Jagdgatter

Anzeige gegen Maximilian Mayr-Melnhof wegen Waldverwüstung nach § 16 Forstgesetz

Wer das Jagdgatter von Mayr-Melnhof in der Antheringer Au betritt und sich ein bisschen mit Natur und Wald auskennt, wird schockiert sein. Überall ist der Waldboden zerstört, kaum gibt es irgendeinen Jungwuchs. Die wenigen Jungbäumchen sind zerbissen und geschält, die Wiesen völlig umgegraben. Die Auteiche stinken nach Abwasser und tragen einen Algenteppich. Nun könnte man naiv meinen, das sei zwar traurig, aber ginge uns Allgemeinheit nichts an. Das Gatter gehört ja Mayr-Melnhof. Aber ganz so einfach ist es zum Glück nicht. Einerseits ist es ja ein Natura 2000 Schutzgebiet, und da muss sich der Gatterjägermeister eigentlich an die Flora-Fauna-Habitatsrichtlinie halten. Entsprechende Anzeigen, insbesondere gegen die Salzburger Landesregierung wegen Untätigkeit, hat es schon gegeben. Aber selbst ohne diesen Schutzstatus darf man in Österreich einen Wald, auch wenn er sich im Privateigentum befindet, nicht zerstören. Im Jargon des Forstgesetzes heißt das „Waldverwüstung“. Geregelt ist das im § 16.

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Mayr-Melnhof Jagdgatter: noch immer völlig zerstörte Natur

Eigentlich sollte die Natur dort als Natura 2000 Gebiet völlig geschützt sein. Doch wenn man massenweise Wildschweine in der Antheringer Au in einem umzäunten Gebiet züchtet und mästet, dazu noch Damhirsche und Enten, dann hat man einen Schweinestall und kein Naturjuwel. Seit Jahren dokumentieren wir, dass im Jagdgatter von Gatterjägermeister Mayr-Melnhof die Gewässer völlig verkotet, die Wiesen umgegraben, die Jungpflanzen zerstört und die Bäume verbissen sind. Selbst 2 Fachgutachten, die von der Salzburger Landesregierung in Auftrag gegeben wurden, bestätigen diese Vernichtung der Natur und fordern als höchste Priorität, das Gatter zu schließen.

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Ein Jagdgatter als Natura 2000 Europaschutzgebiet? Antrag auf Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens

Schon 1997 wurde die Antheringer Au nördlich der Stadt Salzburg von der Landesregierung der EU Kommission als Europaschutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitats (FFH)-Richtlinie gemeldet. Allerdings liegt mitten in diesem Gebiet das nun schon bekannte Jagdgatter von Mayr-Melnhof mit seiner Wildschweinpopulation vom 100 Fachen der natürlichen Populationsgröße. Laut Gesetz hätte die Landesregierung innerhalb von 6 Jahren nach Etablierung des Schutzgebiets, also spätestens 2003, eine Verordnung zum Schutz des Gebiets erlassen sollen. Dazu kam es aber nie. Ein Schutz des Gebiets im Sinne der FFH-Richtlinie widerspricht mit Sicherheit der Existenz eines Jagdgatters, zumal die Wildschweine in dieser Zahl sämtliche streng geschützten Amphibien und Reptilien aufessen, sowie wertvolle Waldzonen zerstören. Kann es sein, dass die Landesregierung einen Kniefall vor Mayr-Melnhofs macht und dafür sogar das Gesetz bricht, nur um dessen Gatterjagdspaß nicht zu gefährden?

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Illegale Jagd und Nötigung im Gatter Mailberg: Anzeige

 

Vor einigen Wochen veröffentlichten wir einen Film von handzahmen Wildschweinen im Jagdgatter Mailberg, die sich streicheln ließen. Am nächsten Tag sollten diese erschossen werden. Die Reaktion der Bevölkerung war überwältigend, mehr als 27.000 Protestemails sollen bei der Landesregierung eingegangen sein. Die Jagd wurde von höchster Stelle abgesagt. Jetzt teilten uns AnrainerInnen mit, dass sie am 13. Februar 2016 nachgeholt worden sein soll. Das ist aber klar gesetzwidrig, weil Treibjagden in Gattern in Niederösterreich zwischen 1. Februar und 15. September nicht erlaubt sind. Das haben wir nun angezeigt.

