Sexismus

Feminismus und Geschlechtergleichberechtigung sind zwei verschiedene Paar Schuhe

Ich interessiere mich gerade für die Frage, ob man einem Kind die normale Schule zumuten kann oder nicht. Wäre nicht eine frei Schule besser, oder gar das Home Schooling, also der Unterricht zu Hause? Ich bin noch dabei, die Fakten zusammen zu tragen. Als Teil davon habe ich mit einer 56 jährigen Lehrerin gesprochen. Neben vielen anderen interessanten Dingen, sagte sie, dass sie zum Glück in 4 Jahren in Pension gehen kann. Sie hatte schon große Reisepläne für die Zeit danach. Und dann sagte sie, dass ein männlicher Kollege, der gleich alt sei, wie sie, und der mit ihr in derselben Schule begonnen hatte, noch 5 Jahre länger arbeiten muss, bevor er in Pension gehen darf. Nicht, dass er dafür mehr Pension bekäme. Sie fand das total ungerecht. Und der Mann auch. Hat er sich beschwert, frage ich sie, hat er z.B. eine Gleichbehandlungsbeauftragte kontaktiert oder irgendwo protestiert? Nein. Hat er nicht. Man nimmt das eben einfach so hin. Männer protestieren im Allgemeinen nicht gegen Ungleichbehandlung aufgrund ihres Geschlechtes. Warum auch immer.

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Feminismuskritik in der Veganen Gesellschaft UK anno 1993

Ein weiterer historischer Brief, der mir in meiner Buchrecherche untergekommen ist. Diesmal geht es darum, dass ich 1993 gerade Mitglied in der Veganen Gesellschaft in England werden wollte, aber im neuen „The Vegan“ ein Artikel von der neuen Obfrau der Veganen Gesellschaft erschien, der Männer total runtermacht. Der Brief wendet sich an die Chefredaktion der Zeitschrift. Man sieht, auch diese Problematik ist bereits sehr alt. Jedenfalls unterstreicht das für mich deutlich, dass es einen Unterschied zwischen Feminismus und Gendergleichberechtigung gibt. Es erstaunt mich schon, dass man derart offensichtlich sexistisch sein kann, aber es total sozialadäquat ist, solange es sich gegen Männer richtet.

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Zu Sexismus bei Nacktaktionen – ein Workshop am Tierrechtskongress

Nach einer Human-Animal-Studies Konferenz habe ich die Frage auf meinem Blog angerissen: sind politische Nacktaktionen auf der Straße sexistisch, http://www.martinballuch.com/sind-nackt-aktionen-sexistisch/? Zugegeben, in der österreichischen Tierrechtsbewegung zumindest scheint das kaum ein Thema zu sein, jedenfalls gab es dazu meines Wissens intern kaum Diskussionen. Ich möchte nicht anregen, dass sich das ändern sollte, fast im Gegenteil, ich möchte Verständnis dafür wecken, dass man auch in so heiklen Fragen mit guten Gründen sehr verschiedener Ansicht sein kann, was zu mehr Toleranz anderer Meinungen führen könnte.
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