotzdem säkularer Fortschrittsoptimist.
    .
    Können Sie das in einen philosophischen Zusammenhang bringen? 🙂 Das wär doch eine nette Hausübung für Sie.

  6. Susanne Veronika says:

    Die Bibel ist ein religiöses Buch mit religiösen und kulitschen Inhalten. Die Geschichten sind teilweise so alt, dass auch die Israeliten und später die Juden sie nicht mehr verstanden haben. Da werden viele alte Kulte und Religionen miteinander vermischt, aus Göttern wird plötzlich ein Gott, Ereignisse und Namen werden umgeändert. Die Christen haben vieles wieder anders verstanden. Zudem gibt es Übersetzungsfehler. Man kann in der Bibel alles mögliche finden und deshalb alles mögliche begründen, weil sich die Geschichten aufgrund ihrer verschiedenartigen Herkunft zum Teil sogar widersprechen. Einiges wurde auch unterdrückt und ausgemerzt. Dasselbe gilt für den Koran und andere religiöse Bücher die auf diesen, oder ähnlichen Geschichten aufbauen. Die Bibel enthält z.B. Speisevorschriften die sich auf Tiere beziehen, von denen man heute gar nicht mehr weiß was für Tiere das sind, falls es sie überhaupt noch gibt. Es gab bestimmte Opfertiere, die zum Teil anderen Völkern heilig waren – und umgekehrt. Jedenfalls gibt es kein Hirtenvolk das vegan ist. Gerade die Bibel bezieht sich auf tierisches Brandopfer, welches sie höher schätzt als geopferte Pflanzen. Diese Völker dachten anders als wir heute denken. Das Blut wurde ja auch nicht einfach weggeschüttet, sondern auch mitunter auf einen Altar gespritzt. Nietsch hat so einen Kult eines Hirtenvolks aufgegriffen, bei dem es um Blut geht. Blut war für die Menschen ein besonderer Saft, deshalb auch die Angst der semitischen (aber auch anderer) Völker vor dem weiblichen Menstruationsblut. Das kann jeder selbst nachlesen. Wenn man einen Menschen überzeugen möchte auf Fleisch zu verzichten, kann man sich schwer auf die Bibel an sich berufen. Jedenfalls nicht in dieser Form. Wer das nicht versteht sollte einmal Diskussionen von religiösen Fanatikern lesen. Gibt es im Internet. Da wird plötzlich jedes Wort bedeutungsschwanger, auch wenn es noch so unwichtig ist und man legt es aus wie man es braucht. Es gab aber auch verschiedene Sekten die vegan, oder vegetarisch gelebt haben. Von den Juden weiß ich nur, dass es eine Bestimmung gibt, dass man Enten keine Federn bei lebendigem Leib ausreißen darf, weil das grausam wäre. Ich weiß aber nicht mehr wo ich das gelesen habe. Darauf könnte man in gewisser Weise aufbauen. Ein Verbot, grausam gegenüber Tieren zu sein. Das gilt aber nur für Juden.

  7. Martin Balluch says:

    quark, Sie sind ermüdend. Die Genesis wurde nach gängiger Auffassung vor 3000 Jahren geschrieben, die ganze Bibel nicht. Richtig, zusammengestellt, wurde sie ebenfalls viel später aber, wie gesagt, das ist für meinen Punkt nicht relevant. Für mich relevant war, dass die von mir zitierten Textstellen von Leuten geschrieben wurden, die vor 3000 Jahren gelebt haben und sich sicher nicht als jüdisch definiert haben, weil es zu dieser Zeit mangels Bibel oder anderen heiligen Büchern kein Judentum gab.

    Mein Verweis auf das Aas war eine Interpretation der Intention der SchreiberInnen des 3000 Jahre alten Textes, GANZ UNABHÄNGIG davon, was TheologInnen Jahrtausende später daraus gemacht haben oder machen wollen. Das war der ganze Witz des Blogeintrags. Schade, dass er Ihnen entgangen ist.

  8. quark says:

    Wikipedia schafft das Unmögliche: „Unter dem „jüdischen Volk“ werden sowohl das historische Volk der Israeliten als auch dem jüdischen Selbstverständnis gemäß alle Juden verstanden, die nach der Tora von den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob abstammen.“

    Was Sie heute als Bibel lesen können ist nicht 3.000 Jahre alt sondern erst viel später systematisiert und zusammengestellt worden – dadurch wurden es dann spezifisch jüdische Inhalte.

    In Bezug auf das Blut: Es geht hier nicht um einen pathologischen Befund, sondern um Glaubensinhalte und da ist eindeutig, wie „Aas“ bewertet wird, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Treif

    Ich denke, der Wert intuitiver theologischer Thesen auf Basis von Wandererlebnissen ist eher begrenzt.

  9. Martin Balluch says:

    Ich denke es ist unmöglich, von Juden und Jüdinnen zu sprechen, wenn es um die Zeit von vor 3000 Jahren geht, bzw. noch deutlich früher, da ja diese mündlichen Überlieferungen auch ihre Zeit zur Entwicklung gebraucht haben.

    Ausbluten hilft auch nichts: ein bisschen Blut bleibt auf jeden Fall im Körper. Und diese Bibelstelle gibt nicht die Quantität des Blutes an.

    Auf meinen Wanderungen sehe ich oft frisch gestorbene oder aus der Lawine ausapernde tote Tiere, deren Blut noch fließt. Ich sehe aber noch öfter Tiere, die schon lange tot sind, also Aas, und die keinen einzigen Tropfen Blut mehr enthalten.

  10. Susanne Veronika says:

    Tut mir Leid wenn ich das so offen sage, aber dieser Artikel ist … sagen wir mal … nicht sonderlich klug. Erstens hat das „Hirtenvolk“ zum größten Teil jahrtausende alte Geschichten anderer Völker einfach gesammelt und zum Teil umgedeutet. Zweitens dachte man, die Seele/Lebenskraft würde im Blut sitzen, deshalb „blutet man das Tier aus“ = Schächten. Das Blut ist nicht ursprünglich „unrein“, sondern tabu.

  11. quark says:

    Für die zitierte „christliche Tradition“ ist ebenso wie für diesen Artikel bezeichnend, dass die Bezeichnung der Tradition, die sich hier angeeignet wird, konsequent unterschlagen wird: Es ist die jüdische Tradition – welcher durch das Christentum keine wesentlichen ethischen Inhalte mehr hinzugefügt wurde, im Gegenteil. Sie können gerne auch Israelit_innen oder Hebräer_innen sagen, Juden und Jüdinnen leben dennoch auch heute noch.

    „Daher müsse man für jede Tötung eines Tieres einen sehr guten Grund haben. Gott würde hier nur die Erlaubnis geben, Tiere zu töten und zu essen, wenn das zum eigenen Überleben notwendig ist. “
    Vergleichen wir: „Es ist verboten, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten.“
    Göttliches wie weltliches Gesetz ist leider sichtlich sehr geduldig – der scheinbar eindeutige Wortlaut schützt nicht vor der normierenden Kraft der faktischen gesellschaftlichen Tierausbeutung.

    PS: „Aas“ ist nicht Fleisch, das kein Blut enthält – im Gegenteil, es gilt eben deshalb sogar exlizit als „unrein“, ebenfalls in der jüdischen Bibel nachzulesen. Die Vorstellung vom Blut als Sitz der Seele hat bekanntermaßen als Konsequenz die Forderung, getötete Tiere möglichst vollständig ausbluten zu lassen.

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