Gewalt gegen Tierschutz

Erste Zivilklage gegen Max Mayr-Melnhof: auf Herausgabe der mit Gewalt entwendeten Gegenstände

Zwei Tierschützer erzählen in glaubwürdiger Form, dass Max Mayr-Melnhof sie zusammen mit Schlägern angegriffen und ihnen mit Gewalt zwei Videokameras und ein Funkgerät entwendet hat. Die Aussagen der beiden sind per Video dokumentiert, und zwar unter https://www.facebook.com/tierrechtedemokratie/videos/10155880363709233/ und unter https://www.facebook.com/tierrechtedemokratie/videos/10155874769189233/. Ich finde diese beiden Darstellungen sehr überzeugend und erschütternd. Mayr-Melnhof hat sich in den Medien auf verschiedene Weise verteidigt, ein kohärentes Bild ist nicht abzuleiten, wie das meistens bei schuldigen Gewalttätern so ist, wenn sie ihre Gewalttaten vertuschen wollen. Jedenfalls scheint er zu behaupten, er habe die beiden maskiert im Jagdgatter herumlaufen gesehen und dann „zu Boden gerungen“, was auch immer das heißen soll. An einer Stelle wird gesagt, er habe das getan, weil sich die beiden in Lebensgefahr gebracht hätten. Max Mayr-Melnhof wie weiland Winnetou, der sich in den Schuss auf Old Shatterhand wirft, um die Kugel abzufangen. Etwas weit hergeholt.

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VGT-Anwalt fordert Widerruf „Infame Lügen“ von Mayr-Melnhof

Nach der Darstellung der Vorfälle bei der Gatterjagd Mayr-Melnhof auf der Webseite des VGT und in Presseaussendungen, siehe z.B. http://vgt.at/presse/news/2017/news20171120mb_2.php, reagierte Mayr-Melnhof mit der Behauptung, das seien „Infame Lügen“. Das dürfte er der APA gesagt haben, es wurde in zahlreichen Medien verbreitet. Der Anwalt des VGT, Stefan Traxler, hat nun Mayr-Melnhofs Anwalt aufgefordert, seinen Mandanten diese Behauptung öffentlich widerrufen zu lassen.

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Anzeige gegen Max Mayr-Melnhof wegen Raub, Körperverletzung, Nötigung und Amtsmissbrauch

Die folgenden zwei Anzeigen wurden jetzt eingebracht:

Sachverhaltsdarstellung 1:

Ich fuhr am 20.11.2017 mit meinem Freund XXX an den Rand der Antheringer Au, um von öffentlichem Grund aus, außerhalb des Gatterzauns, die dortige Gatterjagd zu dokumentieren. Zu diesem Zweck trafen wir uns bei einem Bahnhof der Lokalbahn an der Antheringer Au um 8 Uhr früh mit anderen TierschützerInnen, die mit mehreren anderen Fahrzeugen vor Ort waren. Insbesondere sind mir YYY, ZZZ und WWW als TierschützerInnen vor Ort in Erinnerung. Wir teilten uns auf, um möglichst weite Strecken des Gatterzaunes abzudecken, von wo aus die Vorfälle im Gatter gefilmt werden sollten. Um circa 10 Uhr befand ich mich auf dem öffentlichen Schotterweg zwischen Salzach und Jagdgatter, dessen Zugang nicht gesperrt war. Auf diesem Schotterweg war auch zu dieser Zeit öffentlicher Verkehr, immer wieder gingen oder radelten Menschen an mir vorbei, auch mit Hunden. Die Tafeln zur Sperre des Geländes wegen der Gatterjagd befanden sich an den Überstiegen in das Gatter hinein, aber nicht ausserhalb. Das Sperrgebiet begann also erst ab dem Gatterzaun. Man konnte daher jederzeit legal den Gatterzaun außen entlang gehen und hinein fotografieren und filmen. Und genau das war meine Intention. Dazu hatte ich eine Videokamera und ein Funkgerät dabei, Letzteres um mit XXX und anderen TierschützerInnen in Kontakt zu bleiben. Die Videokamera war mir von YYY übergeben worden.

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Tierschutz versus Jägerschaft: wer lässt „Anstand und Respekt vor dem Gesetz vermissen“?

