Tierschutz

Unsere Bewusstseinsarbeit trägt Früchte!

Etwa 80 % unserer Arbeit ist die Verbreitung von Information und kritischen Gedanken zum Umgang mit Tieren. Die restlichen 20 %, in denen wir uns z.B. für direkte Gesetzesreformen einsetzen, haben einen ähnlichen Effekt in der Öffentlichkeit. Bei jeder Aktion, bei jedem Flugblatt, bei jedem Medienbericht, bei jeder neuen Ausgabe unserer Zeitung usw. erreichen wir Menschen, die wiederum andere Menschen informieren, und so diffundiert unser Gedankenanstoß immer weiter durch die Bevölkerung. Selbst wenn wir nicht gleich überzeugen, es arbeitet. Und oft arbeitet es über Jahre oder Jahrzehnte. Und manchmal wächst der durch unser aller Arbeit gepflanzte Samen erst in der nächsten Generation. Aber er wächst.
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Tatsächlich: „Tierschutz“-Minister Stöger will Mastgeflügelbesatzdichten erhöhen!

Seit 20 Jahren sind die sogenannten Besatzdichten für Masthühner in Österreich festgelegt. D.h. seit 20 Jahren gibt es Bestimmungen, wie viele Kilogramm lebendes Huhn man pro m² in eine dieser völlig strukturlosen Mastfabrikshallen stopfen darf. Seit 20 Jahren sind maximal 30 kg Lebendgewicht/m² zulässig. Tierschutz entwickelt sich weiter, von Generation zu Generation erwarten sich die Menschen höhere Auflagen, insbesondere in der Nutztierhaltung, die Tierschutzgesetze müssten also strenger werden und die Tierfabriken langsam verschwinden. Immerhin steht Tierschutz als Staatsziel seit letztem Jahr in der Bundesverfassung! Wenn der Tierschutzminister Alois Stöger, SPÖ, nun also die Verordnung über die Haltung von  Mastgeflügel verändern will, sollte es entsprechend eine deutliche Verbesserung dieser uralten Standards geben. Doch weit gefehlt! Man höre und staune: „Tierschutz“-Minister Alois Stöger will um ein Drittel mehr Masthühner pro m² als bisher erlauben und damit das Tierschutzgesetz in einem ganz wesentlichen Bereich gegenüber dem Standard von vor 20 (!) Jahren verschlechtern!
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Tierschutz im Österreich des 19. Jahrhunderts am Beispiel Peter Roseggers

Peter Rosegger ist der vermutlich bekannteste Schriftsteller der Steiermark. 1843 als Kind einer Bergbauernfamilie in den Fischbacher Alpen geboren, gelingt es ihm in zahlreichen Erzählungen und Romanen über seine Zeit als Waldbauernbub und über Charaktere aus diesem Milieu die kleinbäuerliche Welt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts vor unserem geistigen Auge heute zu erhalten. Mit wenig mehr als 30 Jahren aus der obersteirischen Wildnis in Graz angekommen, schloss er sich dem dortigen Fin de siecle an und gab im Rahmen seiner Zeitschrift „Heimgarten“ auch „des Heimgärtners Tagebuch“, einen Blog des 19. Jahrhunderts, heraus. Insbesondere dort äußert er sich auch über Tierschutz und Vegetarismus und skizziert damit die Gedankenwelt der Frühphase dieser sozialen Bewegung in Österreich. Reinhard Farkas hat in seinem Buch „Rosegger für uns“, im Leopold Stocker Verlag Graz 2013 erschienen, dankenswerter Weise viele der Schriften des Heimgarten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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Zur momentanen Welle von Anti-Tierschutz Kommentaren

Offenbar ausgelöst durch ein Buch, das ich selbst noch nicht kenne, nämlich „Artgerecht ist nur die Freiheit“ von Hilal Sezgin, fühlen sich einige KommentatorInnen bemüßigt, diesem Tierschutzgedanken einmal endlich entgegen zu halten, wie dekadent er ist. Wir hätten offenbar keine anderen Probleme, wenn wir über etwas so „Lächerliches“ wie milliardenfaches Tierleid diskutieren. Tiere seien wie Erdöl und Wälder, nur eine Ressource für den Menschen und Punkt. Die einzig wichtige Frage wäre dann also, wie man sie so nachhaltig nutzen kann, dass sie den nachkommenden Generationen erhalten bleiben. Und selbst was Tierleid betrifft rechnet man uns VegetarierInnen und VeganerInnen vor, dass für den Anbau von Weizen in Monokulturen mehr Mäuse sterben, als „die paar Rinder“ in der extensiven Fleischproduktion. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr die Sozialisation in einer Gesellschaft mit gewissen Werten diese so indoktrinieren kann, dass jedes rationale Denken aussetzt.
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Neue Umfrage in Italien: 95% gegen Pelz, 85% gegen Jagd, 68% gegen Tierfabriken!

