Klimawandel

Neues vom Klimawandel

In einem Gemeindebuch in der Umgebung des Hochschwabs in der Obersteiermark ist die Rede davon, dass hier der Winter wirklich 6 Monate dauert. Das Buch stammt von 1955. Heuer gab es zwar einen Winter, aber der ist schon seit einiger Zeit wieder vorbei. Obiges Bild stammt von Ende März. Kein Schnee mehr auf den Schipisten. Der Winter war kaum 3 Monate lang. Das ist der Klimawandel.

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Neues vom Klimawandel

In Paris haben sich die Mächtigen dieser Welt nun doch wenigstens in gewissem Rahmen eine Begrenzung des Kohlendioxyd-Ausstoßes vorgeschrieben, allerdings sanktionslos, sollten sie das nicht einhalten. Man will, so die Verlautbarung, die Erwärmung des Klimas insgesamt unter 2 Grad halten. Das sei aber, so die Wissenschaft ziemlich einhellig, vermutlich überhaupt nicht mehr möglich, und mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, auch wenn sie überraschend weit gehen, erst recht nicht. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Und heute gibt es überhaupt keine WissenschaftlerInnen mehr, die den Klimawandel bezweifeln. Das ist nur noch eine Sache von VerschwörungstheoretikerInnen.

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Klimawandel ist … wenn ich am 26. Dezember vor Hitze im T-Shirt den Schatten suchen muss

Ich habe einige Menschen gefragt, die immer schon hier im Gebirge in Ostösterreich leben. Noch nie, sagen sie mir einhellig, noch nie war es im Dezember so warm und hat es so überhaupt keinen Schnee gegeben. Das Jahr 2013 war schon rekordverdächtig, aber immerhin lagen da auf 1000 m Seehöhe zu Weihnachten noch 10 cm Schnee und ab 1300 m gab es eine richtige Schneedecke. Heuer aber ist es erstmals bis in große Höhen vollständig aper. Am 26. Dezember saß ich im T-Shirt, kurzer Hose und ohne Socken und Schuhe auf einer Wiese in 600 m Höhe. Die Sonne schien so heiß vom Himmel, dass ich den Schatten aufsuchen musste. Und weit und breit kein Fleckchen Schnee. Später fand ich, dass mich ein Zeck gebissen hatte. Am 26. Dezember! Vom Winter bleiben nur noch die langen Sonnenuntergänge.

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Klimawandel: Half Way to Hell

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist publiziert in praktisch jeder Ausgabe die neuesten Hiobsbotschaften zum Klimawandel. Am 1. August 2015 wurde vermeldet, dass wir nun die 1° Erwärmung seit vorindustrieller Zeit erreicht haben. Der halbe Weg also zum Maximum von 2°, das als gerade noch vertretbar gilt. Ab dann, so die WissenschaftlerInnen, beginnt „die Hölle auf Erden“. Deshalb sollte es schnellstens politische Entscheidungen zur Gegensteuerung geben. In einer anderen Ausgabe des Magazins wird errechnet, dass effektive Klimamaßnahmen lediglich 15 Milliarden Euro kosten würden, ebensoviel wie das Apolloprojekt seinerzeit für den Flug zum Mond, und deutlich weniger, als an Klimakosten auf die Welt zukommen wird. Übrigens: der fossile Energiesektor der Wirtschaft bezieht jährlich weltweit 5300 Milliarden Euro an Subventionen und ist einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel.
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2013/2014 erstmals ohne Winter? Weit und breit kein Schnee in Sicht!

P1000505kleinIch gehe seit Jahrzehnten im Mittel um die 100 Tage pro Jahr auf Bergtour hinaus in die Natur. 30-40 Tage davon bin ich mit Schi unterwegs. Bei uns in Ostösterreich ist zumindest noch bis vor wenigen Jahren sehr viel Schnee gefallen, Schitouren bis in den Juni hinein waren normal. Doch heuer, und das kann ich mit meiner Erfahrung sagen, liegt deutlich weniger Schnee in den ostösterreichischen Bergen, als je zu dieser Jahreszeit in den letzten Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten oder Jahrtausenden. Seit Mitte Dezember 2013 herrscht eine Südwetterlage, Föhn im Norden, Temperaturen oft bis 10 Grad auf 1500 m Höhe. Der letzte Schnee fiel Ende November. Da dachte ich noch, der Winter habe begonnen, siehe http://www.martinballuch.com/?p=3502. Keine Jagd mehr? Leider falsch. Anfang Jänner traf ich auf eine Treibjagd am Hochschwab, abends eine „Strecke“ von 2 Rehen, 2 Gemsen und 1 Hirsch. Um diese Jahreszeit habe ich so hoch oben noch nie Treibjagden erlebt!
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Kernkraftwerke ohne Endlager