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Anzeige Gatterjagd Max Mayr-Melnhof

Am 15. Dezember 2015 gab es im Jagdgatter von Max Mayr-Melnhof eine große Treibjagd. Wir mussten nicht nur zusehen, wie hunderte Wildschweine erschossen wurden, sondern auch die Todesangst und Panik in den Augen zahlloser Tiere sehen, die vor den Schüssen, dem Geschrei der Treiberkolonnen und dem Gebell der Hundemeuten zu flüchten versuchten, ohne Ausweg in der Umzäunung. Dagegen habe ich nun Anzeige wegen Tierquälerei erstattet. Und ich stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Die ehemalige Amtstierärztin und heutige Tierschutzombudsfrau der Steiermark, selbst Jägerin, hat ganz deutlich öffentlich gesagt, dass die Treibjagd in einem Jagdgatter Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch darstellt. Ja, und natürlich habe ich eine Anzeige wegen Sachbeschädigung angeschlossen: 2 Schüsse auf eine Drohne.

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Offener Brief an die für Jagd zuständige burgenländische Landesrätin Verena Dunst

verena.dunst@bgld.gv.at

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

wie Sie sicherlich wissen sind Jagdgatter in 5 von 9 Bundesländern in Österreich explizit verboten. In zwei weiteren Bundesländern, nämlich Salzburg und Wien, gibt es lediglich jeweils ein historisch bedingtes Gatter und man spricht sich von Regierungsseite gegen Jagdgatter aus. Und selbst in Niederösterreich will man die Jagdgatter loswerden und hat deshalb ein Verbot der Errichtung weiterer Gatter erlassen und die bestehenden von jährlichen Bewilligungen abhängig gemacht. Das Burgenland steht also mit seiner rückhaltlosen Zustimmung zu Jagdgattern allein auf weiter Flur. Irritiert Sie das eigentlich gar nicht?
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Massenabschuss gemästeter Enten im Jagdgatter Mayr-Melnhof

Auch in Salzburg gibt es Jagdgatter, z. B. eines der Familie Mayr-Melnhof gleich nördlich der Landeshauptstadt, an der Grenze zu Deutschland. Dort züchtet man Wildschweine und Enten. Das erklärte mir jedenfalls Friedrich Mayr-Melnhof persönlich, den ich im Jagdgatter antraf. Die Mentalität der Familie zeigt sich schon durch eine große Erinnerungsplakette an einem Baum dort. Hier schoss ein Friedrich Mayr-Melnhof seinen 1000. Rehbock! Dass es sich da um gezüchtete Tiere handeln muss ist klar. Seltsam, dass diese ehemaligen Adeligen so besessen davon sind, möglichst viele Wildtiere zu töten. Auch weiland Kaiser Franz-Joseph und sein Thronfolger Franz Ferdinand übertrafen sich in diesem Metier gegenseitig.
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Wenn Jagdgatter verschwinden

Wenn man sich für Tierschutz engagiert bekommt man schnell den Eindruck, dass alles immer schlimmer wird. Immer mehr Menschen essen immer mehr Fleisch. Die Tierfabriken und die Schlachthöfe werden immer größer. Die Tierindustrie drängt auf Verschlechterungen, wie z.B. die Besatzdichtenerhöhung bei Puten (abgewehrt) oder die 10 % Regel (gelungen: alle Tierschutzmindestvorschriften z.B. für Platz pro Tier dürfen ungestraft um 10 % unterboten werden). Und die Überwachung wird schlimmer. Und die Jagdgatter werden immer mehr. Oder?
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