Fleisch

Der Billionenhandel mit den Fischen

Fisch10 tote Fische bei der Aktion am Museumsplatz in Wien. So vielen kann ich noch in die Augen schauen, sie als Individuen erkennen. 1000 tote Fische – langsam schwindet der Überblick. In Österreich werden laut einem neuen internationalen Bericht von Compassion in World Farming, einer englischen Tierschutzorganisation, 8 Millionen Fische pro Jahr in Fischzuchten aufgezogen, um sie zum menschlichen Verzehr zu verkaufen. 8 Millionen! Etwa so viele, wie es ÖsterreicherInnen auf dieser Welt gibt.
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Schlachthöfe – soll das zivilisiert sein?

TEDTalkAndrasForgacs

Andras Forgacs begann seine Wissenschaftskarriere mit der Gründung einer Firma zur Herstellung von menschlichem Gewebe im Labor für Anwendungsbereiche in der pharmazeutischen Industrie. Eines Tages wurde er gefragt, ob er nicht auch tierliches Gewebe wie Leder in seinem Labor herstellen könnte. Also gründete er mit seinem Vater die Firma Modern Meadow, die jetzt tierliche Hautzellen billionenfach vermehrt und zu künstlichem Leder zusammensetzt.
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Sensationell: bereits 9% bzw. 760.000 VegetarierInnen in Österreich!

Anfang 2005 führte die EU-Kommission eine Umfrage unter allen EU-BürgerInnen über ihr Kaufverhalten in Sachen Tierschutz durch. Im Juni 2005 wurde das Ergebnis als Eurobarometer veröffentlicht: http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/euro_barometer25_en.pdf. Damals deklarierten sich 2,9% der ÖsterreicherInnen als vegetarisch, also 230.000 Menschen. Immerhin lag Österreich da schon hinter Großbritannien, Luxemburg und Irland auf Platz 4 in der EU. Erstaunlich für ein Land mit Wurst- und Schnitzeltradition. Laut österreichischem Ernährungsbericht ist dieser Prozentsatz offenbar seit einigen Jahren unverändert gewesen.

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Fleisch der Zukunft: Burger aus dem Labor oder Insekten?

Am 5. August 2013 wurde in London unter großer öffentlicher Anteilnahme ein im Labor aus Stammzellen von Rinderschultern produzierter Fleischburger verköstigt. Übrigens von einer österreichischen Ernährungsexpertin, die ihn als zu wenig gesalzen empfand. Dieses Muskelfleisch war in einer Nährlösung mit Zellen aus Rinderföten gewachsen. Kosten € 250.000. Dennoch: die Herstellung dieses Fleisches würde im Prinzip kein Tierleid voraussetzen, braucht nur 55% der Energie von Massentierhaltungsfleisch, setzt 96% weniger Treibhausgase frei und nutzt nur 1% des Landes. Eine Vision der Zukunft? Immerhin könnte man dabei sogar sich selbst essen, indem man eigene Stammzellen verwendet. Muskelfleisch des eigenen Körpers würde zweifellos die ideale Aminosäurenzusammensetzung des Proteins liefern.

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Ist Mord doch normal? USA-Drohnenpolitik und Guantanamo

 

Der Film „Zero Dark Thirty“, den ich mir, ehrlich gesagt, aus Abscheu vor Gewaltszenen nicht anschauen werde, thematisiert die Folterpraktiken der USA. Allerdings scheint er die Folter zumindest moralisch neutral als effektiv darzustellen und hat deswegen, wie ich meine, berechtigte Kritik ausgelöst. Der Kurier nahm das letztes Wochenende zum Anlass, um über Guantanamo zu berichten. Dort in Kuba sitzen seit nunmehr 12 Jahren momentan noch 166 Männer ein, ohne Anklage, ohne begründeten Verdacht, ohne richterliche Weisung, zum Teil sogar noch immer ohne Kontakt zu AnwältInnen. Und diejenigen, die AnwältInnen bekommen, müssen mit Angehörigen des US-Militärs Vorlieb nehmen. Insgesamt dürften 800 Männer in diesem Lager festgehalten worden sein, und davon selbst nach US-Maßstäben fast alle unschuldig. Das Ende dieses Lagers ist nicht abzusehen, auch Obama wurde wortbrüchig, die Medien berichten, dass die Kommission zur Auflösung des Lagers selbst jetzt aufgelöst wurde.