P1000378Erst Anfang November 2013 haben 4 führende KlimaexpertInnen die Umweltschutzorganisationen der Welt aufgefordert, ihren Widerstand gegen Kernkraft dem Klima zuliebe aufzugeben. Es ist richtig, dass Kernkraftwerke wesentlich weniger CO2-Ausstoß für die gleiche Energiemenge produzieren, als mit Kohle betriebene kalorische Kraftwerke. Aber mit Blick auf Fukushima und Tschernobyl scheint das doch zu kurz gedacht. Selbst wenn man behaupten würde, derartige Unfälle werden nur selten stattfinden und seien mit neuer Technologie in den Griff zu bekommen, gibt es ein großes Problem mit Kernkraftwerken, das bisher auch nicht ansatzweise gelöst ist: wohin mit dem radioaktiven Müll?
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Neueste Zahlen zeigen erstmals Trendumkehr: weltweiter CO2 Ausstoß steigt langsamer als Wirtschaft

P1000377In Sachen Klimawandel kennen wir nur negative Berichte. Jetzt kam aber der „Trends in Global CO2 Emissions: 2013 Report“ der Environment Assessment Agency und des EU-Kommissions Joint Research Centre heraus. Das wesentliche Ergebnis: Während das Bruttosozialprodukt weltweit um 3,5% angestiegen ist, wuchs die weltweite CO2 Emission „nur“ um 1,1%. Das ist eine Trendumkehr, weil bisher die CO2-Emission direkt an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt war. Zwar fordert die Wissenschaft, dass der weltweite CO2-Ausstoß ab jetzt jährlich um 2,5% pro Jahr sinken muss, statt weniger steil anzusteigen, um eine maximale Erwärmung von 2° C nicht zu überschreiten, aber dennoch liefern die Zahlen einen Hoffnungsschimmer, dass doch noch die Vernunft einkehrt.
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Der neue UN-Bericht zum Klimawandel ist da

P1000324Von 1989 bis 1997 arbeitete ich am Department for Applied Mathematics and Theoretical Physics der Uni Cambridge, u.a. an der Computersimulation der Erdatmosphäre durch die numerische Lösung jener mathematischen Gleichungen, die den Naturgesetzen entsprechen. Damals gab es ein ganz heißes Thema: das Ozonloch. 1985 von einem Physiker aus Cambridge entdeckt, begann die fieberhafte Arbeit am physikalisch-chemischen Verständnis des Problems und seiner Lösung. Bald war klar, dass die vom Menschen produzierten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die aus Kühlschränken und Spraydosen in die Atmosphäre entwichen, an der Ausdünnung der lebenswichtigen Ozonschicht insbesondere im Frühjahr an den Polen schuld war. Eine technische Umstellung in der Produktion ermöglichte es, diese Emissionen zu vermeiden. Und tatsächlich begann sich das Ozonloch nach über einem Jahrzehnt langsam wieder zu schließen, mit einer maximalen Ausdehnung 2006.

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Tierproduktion und Klimawandel

 

Martin Schlatzer hat 2011 eine überarbeitete Ausgabe seines Buches „Tierproduktion und Klimawandel“ herausgegeben, eine sehr empfehlenswerte Schrift, sehr faktenlastig und voller Information samt Quellen. Das Buch ist ein klares Plädoyer für ein Ende der Tierproduktion aus rein rationalen Gründen, ohne Emotion vorgebracht. Angeführt wird zwar die negative Auswirkung der Fleischproduktion auf Land, Wasser, Wald, Boden, Artenvielfalt, Entwicklungsländer, Tierleid und menschliche Gesundheit, den Schwerpunkt bildet aber die Auswirkung auf den Klimawandel. Hier ein Link zum Buch: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50146-2

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