Jagd auf Zuchttiere

Die Jagd auf Zuchtenten bei Mensdorff-Pouilly ist ab sofort gesetzwidrig!

Ich habe Alfons Mensdorff-Pouilly am 23. Juni 2017 wieder vor Gericht getroffen, diesmal in Bruck an der Mur. Er behauptet, ich hätte seinen Besitz widerrechtlich betreten. Habe ich nicht. Aber Mensdorff-Pouilly hat das Verfahren nun so aufgeblasen, dass der Verlierer gut € 10.000 wird zahlen müssen. Am 28. Juli 2017 wird ein Lokalaugenschein durchgeführt.

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Staatsanwaltschaft Wien erhebt Anklage gegen 3 Polizisten und den Jagdaufseher von Mensdorff-Pouilly

Es geht um den Vorfall am 20. 11. 2015 im Jagdgebiet von Alfons Mensdorff-Pouilly im Bezirk Güssing, siehe http://www.martinballuch.com/landesverwaltungsgericht-eisenstadt-verurteilt-polizei-und-jagdaufseher-wegen-einsatz-bei-mensdorff-pouilly-gegen-mich/. Wie in dem Link zu lesen, haben zuerst die JagdhelferInnen auf Anweisung des Jagdaufsehers von Mensdorff-Pouilly, und dann die herbeigerufene Polizei, mich auf einer öffentlichen Straße 90 Minuten lang blockiert, um zu verhindern, dass ich die Jagdvorgänge dokumentieren kann. Eine Maßnahmenbeschwerde gegen die 4 war bereits erfolgreich, d.h. es wurde gerichtlich festgestellt, dass meine Rechte verletzt wurden. Jetzt hat aber die Staatsanwaltschaft Wien auch Anklage gegen die 4 wegen Amtsmissbrauch erhoben. Das Verfahren wird am 21. Februar 2017 ab 9:30 Uhr im Saal 1 des Landesgerichts Eisenstadt stattfinden. Es ist öffentlich, Eintritt frei.

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Offener Brief an Alfons Mensdorff-Pouilly zum neuen Jagdgesetz im Burgenland

Sehr geehrter Herr Alfons Eduard Alexander Antonius Maria Andreas Hubertus Christoph Mensdorff-Pouilly,

wir hatten seinerzeit bei unserem gerichtlichen Vergleich am Bezirksgericht Güssing vereinbart, dass wir uns für Ihre nächste Jagdsaison absprechen, sollte es zu einem neuen Jagdgesetz im Burgenland kommen. Dieser Fall ist nun eingetreten und deshalb wende ich mich an Sie, und zwar öffentlich, da Ihre Jagdpraktiken ja von großem öffentlichen Interesse sind.

Das neue Jagdgesetz sieht ein Verbot der Gatterjagd ab 1. Februar 2023 vor. Sie haben nicht nur ein Jagdgatter in Bildein, sondern auch noch Zuchtgatter in Punitz. Was werden Sie nun tun? Werden Sie sich an das demokratisch legitimierte Gesetz halten, werden Sie dem Volkswillen entsprechend mit dieser Jagdart aufhören, oder werden Sie einfach tun und lassen, was Ihnen passt, ohne jede Rücksicht auf Tier und Mensch? Sollte Letzteres Ihr Vorhaben sein, darf ich Ihnen schon jetzt ankündigen, dass wir nach Hinweisen aufmerksamer AnrainerInnen Anzeige erstatten werden, und dass wir Ihre Praktiken bereits dokumentiert haben und damit belegen können, wie tierquälerisch sie sind. Der Verfassungsgerichtshof hat in einer Reihe von Erkenntnissen immer dem öffentlichen Interesse an Tierschutz den Vorrang vor Privatinteressen an Tierquälerei gegeben.

Wofür, darf ich fragen, benötigen Sie die 6 Jahre Übergangsfrist bis das Gatterjagdverbot in Kraft tritt? Welche Investitionen müssen sich noch amortisieren? Der Zaun um Ihre Gatter steht seit Menschengedenken unverändert und einfach damit aufzuhören, Zuchttiere über den Haufen zu schießen, muss wohl keine 6 Jahre dauern. Also wie werden Sie es halten?