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Braucht mein Hund die Wildnis?

Es ist berührend, wie sehr sich viele Menschen darüber sorgen, ob, abseits von ernährungsphysiologischen Ansprüchen, ein Hund vielleicht darunter leidet, nie in Fleisch hineinbeißen zu können. Es sei natürlich für Hunde, Fleisch zu essen, also würden sie darunter leiden, es nie tun zu können.

Ich möchte mich darüber gar nicht belustigen, sondern den Gedanken analysieren. Vielleicht ist es für Hunde ähnlich natürlich, Fleisch zu essen, wie für Menschen, auf Bäume zu klettern. Leiden Menschen, wenn sie nicht auf Bäume klettern können? Leiden sie in so weitgehendem Maße, dass man deshalb regelmäßig den Tod von Tieren in Kauf nehmen sollte, wie es für einen Fleisch essenden Hund nötig wäre? Oder sind Hunde irgendwie mehr Naturwesen als Menschen, und daher solchen inneren Antrieben stärker ausgeliefert? Woran wäre das zu erkennen?

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Psychologie des Fleischessens: Melanie Joy’s Konzept „Carnismus“

Dank der Veganen Gesellschaft Österreich, die ich übrigens am 1. April 1999 zusammen mit meinem Bruder und meiner damaligen Partnerin gegründet habe, kam die Psychologin und Univ.-Professorin Melanie Joy von der Uni Boston in den USA nach Wien, Maribor (Slowenien) und Zagreb (Kroatien), um hier Vorträge über ihre Idee von „Carnismus“ zu halten. Ihr Vortrag ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ZCojVjwJP7o. Dem Standard gab sie ein Interview: http://derstandard.at/1331207287200/Fleischessen-Wir-folgen-unsichtbarem-Glaubenssystem.

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Zu Jonathan Safran Foers Buch „Tiere Essen“

 

Es gibt wirklich sehr viele Bücher zum Thema Vegetarismus, Veganismus und Nutztierhaltung. Ein neues österreichisches Buch, „Mitleid unangebracht“ von Daniela Friedl, habe ich z.B. gerade gelesen. Thematisiert werden die persönliche Entwicklung zum Vegetarismus bzw. Veganismus und die Situation der Nutztiere, die dafür getötet oder eben benutzt werden. Doch Foers Buch sticht insofern heraus, weil es nicht nur sehr bekannt wurde und weltweit Verbreitung fand, sondern auch, weil verschiedene Personen, die Tierschutz und Vegetarismus überhaupt nicht positiv gegenüber stehen, es all jenen, die sich für Vegetarismus politisch engagieren, als Gegenbeispiel, wie man Vegetarismus thematisieren sollte, entgegen halten. Daraus könnte man ja fast ableiten, dass dieses Buch wohl nicht wirklich für Vegetarismus plädieren werde. Grund genug, es einmal zu lesen.

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Tierproduktion und Klimawandel

 

Martin Schlatzer hat 2011 eine überarbeitete Ausgabe seines Buches „Tierproduktion und Klimawandel“ herausgegeben, eine sehr empfehlenswerte Schrift, sehr faktenlastig und voller Information samt Quellen. Das Buch ist ein klares Plädoyer für ein Ende der Tierproduktion aus rein rationalen Gründen, ohne Emotion vorgebracht. Angeführt wird zwar die negative Auswirkung der Fleischproduktion auf Land, Wasser, Wald, Boden, Artenvielfalt, Entwicklungsländer, Tierleid und menschliche Gesundheit, den Schwerpunkt bildet aber die Auswirkung auf den Klimawandel. Hier ein Link zum Buch: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50146-2

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