Depression

Depression und Technik

Ist diese technische Entwicklung nicht großartig? Von schnellen Autos, warmen Häusern, superdünnen Fernsehern und App gefüllten Handys, bis zu High-Tech Spitälern, Computern, dem Internet, Flugzeugen und, genau, der Gentechnik. Bereichert und verlängert das alles nicht großartig unser Leben? Müssen wir nicht alle uns äußerst glücklich schätzen, heute statt in früheren Zeiten zu leben, sei es im weltkriegschwangeren 20. Jahrhundert, dem tiefen Mittelalter oder gar der Steinzeit? Klingt überzeugend. Bis man erfährt, dass heute in England der Selbstmord die Todesursache Nummer 1 bei Männern unter 40 ist, und laut WHO die Depression Menschen in noch nie geahntem Ausmaß weltweit heimsucht. Überall, wo die Technik Einzug hält, ist die Depression auch nicht weit. Das gilt nicht nur für Menschen. Viele unserer Haustiere werden ebenso depressiv, insbesondere Hunde und Katzen, Anti-Depressiva sind laut New Scientist bei Hunden eine der häufigsten Medikamentationen in England, und der Wiener Tierschutzverein hatte in seinem letzten Vereinsheft einen Artikel darüber, wie man depressive Katzen behandeln kann. Was läuft da falsch?

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Sensibilität und Depression bei TierschützerInnen

Als ich den biografischen Film über Falco sah, war ich einigermaßen darüber entsetzt, wie dieser Mann mit seinem Ruhm offensichtlich überhaupt nicht fertig wurde. Von anderen großen Musikstars hört man ähnliches. Dagegen schien Schistar Marcel Hirscher in der Sendung „Willkommen Österreich“ im ORF total in seiner Mitte. Auch andere Schistars können mit ihrem Erfolg locker umgehen, kaum einer, der deswegen zu Kokain gegriffen hätte oder depressiv geworden wäre. Die Vermutung liegt nahe, dass MusikerInnen als KünstlerInnen viel sensibler sind, während SportlerInnen zu sich hart sein müssen und diese Härte vielleicht auch auf ihre Wahrnehmung der Welt übertragen. Erhöhte Sensibilität also als Grund für eine depressive Lebenseinstellung?
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