Das neue Burgenländische Jagdgesetz sieht auch eine verlängerte Frist von 8 Wochen zwischen dem Aussetzen von gezüchtetem Federwild und dem Beginn der Jagdzeit vor, also 4 Mal so lange wie bisher. Die Lieferungen ihrer Zuchtvögel aus Ungarn treffen üblicherweise um den 10. August ein. Das wirft mehrere Fragen auf:

– Unter den an Sie gelieferten Tieren befinden sich immer Enten, die Sie in Ihre Kunstteiche setzen (zuletzt rechtswidrig mit öffentlichem Wasser aufgefüllt) und dann beschießen. Nun, die Schusszeit auf Enten beginnt am 17. August. Das neue Gesetz verpflichtet Sie ohne Übergangsfrist die Tiere spätestens 8 Wochen davor, also Mitte Juni, auszusetzen. Wie werden Sie mit dieser Auflage umgehen?

– Den Großteil der an Sie gelieferten Zuchtvögel stellen die Fasane. Deren Schusszeit beginnt am 1. Oktober, 8 Wochen davor wäre Anfang August. Werden Sie sich an das Gesetz halten? Wenn ja, bauen Sie auch ihre mehr als 25 Fasankäfige ab, die in Ihrem Jagdrevier herumstehen und für das rechtswidrige Aussetzen der Fasane benützt wurden? Und wofür werden Sie Ihre großangelegten Fasanvolieren benötigen, wenn zwischen Anlieferung und letztem Aussetzzeitpunkt überhaupt keine Zeitspanne existiert?

– In Ihrem Jagdrevier gibt es keine einzige offene Voliere. Das ist aber nach dem neuen Jagdgesetz Voraussetzung dafür, auf weibliche Fasane, die ausgesetzt wurden, Jagd zu machen. Nun, bei Ihnen wird ausgesetzt und Sie machen Jagd auf weibliche Fasane. Werden Sie sich in Zukunft also an dieses Verbot halten?

– Die Lieferung von Zuchtvögeln an Sie enthält auch immer einige Rebhühner. Die Schusszeit auf Rebhühner beginnt am 16. September, 8 Wochen davor wäre Mitte Juli. Ihre Lieferung kommt deutlich nach diesem Termin an. Werden Sie also das Aussetzen von Rebhühnern beenden oder wie werden Sie mit dieser neuen Gesetzeslage umgehen?

Auch in diesen Fragen darf ich Sie auf unsere Aufgabe als Tierschutzverein aufmerksam machen, Hinweisen von AnrainerInnen nachzugehen und im Bedarfsfall Anzeige zu erstatten.

Sie haben bereits mehrere Klagen gegen uns eingebracht, die noch anhängig sind. Das ist kein Problem, Sie dürfen sich an uns gerne austoben und ihre Wut auslassen. Dafür bitte ich Sie, die Jagd auf Zuchttiere nun zu beenden. Diese Wesen haben jetzt den Schutz des Gesetzes. Und auch wenn bisher dieser Schutz von der Exekutive nur sehr bedingt gewährt wurde, so kann ich Ihnen versichern, dass in Zukunft jemand darauf achten wird, dass Polizei und Behörden auf die Einhaltung des neuen Jagdgesetzes pochen. An Zuchttieren, den armseligen Zuchtenten und den Fasanen mit ihren ungarischen Schnabelsperren, werden Sie Ihre Wut jedenfalls nicht mehr auslassen können.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen,

Martin Balluch
Obmann des VGT

Erneut Besitzstörungsklage von Mensdorff-Pouilly: Antrag auf Exekution

Im Herbst 2015 trafen sich jedes Wochenende ganze Jagdgesellschaften bei Mensdorff-Pouilly in seinem Schloss in Luising und gingen dann zur Jagd auf ausgesetzte Fasane, Rebhühner und Zuchtenten. Mehrmals wurde auch im Jagdgatter Bildein geschossen. Die Polizei errichtete dafür Woche für Woche eine eigene Sperrzone, um Tierschutzkameras abzuhalten. Schließlich ging Mensdorff-Pouilly auch vor Gericht, um die AktivistInnen des VGT abzuhalten, seine Jagdpraxis zu filmen. Ende Februar 2016 kam ein Vergleich zustande, Mensdorff-Pouilly beglich die Verfahrenskosten, der VGT verpflichtete sich, das Jagdgebiet nicht widerrechtlich zu betreten, was er sowieso nicht getan hatte. Im Sommer 2016 wurden schon auffallend wenige Zuchtvögel aus Ungarn angeliefert. Im Herbst gab es lediglich 2 Jagden auf Zuchtenten bei Mensdorff-Pouilly, und wenige Jagdtage im ungarischen Teil des Reviers auf Wildschweine. Ebenso hat die Polizei – vielleicht aufgrund der Verfassungsklage des VGT – heuer keine Sperrzonen mehr errichtet.

