Kuksi

Können Hunde Menschen absichtlich täuschen?

Manche Menschen bezweifeln bis heute, dass Hunde überhaupt ein Bewusstsein haben. Sei seien lediglich mit Instinkten und einem Lernvermögen durch Konditionierung ausgestattete Biomaschinen. Andere akzeptieren, dass Hunde fühlen und vielleicht sogar denken können, aber behaupten, sie hätten kein Selbstbewusstsein. Fast glaube ich, dass die Mehrheit der Menschen heute noch dieser These anhängt. Selbstbewusstsein, so die Folklore, sei nur dem Menschen und vielleicht wenigen anderen Tieren, wie Elefanten, Delfinen und Menschenaffen, möglich. Wissenschaftlich stuft man zwischen verschiedenen Formen des Selbstbewusstseins ab. Durch die Selbsterkennung im Spiegel sei Selbstbewusstsein der niedrigsten Form nachweisbar. Bei einigen Tieren gilt das als belegt, darunter Menschenaffen und Elefanten, aber auch Elstern und seit Neuestem Pavianen, obwohl bei Letzteren für lange Zeit das Gegenteil als bestätigt galt.

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Sind der Tod eines Menschen und eines Tieres so anders?

Kürzlich habe ich mit dem Betreiber eines Schaugatters, in dem sich einige Damhirsche und Mufflons befinden, über dessen Auflösung diskutiert. Das Gatter soll geschlossen werden, aber wohin mit den Tieren? Mein Vorschlag: betäuben, sterilisieren und in einen Lebenshof transportieren. Der Gegenvorschlag: aus kurzer Distanz schmerzfrei erschießen. Das Argument dafür? Betäubung, Sterilisation und Transport seien zu stressig, abgesehen davon würden die Tiere dann, wenn sie in 10 Jahren alt werden, an Altersschwäche leiden und vielleicht einsam sein.

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Die Ethik von Schitouren

Schitour. Das heißt für mich meine Tourenschi auf der Lauffläche mit einem Fell überziehen – vegan, versteht sich – und hinaus in den Wald und in die Berge zu gehen. Schitourengehen ist wie das sommerliche Wandern, nur eben im Winter im Schnee. Die Schi mit den Fellen dienen dazu, nicht zu tief im Schnee einzusinken und beim Bergaufgehen nicht zurück zu rutschen. Ansonsten geht das Wandern damit genauso, wie mit Bergschuhen im Sommer. Die Menschen im Hohen Norden gehen schon seit mindestens 10.000 Jahren mit Schi im Winter. Anders ginge es gar nicht. Abfahrten sind kein notwendiger Teil einer Schitour, zentral ist für mich einfach, zusammen mit meinem Hundefreund Kuksi draußen zu sein, oft mit dem Zelt.

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Eine kleine Anekdote

Vor ein paar Tagen ging ich abends mit meinem Hundefreund durch einen Park. Wieder einmal hat irgendjemand ein Sackerl mit einer Jause stehen gelassen. Kuksi freuts. Er wühlt sich durch und ergreift mit dem Mund eine in Plastik eingehüllte Wurst. „Nicht!“, ruf ich noch und springe hin, aber, schwupps, ist sie schon weg. Kuksi schaut ganz unschuldig, als wollte er sagen „ach so, ich wusste nicht, dass ich die nicht essen soll“. Dabei wusste er das genau, aber es war ihm einfach wichtiger. Naja, denke ich mir, hoffentlich kommt sie unten wieder raus. Ich werde ein Auge darauf haben.

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Mein Hundefreund Kuksi

Die Personen in unserer Gesellschaft, die ein tiefes Verständnis für die wilde, ursprüngliche Natur mit all ihren Tücken und Gefahren haben, sind dünn gesät. Doch einer davon, mein Hundefreund Kuksi, teilt meine Leidenschaft für die langen Wanderungen ohne konkretem Ziel, für die Nächte im Wald, für die weglose Wildnis abseits menschlicher Spuren. Gerade sind wir aus dem Regen zurückgekehrt, aus dem dampfenden Wald. Ein intensiver Geruch liegt in der Luft, Tannennadeln, feuchte Baumstämme, Moos. Es ist so wunderschön mit Kuksi hier heraußen zusammen zu sein.

