Gewalt gegen Tierschutz

7 schwerverletzte AktivistInnen erinnern an die Gewalt gegen Tierschutz

Wussten Sie eigentlich, dass Robert Lutschounig, zur Tatzeit Agrarsprecher der ÖVP Kärnten, mir bei einer vom VGT angemeldeten Versammlung gegen Legebatterien im März 2004 einfach ins Gesicht geschlagen hat, weil ihm unsere Botschaft nicht passte? Zwar musste er mir € 700 Schadensersatz zahlen, aber seiner Karriere innerhalb der ÖVP hat das keinen Abbruch getan. Was wäre gewesen, wenn, umgekehrt, ich einem ÖVP-Funktionär so ins Gesicht geschlagen hätte, dass ihm für immer eine Narbe zurückgeblieben wäre?
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Alle Verfahren gegen den Buttersäureattentäter wurden eingestellt!

Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter von der StA Wien teilte mir in einem formlosen Schreiben mit, dass alle Verfahren gegen den Buttersäureattentäter – immerhin vielfache Körperverletzung und Sachbeschädigung in 4 Anschlägen – eingestellt wurden, weil es „keinen Grund zur weiteren Verfolgung“ gibt. Ein Blick in den mehrere hundert Seiten langen Akt erklärt wieso. Ein psychiatrisches Gutachten attestiert Zoltan Alfred L.: Aus psychiatrischer Sicht ist davon auszugehen, dass Herr L. auch diesmal in der subjektiven Gewissheit handelte, das Richtige zu tun. Die Tathandlung erfolgte wahngeleitet, ohne Einsicht in das begangene Unrecht. Hinweise auf erhöhte Gewaltbereitschaft, Affektdurchbrüchigkeit oder Störungen der Impulskontrolle finden sich nicht.
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Kommentar zur ORF-Sendung „Am Schauplatz: Märtyrer oder Mafiosi?“

 

Ich bin natürlich froh, wenn die Repression gegen TierschützerInnen in den Medien thematisiert wird und ich achte die Pressefreiheit, d.h. ich anerkenne, dass es von Klenk und Konsorten auch untergriffige Hasstiraden gegen den Tierschutz und insbesondere gegen mich geben wird. Das kann und soll mich aber nicht daran hindern, falsche Darstellungen zu berichtigen und Ausbrüche von kleingeistiger Schrebergartenmentalität zu kritisieren.

Vieles an der Sendung „Am Schauplatz“ vom letzten Freitag war durchaus interessant. Daneben gab es aber auch eine Reihe von Unglaublichkeiten, die kommentiert werden müssen.

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Warum haben Sie sich nicht distanziert?

Eine der häufigsten Fragen in diesem an Seltsamkeiten kaum zu überbietenden Prozess ist, warum sich diese oder jene Person, oder dieser Verein, nicht von verschiedenen Straftaten öffentlich distanziert hätte. Nach Sicht der Richterin würde das offenbar eine kriminelle Mitschuld belegen, z.B. im Sinne der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Als guter Bürger bzw. gute Bürgerin sollte man offenbar beim Auftreten einer Sachbeschädigung sofort auf Distanz zum Tierschutz gehen und die jeweilige Kampagne einstellen. Auch in einem kürzlichen Artikel von Akin steht ein ähnlicher Vorwurf gegen mich:
http://akin.mediaweb.at/2010/06/06klenk.htm

Also zunächst einmal frage ich, wann sich jemals, jemals, der politische Gegner des Tierschutzes von den Gewalttaten gegen den Tierschutz distanziert hat. Käme z.B. ein Zirkus auf die Idee, sich in einer Presseerklärung von der Gewalt eines anderen Zirkus gegen Tierschutz-DemonstrantInnen zu distanzieren? Es gab sehr oft derartige Gewaltangriffe, oft mit schwer verletzten Personen. Nicht einmal der Zirkus, von dem diese Gewaltattacken ausgingen, hat sich von so einem Angriff je distanziert.

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