Vegan

28 Jahre vegan: meine neuesten Blutwerte

Alle Jahre wieder: hier meine neuesten Blutwerte. Interessant nur, weil ich nunmehr seit 28 Jahren (seit 1989) vegan lebe. Es soll ja noch immer Menschen geben, die behaupten, vegan würde zu Mangelerscheinungen führen. Ich bin der lebende Gegenbeweis. Obwohl, man könnte einwenden, dass es 2 Mankos in diesen Blutwerten gibt. Erstens schlägt ein Eisenwert knapp über die Stränge. Aber laut Arzt mache das gar nichts aus, wenn die Ferritin und Transferrin Werte stimmen, was der Fall ist. Und zweitens das Vitamin D, bei mir Jahr für Jahr zu gering. Die Blutabnahme für diesen Test hat allerdings vor meiner wochenlangen Wanderung durch die Südkarpaten stattgefunden. Der Vitamin D Wert (ich supplementiere nicht) spiegelt eben das viele Sitzen im Büro vor dem Computer wider. Abgesehen davon zeigt es keinen Mangel, sondern eine „unzureichende Versorgung“, und das auch nur knapp. Ansonsten jedenfalls dürften die Werte sehr gut sein – zum Glück auch jene Marker, die einen Krebs anzeigen. Und natürlich Cholesterin.

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Bluttest nach 26 (!) Jahren vegan (>30 Jahre vegetarisch)

Also ich bin ja nicht wirklich hypochondrisch davon besessen, ständig meine Gesundheit zu checken. Ich fühle mich pudelwohl, bin total fit, kaum je krank, und wenn, dann nie so schwer, dass ich das Bett hüten müsste. Einen Monat mit vollem Rucksack und Zelt zu wandern, die gesamte Nahrung im Gepäck dabei, macht mir auch überhaupt nichts aus. Aber trotzdem lasse ich fast alle Jahre wieder einen Bluttest erstellen. Und das deswegen, weil der gesellschaftlich tatsächlich am Vormarsch befindliche Veganismus die Propagandamaschinerie der Fleischindustrie angeworfen hat. Überall ist zu hören, wie gefährlich Veganismus für die Gesundheit sei, im Bayrischen Fernsehen wurde sogar gesagt, es sei Gewalt, die eigenen Kinder vegan zu ernähren, und überhaupt hatte der Vortrag über die Liste der Nährstoffmängel durch Veganismus nicht ausreichend Platz in der Sendung, weil sie zu lange war: von Protein bis Magnesium, von B12 bis Kalzium und und und. Es schien, dass alle Nährstoffe, von denen dieser offensichtlich gekaufte Ernährungswissenschaftler je gehört hatte, in der rein pflanzlichen Ernährung fehlen würden.

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Vegane Bergschuhe

Da ich vegan lebe und viel bergsteigen und wandern gehe, werde ich oft nach passendem Schuhwerk gefragt. Gibt’s das überhaupt? Natürlich gibt’s das, und zwar schon seit Langem. Vor 15 Jahren gab es sogar noch eine größere Auswahl an veganen Hochalpin-Bergschuhen als heute. Damals waren eben die Plastikschuhe in. Aber es ist wirklich nicht schwer, vegane Bergschuhe zu finden. Und je mehr KundInnen danach fragen, desto mehr werden davon angeboten.

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Supplementierung der Nahrung

P1000416Eine natürliche und gesunde Ernährung zeige sich, so die weitverbreitete Meinung, dadurch, dass man nichts zu supplementieren brauche, d.h. die Nahrung brauche keine Ergänzung aufgrund fehlender Nährstoffe. Doch so einfach scheint die Sachlage nicht. In der Steiermark gab es über Jahrhunderte vermutlich durch die eiszeitliche Auswaschung so jodarme Böden, dass weder die angebauten Pflanzen noch das Trinkwasser relevante Mengen enthielten. Die Folge war die Bildung von einem Kropf bei über 50% der Bevölkerung. Dem wird seit den 1960er Jahren durch Supplementierung von Salz mit Jod begegnet. Erfolgreich, wie man konstatieren muss, der Kropf ist heute dort eine Seltenheit.
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Spiegeleier vegan

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Spiegeleier mit Käsenudeln – alles vegan! MyEy machts möglich!