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Wenn ein Hund bewusst entscheidet

In meinem Buch „Der Hund und sein Philosoph“ argumentiere ich, dass Hunde autonome und vernünftige Wesen sind, die bewusst entscheiden können, ganz unabhängig von ihrer Konditionierung. Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Argumente dafür klar und deutlich dargelegt wurden und kein Zweifel mehr bestehen bleibt. In der Praxis begegnet mir dennoch ununterbrochen auch unter Tierschützer- und TierrechtlerInnen die Idee, dass Hunde nur mit Versuch und Irrtum auf Basis von Konditionierung lernen können, dass ihre Handlungsantriebe nur Reizreaktionen oder Triebe und Instinkte sind, dass es da keine Freiheit zur Entscheidung hinter diesen Schlappohren gibt.

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Einen Hund darf man nicht unterschätzen!

Wir waren wieder einmal auf einer Recherche im Jagdrevier von Mensdorff-Pouilly unterwegs. Und mein tapferer Hundefreund Kuksi hat mich, wie so oft, dabei begleitet. Heute war niemand auf der Jagd, aber wir wollten diese Fasankisten finden, die sich kreuz und quer in diesem seltsamen Jagdrevier befinden. Diese Kisten sind wenige Quadratmeter groß und gerade einmal 50 cm hoch, ins Unterholz fix montiert. Dort lässt Mensdorff-Pouilly die Fasane aus der Voliere hineinsetzen, wenn sich hochgestellte Persönlichkeiten zur Jagd angesagt haben. Kaum stehen die Schützen vor dem Waldstück, in dem sich die Kisten befinden, öffnet ein Helfer die Käfigtür und die Fasane verteilen sich im Gebüsch, außer Sichtweite der JägerInnen. Dann schickt man die Jagdhunde in den Wald und schon fliegen die Zuchttiere, eines nach dem anderen, Angst erfüllt über die Wiese hinaus und können von den Schützen abgeknallt werden. Manche unserer Mitmenschen verstehen unter einer erbaulichen Freizeitbeschäftigung eine derartige Tätigkeit.

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Ein Hund ist ja kein Mensch! – oder doch?

Wenn ich von meinem partnerschaftlichen Zusammenleben mit Kuksi berichte, da schütteln manche den Kopf. „Ein Hund ist ja kein Mensch“, heißt es dann. Den muss man ganz anders behandeln. Ein Hund ist kein Mensch. Stimmt. Und eine Frau ist kein Mann, ein Schwarzer kein Weißer. Was sagt uns das? Es mag Unterschiede geben, wesentlich ist doch die Gemeinsamkeit. Was sollen also ein Hund und ein Mensch nicht gemeinsam haben, das einen unterschiedlichen Umgang rechtfertigt?
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Ohne Leine? Dem Hund vertrauen!

Von der Podiumsdiskussion über Hunde in der Volkshochschule Ottakring in Wien am 12. Juni 2015 sind noch einige weitere Eindrücke bei mir hängen geblieben. Eine Mitarbeiterin der Veterinäruni Wien saß neben mir am Podium und stellte fest, dass sie nie im Leben ihren Hund irgendwo in der Nähe einer Straße von der Leine lassen würde. Das sei unverantwortlich. Man wisse nie, was einem Hund einfalle und was er als nächstes tun werde. Eine andere Diskussionsteilnehmerin kritisierte mich, weil ich meinen Hundefreund Kuksi mit einem Kollegen aus dem Büro spazieren gehen ließ, ohne diesen Mann vorher auf seine Hundetauglichkeit zu überprüfen.
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Die menschliche Nase funktioniert – laufende Motoren stinken!

Als ich bei einer Podiumsdiskussion über mein Buch von meiner engen Freundschaft mit Hund Kuksi sprach und meinte, der einzig richtig wesentliche Unterschied zwischen uns bestünde darin, dass meine VorfahrInnen vom Äquator kommen und ich daher nicht nackt im Schnee stehen kann – und zwar überhaupt nicht! –, sagte Prof. Ludwig Huber, nein, es gebe größere Unterschiede, z.B. die Nase. Nun, meine Aussage hat sich hauptsächlich darauf bezogen, dass viele PhilosophInnen einen qualitativen, unüberbrückbaren Unterschied zwischen Menschen und anderen Tieren in der Sprache sehen. Menschen nutzen die Sprache zum Denken, Hunde nicht, daher sind sie unvergleichbar. Meine Erfahrung in der Wildnis ist das nicht. Dort denke ich auch ohne Sprache. Wenn Kuksi und ich uns überlegen, wie wir eine Felsstufe überwinden, die sich vor uns aufbaut, dann machen wir das auf dieselbe Art. Ebenso bei einem wilden Fluss, der zu überqueren ist, oder anderen Gefahren. Wir entscheiden beide vernünftig und beide auf der Basis mentaler Bilder, mit denen wir uns die Überwindung des Hindernisses zunächst ausmalen, bevor wir es in der Realität angehen.
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