Gewalt

England: JägerInnen überfallen Tierschützer und verletzen sie lebensgefährlich!

Es ist leider nicht das erste Mal, und es wird nicht das letzte Mal sein. Je mehr sich die Jägerschaft im Ausleben ihres Hobbys eingeschränkt fühlt, desto brutaler reagiert sie, und wem es Spaß macht, Tiere zu töten, dem fällt es definitiv leichter, auch Menschen zu verletzen. In England ist die Hetzjagd mit Hunderudeln eigentlich bereits seit dem 18. Februar 2005 verboten. Doch niemand hält sich daran, keine Polizei greift ein, und die mehrheitlich Adeligen, die diese Jagdform betreiben, haben sich schon immer über den Gesetzen des Parlaments gedünkt. Deshalb gehen regelmäßig TierschützerInnen zu den Treffs der Hetzjägerschaft, um einzugreifen und, wenn möglich, illegale Praktiken zu dokumentieren und anzuzeigen. Und die Jägerschaft, wie in Österreich auch, fühlt sich ob solcher Observierung unendlich provoziert und reagiert mit Gewalt.

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Liebe Männer, überwinden wir doch den „Nagl“ in uns

Kürzlich wurde im New Scientist berichtet, dass bereits mehrmals Buckelwale gesichtet wurden, die ganz gezielt Seehunde retten, die von Orcas bedrängt werden. Bei einem der beschriebenen Augenzeugenberichte saß ein Seehund auf einem winzigen Eisfloß fest, während ein Orca versuchte, so wild Wellen zu schlagen, dass der Seehund vom Eis in das Wasser rutschen muss. Da griff ein Buckelwal ein, vertrieb den Orca und geleitete den Seehund in Sicherheit. Oder ein anderes Beispiel. Ein Video auf Youtube zeigt, wie ein Eisbär in einem Zoo eine Krähe sieht, die in seinem Gehege ins Wasser gefallen ist. Der Eisbär läuft hin, ergreift die Krähe – man hält kurz vor Entsetzen den Atem an – und setzt sie dann einfach vorsichtig ans Ufer. Oder ein weiteres Beispiel. Ein Nashornkind ist im Morast stecken geblieben, seine Mutter wartet, kann ihm aber nicht heraushelfen. Das Kind ist in Panik, gerät aber immer tiefer in das Schlammloch. Da kommt ein Elefant seines Weges, sieht die Situation und zieht das Nashornkind – gegen den Willen von dessen lautstark protestierender Mutter, die sich offensichtlich ängstigt – mit dem Rüssel aus dem Morast.

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Gewalt gegen TierschützerInnen: Anzeigen gegen Zuchtvögelschießer

Wer 1000 Fasane und Rebhühner aussetzt, um sie gleich wieder abzuknallen, siehe http://www.martinballuch.com/auf-fasan-und-rebhuhnjagd-im-nordburgenland/, der schlägt auch TierschützerInnen und bedroht sie mit dem Tod, um zu verhindern, dass die Öffentlichkeit davon erfährt, auf was für eine infantile Weise man seine Zeit verbringt. Nun sind die Anzeigen der Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Wir dürfen gespannt sein, ob sich der Rechtsstaat gegen die Infiltration durch die Jägerschaft behaupten kann.

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Akzeptierte Gewalt in den USA

P1000376„USA-bashing“ wird es genannt, wenn man die prävalente Gewalt in den USA anspricht und kritisiert. In Europa sei es auch nicht so anders und überhaupt solle man die Kirche im Dorf lassen. Umgekehrt herrscht in weiten Kreisen der europäischen Jugend und vielleicht weltweit eine große Begeisterung und Bewunderung für die USA. Europäische Hersteller drucken manchmal US-amerikanische Flaggen auf ihre Produkte, weil sie sich dann besser verkaufen. Technologische Produkte werden vornehmlich aus den USA bezogen und im Internet dominiert die USA sowieso auf allen Bereichen, von Facebook und Dropbox über Google und Yahoo bis zu Microsoft und Apple. Gleichwertige europäische Entwicklungen wurden auch in Europa nicht gekauft – obwohl wir durch die Enthüllungen von Snowden lernen, wohin das führt.
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Gewalt unter UreinwohnerInnen und in der Zivilisation

Jared Diamonds Buch „Vermächtnis“ (S. Fischer 2013) über das Leben der UreinwohnerInnen in Neuguinea und anderswo ist in vieler Hinsicht bemerkenswert. Aber am meisten beeindruckt hat mich das Ausmaß der zwischenmenschlichen Gewalt, dem die UreinwohnerInnen ausgesetzt sind. Man mag über unsere Zivilisation und Massengesellschaft in vieler Hinsicht Beschwerde führen, aber den Angaben aus Diamonds Buch zu schließen gelang es durch Delegierung der Gewalt an eine Monopolinstitution und durch eine gewisse internationale Kontrolle des Kriegsgeschehens die Gefährdung der Einzelnen durch zwischenmenschliche Gewalt stark zu reduzieren.

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Forderung nach Verbot für Kastenstände sei „tiefster Fundamentalismus von Fanatikern“

In der Wochenzeitung des steirischen Bauernbundes „Neues Land“ schreibt Josef Kaltenegger am 15. September 2011, dass die Forderung nach einem Verbot für Schweine-Kastenstände „tiefster Fundamentalismus von Fanatikern“ wäre. Es ist bemerkenswert, dass die LobbyistInnen der Tierindustrie dauernd mit solchen Kraftausdrücken um sich werfen müssen. Natürlich, konservative Personen gegen AktivistInnen aufzubringen, die sogar so „weit“ gehen, ihr Demonstrationsrecht in Anspruch zu nehmen, gelingt am Besten mit Vorwürfen von Radikalismus, Fundamentalismus oder gar Extremismus. Aber in diesem Zusammenhang klingen diese Vorwürfe nicht nur zahnlos, sie nehmen denjenigen, die sie vorbringen, völlig ihre Glaubwürdigkeit.

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