Falter

„Tierschützer. Staatsfeind“ – ein Buch über U-Haft und Gerichtsverhandlung im Tierschutzprozess

Normalerweise rezensiert man nicht seine eigenen Bücher. Die Beurteilung über deren Qualität und den persönlichen Eindruck, den sie einem vermitteln, muss man anderen überlassen. Außer man hat das jeweilige Buch vor 10 Jahren geschrieben. Dann hat man nämlich vieles darin schon vergessen und liest alles tatsächlich ein bisschen wie ein Außenstehender.

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Über den sogenannten „KZ-Vergleich“

Als Flüchtlinge in einem Container erstickten, nutzte das der Falter wieder für einen Seitenhieb auf die „pathologische Empathie“ von TierschützerInnen, siehe oben. Jaja, der KZ-Vergleich. Wenn man kein anderes Argument mehr hat, dann war Hitler Vegetarier, Peter Singer ein Eugeniker und die TierschützerInnen antisemitisch wegen dem Vergleich von Tierfabriken mit KZs des Dritten Reichs. Ermüdend langweilig. Aber, ich muss zugeben, dass diese Vorwürfe heute deutlich weniger häufig geäußert werden, als noch vor 20 Jahren. Damals, etwa 2000, schrieb ich den folgenden Text zum sogenannten KZ-Vergleich, der bis heute für mich Gültigkeit hat und alles dazu sagt, was man vernünftiger Weise dazu sagen kann. Mein Artikel ist zwar noch online, http://archiv.veggie-planet.at/warumvegan/tierrechte/ueber_den_sogenannten_kzvergleich.html, aber ich vermute nicht sehr bekannt. Deshalb möchte ich ihn nun hier auf meinem Blog sozusagen archivieren.

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Replik an Florian Klenk

Florian Klenk hat sich im Falter wieder zur Tierschutzcausa zu Wort gemeldet. Das war nicht sein erster Erguss zu diesem Thema, unmittelbar nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft sah sich Klenk bereits genötigt, ohne mit mir auch nur ein Wort zu wechseln gleich 4 Artikel über mich zu schreiben. In diesen Artikeln wurde mir direkt unterstellt, ich würde Terror ausüben.

Nicht viel anders liest sich der neue, nach 1½ Jahren Pause jetzt wiederum im Falter erschienene Artikel von Klenk. Diesmal hat Klenk mich immerhin vorher interviewt. Doch war das eine vergebliche Liebesmüh, denn das, was ich dabei mitgeteilt habe, schien ihm offenbar nicht relevant genug, um es in seinem Artikel zu erwähnen. Wiederum werde ich als Schwerverbrecher hingestellt und die über alle Zweifel erhabene SOKO habe tapfer und mit gutem Recht für Demokratie und Freiheit gekämpft. SOKO-Leiter Zwettler wird sogar als Held im Kampf gegen gewalttätige Neonazis dargestellt, der jetzt quasi seinen gerechten Krieg gegen terroristische TierschützerInnen fortsetzt. Gewalttätige Neonazi Attacken und Stinkbomben in Pelzgeschäften, nach Klenk offenbar vergleichbare Aktivitäten. Schon Univ.-Prof. Kurt Remele wunderte sich 1992 in seiner Dissertation „Ziviler Ungehorsam“, wie es Menschen geben kann, die nicht zwischen den Gewalttaten des Ku Klux Klan und den Kampagnen von Martin Luther King unterscheiden können. Beide würden schließlich das Gesetz brechen, die Motive seien dann egal. Klenk kann hier offenbar auch keinen Unterschied erkennen. (mehr …)