Nordeuropa gilt als der Vorreiter im Tierschutz. Die Länder in Süd- und Osteuropa seien Nachzüglerinnen, da würde sich erst langsam etwas entwickeln. Allerdings ist die Bewegung gegen Tierversuche in Italien schon seit Jahrzehnten als sehr stark bekannt. Erst letztes Jahr durfte ich auf einem Veganen Sommerfest in der Emilia Romagna einen Vortrag halten und war beeindruckt, wie groß und gut besucht dieses regionale Ereignis war. Jetzt liegt eine ganz neue wissenschaftliche Untersuchung des IPSOS-Forschungsinstituts vom 7./8. Jänner 2014 über die Meinung der italienischen BürgerInnen zu verschiedenen Tierschutzfragen vor. Und das Ergebnis ist höchst interessant! 1000 Menschen wurden als repräsentativ verteilte Stichprobe zufällig ausgewählt, sodass der Fehler in der Statistik zwischen +/- 0,6% bei Antworten um 10% der BürgerInnen und +/- 3,1% bei Antworten um 50% der BürgerInnen lag.

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Jahresrückblick zum Tierschutzaktivismus 2013

_DSC4219kleinWie entwickelt sich der Tierschutz über die Jahre und Jahrzehnte in Österreich? Gibt es Fortschritte und sind diese so groß, dass sich ein grundlegender Wandel abzeichnet? Oder treten wir auf der Stelle und betreiben lediglich Symptombehandlung?

In den letzten Jahren zeigt sich jedenfalls, dass Gesetzesreformen zunehmend schwieriger werden und längeren Übergangszeiten unterliegen. Seit dem Legebatterieverbot ist die Tierindustrie auf die Gefahr „Tierschutz“ aufmerksam geworden und hat sich organisiert. Einerseits spüren wir das in der staatlichen Repression im Rahmen der Tierschutzcausa, andererseits versucht man nun auf höchster politischer Ebene jeden Tierschutzeinfluss im Keim zu ersticken. Als nächstes will man, wie in der Regierungserklärung steht, auch die Aufdeckungsarbeit der TierschutzaktivistInnen kriminalisieren. Systematisch wird jede Tierschutzarbeit erschwert. Und trotzdem ist einiges weiter gegangen.
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Gespräche mit politischen GegnerInnen

Eine tschechische Vortragende an einer Konferenz kürzlich forderte die TierschutzaktivistInnen auf, mit den politischen GegnerInnen das Gespräch zu suchen. Ihr schwebte dabei eine gemeinsame Konferenz zwischen TierschützerInnen und TierexperimentatorInnen vor, in der man Standpunkte abgleicht und mögliche Übereinstimmungen findet. Manche unter den ZuhörerInnen wiesen diese Idee erbost zurück: man dürfe keinesfalls mit diesen Personen reden, es dürfe keinesfalls Kompromisse geben, es sei undenkbar, diesen Personen zu signalisieren, dass diese oder jene Tierversuche akzeptabel wären.
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Critical Animal Studies Konferenz in Karlsruhe

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Ein Bild von Hartmut Kiewert, das auf der CAS Konferenz präsentiert wurde

Critical Animal Studies (CAS) nennt sich eine Strömung der Sozialwissenschaften, die in diesen werte-anthropozentrischen Bereich eine kritische, antispeziesistische Sicht einbringen will. Im deutschsprachigen Raum gibt es da z.B. den Chimaira – Arbeitskreis für Human-Animal-Studies, der im Transcript-Verlag einen Sammelband herausgegeben hat. Die 3. Europäische Konferenz zu Critical Animal Studies wurde Ende November 2013 in Karlsruhe abgehalten.
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ÖVP-Bauernbund will Tierschutzressort in zukünftiger Regierung übernehmen!

Bis 2005 gab es weder TierschutzsprecherInnen der Parteien im Parlament, noch Tierschutz als Bundesressort in einem Ministerium. Im Rahmen des Verfassungsbeschlusses zum Bundestierschutzgesetz im Mai 2004 wurde der Tierschutz dem Gesundheitsministerium zugewiesen. Das Kalkül war klar: Der Tierschutz steht im Gegensatz zu den Interessen der Agrarindustrie des Landwirtschaftsministeriums. Seit langem schon wird Letzteres nämlich von einem ÖVP-Bauernbund Tierindustrie-Lobbyisten gelenkt, wie zuletzt von Nikolaus Berlakovich.

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Tierrechte jetzt! – Aufruf zur Teilnahme an einer beeindruckenden Aktion

Bild01mittelTiermissbrauch geschieht hinter verschlossenen Türen. Das Fleisch erfordert einen Schlachthof, dessen Bilder man aus dem Bewusstsein verbannt. Eier und Milch bedeuten überzählige männliche Küken und Kälber, die gleich vergast oder per Tiertransport weit weg verschickt werden. Tierversuchslabors sind von hohen Zäunen und Sicherheitskameras umgeben, was darin passiert gilt als Staatsgeheimnis, auch mit dem neuen Tierversuchsgesetz wird nach erfolgreichem Pharmalobbyismus davon nichts Relevantes nach außen dringen. Die Jagd führt man abseits der Öffentlichkeit durch, gegen Tierschutzkameras wird mit Gewalt und mit eigens dafür geschriebenen Gesetzen vorgegangen. Haustiere entsorgen wir, wenn sie lästig fallen, ohne zu sehen, wie es ihnen dann in den überfüllten Tierheimen geht. Aus den Augen aus dem Sinn. So kann das Mitgefühl ausgeschalten und das Gewissen beruhigt werden.

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