Jagd

Die Hetze und Panikmache gegen den Wolf muss ein Ende haben!

Das allererste Wolfspärchen hat sich nun nach gut 150 Jahren nach der Ausrottung in Österreich wieder niedergelassen. Endlich ist auch Österreich als das letzte Land Europas von Wölfen wiederbesiedelt worden, wenn auch nur von einem Pärchen bisher. Und das im Truppenübungsplatz Allentsteig, wo sich sowieso niemand aufhält außer dem Militär und jedenfalls niemand Landwirtschaft betreibt. Aber trotzdem fordert man den sofortigen Abschuss und die Ausrottung. Die LandwirtInnen überschlagen sich mit Panikberichten, die Landwirtschaftskammer legt nach. Eine ungeheuerliche Hexenjagd!

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Liebe Männer, überwinden wir doch den „Nagl“ in uns

Kürzlich wurde im New Scientist berichtet, dass bereits mehrmals Buckelwale gesichtet wurden, die ganz gezielt Seehunde retten, die von Orcas bedrängt werden. Bei einem der beschriebenen Augenzeugenberichte saß ein Seehund auf einem winzigen Eisfloß fest, während ein Orca versuchte, so wild Wellen zu schlagen, dass der Seehund vom Eis in das Wasser rutschen muss. Da griff ein Buckelwal ein, vertrieb den Orca und geleitete den Seehund in Sicherheit. Oder ein anderes Beispiel. Ein Video auf Youtube zeigt, wie ein Eisbär in einem Zoo eine Krähe sieht, die in seinem Gehege ins Wasser gefallen ist. Der Eisbär läuft hin, ergreift die Krähe – man hält kurz vor Entsetzen den Atem an – und setzt sie dann einfach vorsichtig ans Ufer. Oder ein weiteres Beispiel. Ein Nashornkind ist im Morast stecken geblieben, seine Mutter wartet, kann ihm aber nicht heraushelfen. Das Kind ist in Panik, gerät aber immer tiefer in das Schlammloch. Da kommt ein Elefant seines Weges, sieht die Situation und zieht das Nashornkind – gegen den Willen von dessen lautstark protestierender Mutter, die sich offensichtlich ängstigt – mit dem Rüssel aus dem Morast.

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Was denkt ein Jäger in der Stunde seines Todes?

Kürzlich ist eine Tierschutzaktivistin überraschend verstorben. Sie hatte sich seit vielen Jahren beim VGT engagiert, war immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde, betreute Infotische, verteilte Flugzettel und setzte sich insbesondere in der Kampagne für ein Verbot der furchtbaren Kastenstände für schwangere Mutterschweine ein, also gegen diese körpergroßen Käfige, die wie mittelalterliche Foltergeräte anmuten. Sie konnte zweifellos mit sich zufrieden sein, als sie starb. All die vielen Tiere, denen sie geholfen hat, ihr selbstloser Einsatz für das Gute, ihr bescheiden veganes Leben mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck. Kein Zweifel, ihr Tod war furchtbar tragisch, aber ihr Leben unbestritten eine große Hilfe für so viele andere Wesen.

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Meine wechselnde Perspektive auf die Jägerschaft

Als Teenager schon ging ich mit großer Begeisterung in den Wald und über die Berge. Damals vor 40 Jahren waren konfrontative Begegnungen mit JägerInnen wirklich Alltag. Ein Jäger im Wienerwald schrie mich an, weil die Abenddämmerung schon eingesetzt hatte und ich noch immer unterwegs war, ein anderer bedrohte in Annaberg meine Mutter und mich um 15:30 Uhr auf einer Forststraße mit dem Gewehr, weil wir seinen Hirsch vertrieben hätten, wiederum andere entfernten einfach die Markierungen auf Wanderwegen wie z.B. auf das Hennesteck bei Mariazell, oder sie verboten das Weitergehen auf Forststraßen weil es sich um eine Jagdsperre handle usw. Meine zunehmende Ablehnung und richtige Allergie gegen alles, was mit der Jagd zu tun hatte, führte mich schließlich dazu, in England 8 Jahre lang im Vorstand der Hunt Saboteurs Association aktiv zu sein. Zweimal pro Woche konfrontierte ich JägerInnen vor allem bei Hetzjagden, aber auch bei den Schüssen auf gezüchtete Moorhennen im englischen Hochland oder auf Fasane in East Anglia.
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Offener Brief eines Jägers an Landesjägermeister Josef Pröll

Die Elite des niederösterreichischen Landesjagdverbandes schießt Jahr für Jahr aufgemästete Wildschweine in einem eigens dafür eingerichteten Jagdgatter tot, siehe http://www.martinballuch.com/jaeger-leitet-disziplinarverfahren-innerhalb-der-noe-jaegerschaft-gegen-leitung-ein/. Das hat einiges an Staub aufgewirbelt. Von außen betrachtet gibt es zumindest eine große Minderheit, wenn nicht gar eine Mehrheit, in der Jägerschaft, die dieses Vorgehen verurteilt. Nun wurde mir ein offener Brief eines Jägers, dessen Revier seit 20 Jahren diesem Jagdgatter benachbart ist, zur Veröffentlichung zugeschickt. Seine Kritik: die Abschüsse in Jagdgattern sind alles andere als weidgerecht.
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Jagdfanatischer, adeliger Großgrundbesitzer gegen Tierschützer!

Bei uns regiert die Jägerschaft. Das sieht man schon daran, wie es ihr gelungen ist, ein 8 jähriges gerichtliches Verfahren gegen TierschützerInnen loszutreten, nur weil sie ihnen lästig gefallen sind. Und daran, dass es im Handumdrehen ein Landesgesetz gegen das Filmen von Treibjagden gibt, wenn man dadurch ihre Tierquälereien aufdeckt. Die Jäger im Landtag haben es sich selbst geschrieben, ähnlich wie sich die TierfabriksbesitzerInnen gleich selbst das Gesetz gegen „Feldfrevel“ geschrieben haben, nach dem das Filmen in Tierfabriken in Niederösterreich verboten wurde.
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Jäger leitet Disziplinarverfahren innerhalb der nö Jägerschaft gegen Leitung ein

Was haben der nö Landesjägermeister Josef Pröll, der nö Alt-Landesjägermeister Christian Konrad und der Generalsekretär der Landesjagdverbände Peter Lebersorger gemeinsam? Sie haben im selben Jagdgatter massenhaft Wildschweine über den Haufen geschossen. Und zwar in einem Gatter, das einer Privatstiftung gehört, in dessen Vorstand Christian Konrad verantwortlich zeichnet. Und dieses Verhalten ist, sogar nach Ansicht vieler JägerInnen in Österreich, nicht weidgerecht. Deshalb hat nun ein Revierjäger aus der Region als Mitglied des nö Landesjagdverbandes ein Disziplinarverfahren gegen die Elite seiner eigenen Jägerschaft eingeleitet.

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