Jagd

Meine wechselnde Perspektive auf die Jägerschaft

Als Teenager schon ging ich mit großer Begeisterung in den Wald und über die Berge. Damals vor 40 Jahren waren konfrontative Begegnungen mit JägerInnen wirklich Alltag. Ein Jäger im Wienerwald schrie mich an, weil die Abenddämmerung schon eingesetzt hatte und ich noch immer unterwegs war, ein anderer bedrohte in Annaberg meine Mutter und mich um 15:30 Uhr auf einer Forststraße mit dem Gewehr, weil wir seinen Hirsch vertrieben hätten, wiederum andere entfernten einfach die Markierungen auf Wanderwegen wie z.B. auf das Hennesteck bei Mariazell, oder sie verboten das Weitergehen auf Forststraßen weil es sich um eine Jagdsperre handle usw. Meine zunehmende Ablehnung und richtige Allergie gegen alles, was mit der Jagd zu tun hatte, führte mich schließlich dazu, in England 8 Jahre lang im Vorstand der Hunt Saboteurs Association aktiv zu sein. Zweimal pro Woche konfrontierte ich JägerInnen vor allem bei Hetzjagden, aber auch bei den Schüssen auf gezüchtete Moorhennen im englischen Hochland oder auf Fasane in East Anglia.
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Offener Brief eines Jägers an Landesjägermeister Josef Pröll

Die Elite des niederösterreichischen Landesjagdverbandes schießt Jahr für Jahr aufgemästete Wildschweine in einem eigens dafür eingerichteten Jagdgatter tot, siehe http://www.martinballuch.com/jaeger-leitet-disziplinarverfahren-innerhalb-der-noe-jaegerschaft-gegen-leitung-ein/. Das hat einiges an Staub aufgewirbelt. Von außen betrachtet gibt es zumindest eine große Minderheit, wenn nicht gar eine Mehrheit, in der Jägerschaft, die dieses Vorgehen verurteilt. Nun wurde mir ein offener Brief eines Jägers, dessen Revier seit 20 Jahren diesem Jagdgatter benachbart ist, zur Veröffentlichung zugeschickt. Seine Kritik: die Abschüsse in Jagdgattern sind alles andere als weidgerecht.
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Jagdfanatischer, adeliger Großgrundbesitzer gegen Tierschützer!

Bei uns regiert die Jägerschaft. Das sieht man schon daran, wie es ihr gelungen ist, ein 8 jähriges gerichtliches Verfahren gegen TierschützerInnen loszutreten, nur weil sie ihnen lästig gefallen sind. Und daran, dass es im Handumdrehen ein Landesgesetz gegen das Filmen von Treibjagden gibt, wenn man dadurch ihre Tierquälereien aufdeckt. Die Jäger im Landtag haben es sich selbst geschrieben, ähnlich wie sich die TierfabriksbesitzerInnen gleich selbst das Gesetz gegen „Feldfrevel“ geschrieben haben, nach dem das Filmen in Tierfabriken in Niederösterreich verboten wurde.
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Jäger leitet Disziplinarverfahren innerhalb der nö Jägerschaft gegen Leitung ein

Was haben der nö Landesjägermeister Josef Pröll, der nö Alt-Landesjägermeister Christian Konrad und der Generalsekretär der Landesjagdverbände Peter Lebersorger gemeinsam? Sie haben im selben Jagdgatter massenhaft Wildschweine über den Haufen geschossen. Und zwar in einem Gatter, das einer Privatstiftung gehört, in dessen Vorstand Christian Konrad verantwortlich zeichnet. Und dieses Verhalten ist, sogar nach Ansicht vieler JägerInnen in Österreich, nicht weidgerecht. Deshalb hat nun ein Revierjäger aus der Region als Mitglied des nö Landesjagdverbandes ein Disziplinarverfahren gegen die Elite seiner eigenen Jägerschaft eingeleitet.

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Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen die Elite der Jägerschaft

Die folgende Strafanzeige gegen 4 der mächtigsten Jäger Österreichs ging heute raus, wegen Tierquälerei durch Massenzucht und Massenabschuss in einem nö Jagdgatter!

An die
Staatsanwaltschaft St. Pölten
Schießstattring 6
3100 Sankt Pölten
Wien, am 29. April 2014

Strafanzeige

gegen:

•    Ing. Josef Pröll, niederösterreichischer Landesjägermeister
•    Dr. Peter Lebersorger, Generalsekretär der Landesjagdverbände
•    Alfons Mensdorff-Pouilly
•    Dr. Christian Konrad, ehemaliger niederösterreichischer Landesjägermeister

wegen möglicher Übertretung von § 222 StGB Tierquälerei. Dieser Paragraph verbietet die rohe Misshandlung von Tieren und das Zufügen unnötiger Qualen. Ich bitte die Staatsanwaltschaft den vorliegenden Verdacht zu prüfen und gegebenenfalls ein Strafverfahren einzuleiten.
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„Für Wolf und Bär ist die Zeit noch nicht reif“

Letztes Wochenende, 23 Uhr im dunklen Wald. Plötzlich ein lauter Schrei, heiser, fast wie eine Mischung aus Vogel und Katze, der sich ab und zu wiederholt. Vermutlich ein Fuchs, oder vielmehr eine Füchsin, auf der Suche nach einem Partner. Der Ruf erinnert mich an die Laute der männlichen Luchse, die ich in den Südkarpaten ebenfalls Ende März gehört habe. Nur sind diese viel klarer katzenartig und lauter und halten länger an. Im Februar 2008 habe ich ein einziges Mal Luchsspuren im Schnee in Österreich gefunden. Die Fotos davon wurden mir aber leider von der Polizei bei ihrem Überfall auf mich im Mai desselben Jahres unwiederbringlich geraubt.
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Waldschaden durch die Jagd: mit dem Förster unterwegs

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer ehemalige Landwirtschaftsminister und ÖVP-Chef, nö Landesjägermeister Josef Pröll jagt dort. Und zwar zusammen mit Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly, mit dem Chef der Landesjagdverbände und damit oberstem Jäger Österreichs Peter Lebersorger und mit Christian Konrad, kürzlich noch Raiffeisen-Chef und selbst nö Landesjägermeister. Sozusagen also jene Clique, die im Film „Der Prozess“ zusammen am Jägerball in der Hofburg gezeigt wurde. Allesamt vehemente Tierschutzgegner. Und genau durch dieses Jagdgebiet wurde ich vor einigen Tagen von dem Förster geführt.
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