Linguistisches Gutachten

Was der linguistische Gutachter zu den Zeugen zu sagen hatte

 

Seit der Pressekonferenz (http://www.martinballuch.com/?p=490) zu den 3 Zeugen, die das linguistische Gutachten widerlegt haben, sind 3 Prozesstage vergangen. Ein Zeuge hat ausgesagt, den Leserbrief geschrieben zu haben, den der linguistische Gutachter Wolfgang Schweiger mir zuordnet. Der zweite Zeuge ist Vorstandsmitglied des Herausgebervereins des TaTblatt gewesen und hat als solcher gewusst, dass die Überschrift, die Schweiger mir zuordnet, von einem Redakteur aus dem TaTblatt stammt. Der dritte Zeuge schließlich gab als Webseitenbetreuer des TaTblatt an, dass er die Hintergrundinformationen geschrieben hat, die Schweiger mir ebenfalls zuordnet. Beide sagten übereinstimmend, dass die vom Gutachter benutzte Version mit dieser Überschrift und den Hintergrundinformationen so nie veröffentlicht worden ist. Sie ist offenbar der Fantasie des Gutachters entsprungen.

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Linguistischer Gutachter: „Ich bestimme was Balluch denkt!“

 

Am Mittwoch dem 14. April hat dieser Tierschutzprozess seinen absoluten Tiefpunkt erreicht: das linguistische Gutachten von Wolfgang Schweiger, dem pensionierten AHS-Lehrer aus Graz, war Thema. Dieses Gutachten ist die einzige echte Evidenz gegen mich, besagt es doch, dass ich Bekennerschreiben geschrieben hätte – auch wenn man nicht behauptet, ich hätte an den zugehörigen Straftaten teilgenommen. Letzteres ist sogar ausgeschlossen, aufgrund von Alibis. Aber die SOKO flüchtet sich in die Vorstellung, ich würde alle Bekennerschreiben der angeblichen kriminellen Organisation verfassen und dann für die TäterInnen griffbereit liegen lassen, damit die das nutzen können. Offenbar sind sie zu blöd für eigene Formulierungen.

Diese Vorstellung an sich ist schon etwas abgehoben. Aber abgehoben ist kein Ausdruck für das linguistische Gutachten, das diese Vorstellung untermauern soll. € 35.000 Euro für ein Gutachten, von dem jedes Volksschulkind sofort erkennen kann, was für ein ausgemachter Blödsinn es ist. Tatsächlich kann ich bei allen drei der Bekennerschreiben, die dieses Gutachten mir zuordnet, beweisen, und zwar wirklich beweisen, dass ich das nicht geschrieben haben kann. Also erwartet man am Tag der Präsentation des Gutachtens im Prozess, dass man die Gegenbeweise vorbringen und das Gutachten widerlegen werde. Danach, so die naive Vorstellung desjenigen, der noch immer an den Rechtsstaat glaubt, ist die Sache gegessen.

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