Kastenstand

Schweineindustrie-Richterin verurteilt TierschützerInnen zu 3 Monaten bedingt wegen Zuhaltens einer Tür bei einer Besetzung der Salzburger Landwirtschaftskammer!

Im Rahmen der Kampagne gegen die Haltung von Mutterschweinen in körpergroßen Käfigen, den sogenannten Kastenständen, die letztendlich mit langer Übergangsfrist verboten wurden, besetzten einige TierschützerInnen auch die Landwirtschaftskammer in Salzburg. Im Büro des Landwirtschaftskammerpräsidenten Franz Eßl, der auch gleichzeitig ÖVP-Tierschutzsprecher ist und durch eine Presseaussendung anlässlich des Welttierschutztages glänzte, in der er weniger Tierschutz forderte, wurde die Tür verbarrikadiert. Jetzt behauptete ein Polizist vor Gericht, er habe die Tür aufmachen wollen, sie sei aber von innen zugedrückt worden. Das würde Widerstand gegen die Staatsgewalt darstellen.

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Kastenstandkampagne: 3. Besetzungsaktion, nö Landwirtschaftskammer in St. Pölten

Da sind sie schon wieder, die radikalen TierschützerInnen, und besetzen einfach eine demokratisch gewählte Kammervertretung der Bauernschaft. Tja, so ist das in einer Demokratie. Die Kunst, eine effektive Kampagne zu führen, besteht darin, zum Thema der Kampagne laufend neue News zu schaffen, die eine mediale Berichterstattung wert sind. Erst durch die permanente Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit kann eine breite, offene und öffentliche Diskussion über das Thema stattfinden. Und nur wenn die Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt, was vor sich geht, wird die Entscheidung demokratisch ausfallen.

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13 Stunden Besetzung des Landwirtschaftsministeriums

Täglich grüßt das Murmeltier – und täglich protestieren TierschützerInnen landauf landab bei allen öffentlichen Auftritten des Landwirtschaftsministers. Den Auftakt machte am 12. September die Blockade des Ministeriums für 30 ½ Stunden, seit damals finden sich aufgebrachte TierschützerInnen jedes Mal ein, wenn sich Berlakovich in der Öffentlichkeit zeigt, von Vorarlberg über Salzburg und Kärnten bis Wien.

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24 Stunden lang blieb eine Linzerin im Schweine-Kastenstand

Die letzten 24 Stunden verbrachte ich am Linzer Hauptplatz. Eine selbstlose Aktivistin hatte sich angeboten, aus Protest gegen Kastenstände 24 Stunden lang in einem ausrangierten Kastenstand für Mutterschweine zu sitzen. 1,9 m lang, 65 cm breit, bis zu 1 m hoch – eine Qual auch nur 24 Stunden sich nicht bewegen zu können. Ich weiß wovon ich spreche, habe ich doch auch schon einmal, unmittelbar nach meinem Freispruch im Tierschutzprozess, so lange in einem Kastenstand verbracht.

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Dauerproteste gegen Berlakovich – ist das nicht zu radikal?

Seit 12. September 2011 ist Schluss mit lustig in der Kastenstandfrage. Seitdem wird praktisch täglich bei jedem öffentlichen Auftritt von Landwirtschaftsminister Berlakovich protestiert. Am 12. und 13. September begann der Reigen, wie bekannt, mit einer 30 ½ stündigen Blockade des Landwirtschaftsministeriums. Sind derart heftige Proteste demokratiepolitisch zu rechtfertigen?

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Über 30 Stunden Blockade des Landwirtschaftsministeriums zu Ende

Eigentlich hatte ich das ja schon angekündigt: http://www.martinballuch.com/?p=691

Am Montag dem 12. September 2011 erschienen 40 TierschützerInnen wie aus dem Nichts um Punkt 6 Uhr früh vor dem Landwirtschaftsministerium und schlossen vor den Augen eines dort anwesenden Portiers und zweier Polizisten 5 große Eingangstore des Haupteingangs und ketteten sich innerhalb von mitgebrachten Stahlrohren daran fest. Zusätzlich wurden zwei sogenannte Tripods, also 6 m hohe Dreibeine, davor aufgestellt, sodass auch die Einfahrten versperrt wurden. Oben an diesen Dreibeinen hingen ebenfalls Aktivisten, dazwischen war ein Transparent aufgespannt: „Herr Berlakovich, Schweine-Kastenstände sind rechtswidrige Tierquälerei!“ In weniger als 60 Sekunden war alles an seinem Platz und weder der Portier noch die Polizisten kamen überhaupt dazu, einzugreifen.

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Wie die Schweineindustrie den Tierschutz sieht

Seit geraumer Zeit wird ja momentan von Tierschutzorganisationen versucht, ein Kastenstandverbot zu erreichen. Jetzt ging ein Schreiben der Schweineindustrielobby an die Schweinefabriken hinaus, in dem berichtet wird, wie gut für ihre Sache der Profitmaximierung, also gegen ein Kastenstandverbot, gekämpft wurde. Dabei, so steht dort ganz deutlich, habe sich die Schweineindustrie immer unmittelbar mit Landwirtschaftskammer und Landwirtschaftsministerium in allen Schritten abgesprochen. Dann werden die GegnerInnen analysiert:

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Landwirtschaftsminister Berlakovich lässt Verhandlungen über Kastenstandverbot platzen

Der zentrale Hintergrund der Tierschutzcausa ist der eskalierende Konflikt zwischen Tierschutz und ÖVP. Tierschutz sollte kein parteipolitisches Thema sein, auch ÖVP-WählerInnen können sich mit viel Herz für Tierschutz einsetzen. Einige ÖVP-AktivistInnen und sogar ein Funktionär der Jungen ÖVP haben sich bereits beim VGT engagiert oder mit uns zusammen Veranstaltungen durchgeführt. Doch die neueste Entwicklung in der Frage des Verbots von Kastenständen für Mutterschweine zeigt wieder einmal, in welche Richtung die ÖVP bzw. ihre MinisterInnen abdriften. Dabei wird die ÖVP zum Sprachrohr der Tierindustrie mit einem elitären, demokratiefeindlichen Verständnis von Politik.

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Pressekonferenz mit schwedischem Schweineexperten – und trotzdem „militant“

Heute habe ich mit einem der führenden Schweineexperten Europas, Univ.-Prof. Bo Algers aus Schweden, zusammen eine Pressekonferenz abgehalten. Er ist nicht nur Chairman der working group für Schweinehaltung des wissenschaftlichen Beirats der EU-Kommission, sondern hat auch 1989 bereits seine Dissertation zum Verhalten von Ferkeln geschrieben und seitdem über 400 Fachartikel in Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht. Bei unserer Pressekonferenz ging es um das Verbot von Kastenständen für Mutterschweine, diese körpergroßen Gitterkäfige. Näheres zu den Inhalten der Präsentation findet sich hier:

http://www.vgt.at/presse/news/2011/news20110615m.php

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