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Offener Brief an die Burgenländische Landesrätin für Jagd und Tierschutz, Verena Dunst

verena.dunst@bgld.gv.at

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

Ihr neues Jagdgesetz wird nun sehr bald beschlossen. Es ist erfreulich, dass Sie überhaupt eine Reform des Jagdgesetzes angegangen sind, aber unerfreulich bleibt, dass von Tierschutz darin wenig zu sehen ist. Sehr wichtig wäre ein absolutes Verbot der Gatterjagd, um dieser anachronistischen Praxis, die bereits in 6 von 9 Bundesländern verboten ist, endlich den Hahn abzudrehen. Wie Sie in der Beilage lesen können, gibt es im Burgenland einen Sachkundelehrgang für das Schießen von Farmwild im Gehege. Der Tötung von Farmwild im Gehege zur Fleischproduktion liegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Schlachtverordnung zugrunde, wie Sie dem Artikel entnehmen können. Keinesfalls darf in einem solchen Gehege eine Treibjagd auf die Tiere stattfinden, das ist selbstverständlich verboten. Warum, um alles in der Welt, sollte das bei Jagdgattern dann anders sein? Jede Haltung von Tieren im Gehege muss dem Tierschutzrecht unterliegen, es darf für Jagdgatter keine Ausnahme geben. Ich bitte Sie daher sehr, die Gatterjagd ohne wenn und aber in angemessener Übergangsfrist zu verbieten.

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Gewalt gegen TierschützerInnen: Anzeigen gegen Zuchtvögelschießer

Wer 1000 Fasane und Rebhühner aussetzt, um sie gleich wieder abzuknallen, siehe http://www.martinballuch.com/auf-fasan-und-rebhuhnjagd-im-nordburgenland/, der schlägt auch TierschützerInnen und bedroht sie mit dem Tod, um zu verhindern, dass die Öffentlichkeit davon erfährt, auf was für eine infantile Weise man seine Zeit verbringt. Nun sind die Anzeigen der Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Wir dürfen gespannt sein, ob sich der Rechtsstaat gegen die Infiltration durch die Jägerschaft behaupten kann.

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Weiteres Email an Hardcore Jäger Rudolf Gürtler

Eine gewisse Korrespondenz von Rudolf Gürtler mit mir zieht sich schon durch die letzten Jahre, siehe http://www.martinballuch.com/?s=G%C3%BCrtler. Nun hat mich ein weiteres Email von ihm erreicht, eine Reaktion auf meine Presseaussendung zu Wölfen: https://vgt.at/presse/news/2016/news20160715hl.php. Rudolf Gürtler schrieb mir – und in Kopie an den Landwirtschaftsminister der Bundesregierung sowie an Landesrat Josef Schwaiger aus Salzburg, der zur Tötung des einzigen österreichischen Wolfes aufgerufen hatte. Dabei wurde seine Ansicht zu Wölfen deutlich, die jener aus dem frühen 19. Jahrhundert entspricht: so rasch wie möglich ausrotten. Und zwar deswegen, weil sie Menschen fressen würden, Nutztiere furchtbar quälen und jeden Schutz dieser Nutztiere umgehen könnten. Mir hielt er dann vor, dass mir ja „natürlich“ wurscht sei, und ich deshalb nichts von Natur verstünde, weil ich für ein Projekt der Verhütung von im Lainzer Tiergarten gefangenen Tieren bin, statt sie rücksichtslos zu erschießen. Ach ja, und die Jagd sei natürlich von allen anerkannt, auch von anständigen Natur- und Tierschutzorganisationen.

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Kampagne gegen die Jagd auf Zuchttiere: Bilanz am Ende der Jagdsaison

Nun ist die Saison für Treibjagden im Gatter praktisch zu Ende und Mitte Jänner hat die Schonzeit auch für die letzte jener Arten von Federwild, die aus Zuchtvolieren für die Jagd ausgesetzt werden, begonnen. Wir haben zahllose dieser Jagden dokumentiert und auch wegen Tierquälerei angezeigt. Auf der anderen Seite habe ich persönlich nun für diese Arbeit bisher insgesamt 12 Verwaltungsstrafverfahren und 3 Zivilklagen am Hals. Die angeblichen Verwaltungsübertretungen reichen von einer Verletzung des Naturschutzgesetzes, über Betreten eines Jagdgebiets abseits öffentlicher Wege bis zu Belästigung bzw. Bedrohung von JägerInnen mittels einer Minidrohne. Ja sogar den Grenzübertritt von Ungarn nach Österreich abseits öffentlicher Straßen verfolgt die Polizei im Burgenland plötzlich mit Akribie und verteilt Strafen von € 600, wenn es nur darum geht, den Tierschutz zu schädigen und Herrn Mensdorff-Pouilly vor Kritik zu schützen.

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