Politik

Gespräche mit politischen GegnerInnen

Eine tschechische Vortragende an einer Konferenz kürzlich forderte die TierschutzaktivistInnen auf, mit den politischen GegnerInnen das Gespräch zu suchen. Ihr schwebte dabei eine gemeinsame Konferenz zwischen TierschützerInnen und TierexperimentatorInnen vor, in der man Standpunkte abgleicht und mögliche Übereinstimmungen findet. Manche unter den ZuhörerInnen wiesen diese Idee erbost zurück: man dürfe keinesfalls mit diesen Personen reden, es dürfe keinesfalls Kompromisse geben, es sei undenkbar, diesen Personen zu signalisieren, dass diese oder jene Tierversuche akzeptabel wären.
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Im Gespräch mit Frank Stronach

Laut NEWS soll er Franz Strohsack geheißen haben, als er nach Kanada auswanderte, um sein Glück zu machen. Und das dürfte ihm zumindest im materiellen Sinn gelungen sein. Jetzt ist er als Frank Stronach zurückgekehrt und will in Österreich die Politik umkrempeln. Seine neue Partei „Team Stronach“ hat nicht nur bereits vor der Wahl genügend MandatarInnen, um einen Parlamentsclub zu bilden. Der erste Wahltestballon steigt jetzt bei der niederösterreichischen Landtagswahl im März.

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Die erstaunlich kurze Lebenszeit von PolitikerInnen im Parlament

Ich gehe seit gut 20 Jahren zu PolitikerInnen und ins Parlament, um im Interesse des Tierschutzes zu verhandeln und Fortschritte zu erzielen. Für meine Ohren klingt das jetzt nicht besonders lange, es braucht ja seine Zeit, die Funktionsweisen der politischen Prozesse zu durchschauen. Abgesehen davon können sich ja erst über die Jahre politische Seilschaften bilden, die parteiübergreifend den Tierschutz voranbrächten.

Seit 2005 erst gibt es TierschutzsprecherInnen jeder Partei im Parlament. Und seit dieser kurzen Zeit habe ich z.B. bei der SPÖ bereits die dritte Generation an TierschutzsprecherInnen erlebt. Bei der gestrigen Verhandlung mit dem ÖVP-Verfassungssprecher saß mir ein völliger Newcomer gegenüber, der erst seit 1 Jahr im Parlament ist. Und die Tierschutzministerin bzw. der Tierschutzminister wechselt samt ihrer/seiner ReferentInnen alle paar Jahre. Aber auch in anderen politischen Funktionen ist die „Lebenszeit“ der FunktionärInnen derartig kurz, dass es gar nicht möglich ist, sich einzuarbeiten und Vertrauen zu schaffen. Mit jedem neuen Verhandlungspartner muss das Vertrauen neu aufgebaut und die Geschichte des politischen Tierschutzes neu erzählt werden.

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