Die Kampagne gegen die Gatterjagd im Burgenland wurde gewonnen, das Verbot greift ab 1. Februar 2023. Aber auch die Jagd auf ausgesetzte Zuchttiere dürfte im Burgenland jetzt ein Ende finden. Einerseits wurde das Aussetzen im Burgenländischen Jagdgesetz auf die Zeit bis 8 Wochen vor Ende der Schonzeit beschränkt, andererseits sieht das am 29. März 2017 zur Abstimmung im Parlament vorliegende Bundestierschutzgesetz ein Verbot des Aussetzens von gezüchteten Wildtieren vor, die in freier Wildbahn nicht überlebensfähig sind. Auf Fasane, Rebhühner und Stockenten, die aus Massentierhaltung stammen, trifft das nachweislich zu. Doch wer wird das kontrollieren?

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Kein Verständnis für Tierschutz?

Als Tierschutzorganisation bekommt man immer wieder sehr aggressive und bösartige Emails, wie jenes oben. Es gibt offensichtlich einige ZeitgenossInnen unter uns, denen Tierschutz an sich ein Dorn im Auge ist. Die meisten dieser Menschen werden vermutlich selbst in die eine oder andere Form des Tiermissbrauchs involviert sein und uns daher als Bedrohung für die Art ihrer Lebensführung ansehen. Das ist, wenn man so will, noch irgendwie verständlich. Doch es gibt auch andere, die es einfach nur irrsinnig ärgert, dass wir uns mit Tierschutz befassen, dass wir uns einmischen, wenn Tiere misshandelt werden, dass wir das Leid und Schicksal der Tiere überhaupt zum gesellschaftlichen oder gar politischen Thema machen.

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7 schwerverletzte AktivistInnen erinnern an die Gewalt gegen Tierschutz

Wussten Sie eigentlich, dass Robert Lutschounig, zur Tatzeit Agrarsprecher der ÖVP Kärnten, mir bei einer vom VGT angemeldeten Versammlung gegen Legebatterien im März 2004 einfach ins Gesicht geschlagen hat, weil ihm unsere Botschaft nicht passte? Zwar musste er mir € 700 Schadensersatz zahlen, aber seiner Karriere innerhalb der ÖVP hat das keinen Abbruch getan. Was wäre gewesen, wenn, umgekehrt, ich einem ÖVP-Funktionär so ins Gesicht geschlagen hätte, dass ihm für immer eine Narbe zurückgeblieben wäre?
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Alle Verfahren gegen den Buttersäureattentäter wurden eingestellt!

Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter von der StA Wien teilte mir in einem formlosen Schreiben mit, dass alle Verfahren gegen den Buttersäureattentäter – immerhin vielfache Körperverletzung und Sachbeschädigung in 4 Anschlägen – eingestellt wurden, weil es „keinen Grund zur weiteren Verfolgung“ gibt. Ein Blick in den mehrere hundert Seiten langen Akt erklärt wieso. Ein psychiatrisches Gutachten attestiert Zoltan Alfred L.: Aus psychiatrischer Sicht ist davon auszugehen, dass Herr L. auch diesmal in der subjektiven Gewissheit handelte, das Richtige zu tun. Die Tathandlung erfolgte wahngeleitet, ohne Einsicht in das begangene Unrecht. Hinweise auf erhöhte Gewaltbereitschaft, Affektdurchbrüchigkeit oder Störungen der Impulskontrolle finden sich nicht.
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Kommentar zur ORF-Sendung „Am Schauplatz: Märtyrer oder Mafiosi?“

 

Ich bin natürlich froh, wenn die Repression gegen TierschützerInnen in den Medien thematisiert wird und ich achte die Pressefreiheit, d.h. ich anerkenne, dass es von Klenk und Konsorten auch untergriffige Hasstiraden gegen den Tierschutz und insbesondere gegen mich geben wird. Das kann und soll mich aber nicht daran hindern, falsche Darstellungen zu berichtigen und Ausbrüche von kleingeistiger Schrebergartenmentalität zu kritisieren.

Vieles an der Sendung „Am Schauplatz“ vom letzten Freitag war durchaus interessant. Daneben gab es aber auch eine Reihe von Unglaublichkeiten, die kommentiert werden müssen.

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