Schweine

Zu den Videos aus 20 österreichischen Schlachthöfen

Die Aufnahmen sind schockierend. Ich bin ja einiges gewöhnt, aber da kann ich nicht mehr hinschauen. Diese unfassbare Brutalität, mit der diese Menschen auf die Tiere einschlagen, die da zum Ort ihres gewaltsamen Todes gedrängt werden. Sie riechen das nahe Ende, das Blut, die Angst bei ihren Leidensgenossen vor ihnen. Ich darf mir das nicht zu realistisch vorstellen, sonst verzweifle ich an der Welt. Und das ist tägliche Realität in Österreich? Natürlich haben wir es irgendwie gewusst, aber wir sind Meister des Verdrängens.

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Die AMA und die Schweine des Herrn Kowald

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Schweine in der Tierfabrik von Josef Kowald, ÖVP-Bauernbundobmann der Steiermark

Josef Kowald, steirischer ÖVP-Bauernbundobmann, präsentierte seine Schweinefabrik als Vorzeigebetrieb. Durch einen Teil davon organisierte er sogar öffentliche Führungen und erhielt als besondere Ehrung eine Hoftafel der AMA. Diese Hoftafel wurde ihm nun entzogen. Verdeckt aufgenommenes Filmmaterial aus dem Bereich seiner Schweinefabrik, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, brachte dramatische Szenen zu Tage, siehe http://www.vgt.at/presse/news/2013/news20130925mh.php. Obwohl man natürlich sagen muss, dass diese Schweinefabrik nicht irgendwie schlimmer als andere Schweinefabriken wäre. Die Dramatik des normalen Schweinealltags in diesen Tierfabriken eben.
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Intelligente Schweine

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Viel Denken strengt an

Das Messerli-Institut in Wien veranstaltete am 7. November 2013 im Rahmen seines Mensch-Tier Seminars einen Vortrag von Christian Nawroth vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg über die Intelligenz von Schweinen. Ab April wird das Messerli-Institut eine Forschungsstelle am Haidlhof bei Bad Vöslau in NÖ mit 10 Hektar Freiland zu diesem Zweck eröffnen. Dabei geht es nicht um die Erforschung der bestmöglichen Haltungsform dieser Tiere, sodass ihre Nutzung in möglichst tiergerechter Form von statten gehen kann. Nein, bei dieser Forschung werden die Forschungssubjekte als intelligente Wesen gesehen, deren kognitive Fähigkeiten der Gegenstand der Forschung ist. Was wir von Primaten und Wildtieren kennen, wird jetzt nicht nur auf Hunde sondern auch auf Hausschweine angewandt. Die Konsequenzen könnten weitreichend sein. Denn Studien zeigen, dass die Einschätzung von Tieren als Nahrungsmittel von Menschen, also ihre „Essbarkeit“, nicht durch ihre Leidensfähigkeit, und wenig durch ihr niedliches Äußeres oder ihre soziale Bindungsfähigkeit an Menschen beschränkt wird, sondern hauptsächlich durch ihre Intelligenz. Umso intelligenter ein Tier wahrgenommen wird, umso eher wird es vom Speisezettel gestrichen. Kognitionsforschung also, die die Intelligenz der Schweine nachweist, hat demgemäß ein großes Veränderungspotenzial für die Nutzung dieser Tiere in der Gesellschaft.
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Was bringen Tierschutzkampagnen? – Kastenstandverbot

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Kastenstandhaltung von Mutterschweinen: 65 cm breit und 195 cm lang, ununterbrochen während Geburt und Säugeperiode eingesperrt.

Seit vielen Jahrzehnten engagiere ich mich im Rahmen von Tierschutzkampagnen, um Verbesserungen des Tierschutzgesetzes zu erreichen. Immer stellt sich dabei das Problem, einen Mittelweg zwischen einer utopischen Forderung, die scheitert, und einer lächerlichen Forderung, die keine relevante Änderung bringt, zu finden. Für beide Extrempole will ich nicht meine Zeit verplempern, dafür habe ich davon zu wenig. Ich möchte reale Änderungen erreichen, die wirklich einen Fortschritt bringen und Bestand haben.

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Mein Leserbrief zum Schweineversuch von Vent

In der Ausgabe 1/2010 der Zeitschrift „bergundsteigen“, einer Zeitschrift für BergführerInnen, erschien ein 4-seitiger Artikel über die Lawinenversuche an Schweinen in Vent in Tirol. Die Autoren dieses Artikels waren allerdings auch diejenigen Personen, die diese Tierversuche durchgeführt haben. Als Wissenschaftler, Lawinenopfer und Obmann des Vereins Gegen Tierfabriken, der in die Proteste gegen diesen Versuch involviert war, fühlte ich mich mehrfach betroffen und schrieb daher in der leider gebotenen Kürze eine Stellungnahme dazu, die in der Zeitschrift als Leserbrief abgedruckt wurde.

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13 Stunden Besetzung des Landwirtschaftsministeriums

Täglich grüßt das Murmeltier – und täglich protestieren TierschützerInnen landauf landab bei allen öffentlichen Auftritten des Landwirtschaftsministers. Den Auftakt machte am 12. September die Blockade des Ministeriums für 30 ½ Stunden, seit damals finden sich aufgebrachte TierschützerInnen jedes Mal ein, wenn sich Berlakovich in der Öffentlichkeit zeigt, von Vorarlberg über Salzburg und Kärnten bis Wien.

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80% der Schweine in Vorarlberg dokumentiert!

Das Dokumentieren von Zuständen in Schweinefabriken (und Tierversuchslabors etc.) ist eine zentrale Aufgabe von Tierschutzorganisationen. Auch wenn dabei Gesetze minimal gebrochen werden sollten, ist das völlig legitim, weil nur auf Basis solcher seriöser Information die Mehrheit in einer Demokratie entscheiden kann, welche Art der Tierhaltung z.B. sie wünscht. Man kann nicht über Schweinefabriken und ihr potentielles Verbot diskutieren, ohne zu wissen, was da drin konkret passiert.

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60 tote Ferkel vor dem Parlament in Wien

Gerade jetzt haben sich 60 AktivistInnen des VGT mit jeweils einem toten Ferkel vor das Parlament gestellt, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Schweineindustrie in Österreich aus Profitgier den Tod von 1,6 Millionen Ferkeln pro Jahr in Kauf nimmt. Man züchtet die Mutterschweine zu immer größerer Ferkelzahl – die Schweine bekommen bereits mehr Ferkel pro Wurf, als sie Zitzen bieten können! – und sperrt sie in enge Kastenstände, diese körpergroßen Gitterkäfige. Die hohe Zahl toter Ferkel ist dann ein Kollateralschaden, den man in Kauf nimmt, weil jedes einzelne Ferkel keine große Geldinvestition ist.

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The show must go on – Kampagne für ein Kastenstandverbot bei Mutterschweinen

Kaum war der Freispruch Realität, musste ich mich schon in die Kampagne gegen Kastenstände stürzen. Warum nimmst Du Dir keine Auszeit, wurde ich oft gefragt. Das hat zwei Gründe. Erstens besteht jetzt ein öffentliches Interesse an unserem Fall und wir müssen dieses Interesse gleich nützen, bevor es abflaut, um wichtige Fortschritte zu erzielen. Dazu gehören auf jeden Fall Reformen im Polizei- und Justizapparat – und da werde ich mich sehr bald wieder zu Wort melden – wie auch entsprechende Konsequenzen bei den Verantwortlichen, inklusive Schadensersatz. Das ist sehr wichtig, um solche Ermittlungen zukünftig zu verhindern.

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