1. April 1991, eine Meldung innerhalb der (englischen) Tierschutzszene rattert durch die Presseticker: ein veganes Ei sei entwickelt worden, das Hühnereiern zum Verwechseln ähnlich sehe und sehr ähnlich schmecke. Aufregung bei den VeganerInnen – wo gibts das zu kaufen? Dann die Auflösung: nur ein Aprilscherz. Es gibt keine veganen Spiegeleier. Oder doch?
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Vegan, vegan!

P1060954kleinVegan ist eine sehr vernünftige Lebensform, die viel für sich hat. Man reduziert das selbst verursachte Tierleid dramatisch, man verkleinert den eigenen Footprint, man trägt massiv weniger zum Klimawandel bei, man schützt die Umwelt, verringert den negativen wirtschaftlichen Einfluss auf die Schwellenländer und, nicht zuletzt, man hilft dem Gedanken eines gewaltfreien Umgangs mit Tieren in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Also kann man nicht laut genug „vegan, vegan!“ schreien, oder?

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Gesundheitsaspekte veganer Ernährung und die UreinwohnerInnen von Neuguinea

Fleisch statt Yamswurzeln heißt Herz-Kreislauf-Erkrankung statt Gesundheit

Fleisch statt Yamswurzeln heißt Herz-Kreislauf-Erkrankung statt Gesundheit

Es wurde viel über die „Urkost“ des Menschen geschrieben, ein älterer Artikel von mir z.B. ist http://archiv.veggie-planet.at/warumvegan/tierrechte/die_natuerliche_nahrung_des_homo_sapiens.html. An welche Nahrungsform sind wir evolutionär angepasst und welche Nahrungsmittel überlasten unseren Körper und führen zu Krankheiten? Gibt es überhaupt soetwas wie eine „Urkost“? Faktum ist jedenfalls, dass bei Menschen, die viele gesättigte Fettsäuren essen, die Arterienwände durch Fettablagerungen schmäler werden (Arteriosklerose), während das bei Hunden nie passiert, wieviel Fett welcher Art sie auch immer zu sich nehmen.

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Das war die vegetarische Fachmesse Veggie-Planet in Salzburg

Letztes Wochenende, über 2 volle Tage hinweg, fand jetzt bereits das zweite Jahr die vegetarische Messe „Veggie-Planet“ gemeinsam mit der Gesundheitsmesse „Paracelsus“ in Salzburg statt. Der Erfolg des Vorjahres überzeugte die OrganisatorInnen – d.i. für die Veggie-Planet die Vegane Gesellschaft Österreich – aus dem kleineren Salzburger Kongresshaus in das größere Salzburger Messezentrum zu übersiedeln. Letztlich kamen 4500 BesucherInnen zu den 35 Ständen der AusstellerInnen und bestätigten damit diese Maßnahme. Noch vor wenigen Jahren waren Vegetarismus und Veganismus gesellschaftliche Randerscheinungen, heute kommen in einer kleineren Stadt wie Salzburg bereits so viele Menschen in eine Messe zu diesem Thema und bezahlen dafür noch € 12 pro Person!

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Leben sogar Wölfe manchmal vegan?

 

Kürzlich war es ja in den Wissenschaftsnachrichten http://www.martinballuch.com/?p=2064:  Hunde haben extra Gene für die Verdauung pflanzlicher Nahrung im Vergleich zu Wölfen. Und dabei sind nicht einmal Wölfe auf Fleisch fixiert! In seinem Buch „Der Philosoph und der Wolf“ beschreibt Mark Rowlands, wie er durch Erlebnisse mit seinem Wolf, der über 11 Jahre bei ihm wohnte, zu einem Tierrechtsphilosophen wurde. In der Folge wechselte er seine Ernährungsgewohnheiten aus moralischen Gründen vom Schwerpunkt Fleisch zum Vegetarismus. Vegan zu leben, so bekennt der Autor, wäre eigentlich die moralisch bessere Option gewesen, hätte aber seine Fähigkeit, sich selbst zu verändern, überstrapaziert. So – Rowlands spricht sogar davon, Rache an seinem Wolf nehmen zu wollen, der ihn ja von seinem geliebten Fleisch weggebracht hatte – versuchte er nun auch diesem Wildtier in seinem Haushalt eine vegetarische Ernährung, wie er es sah, aufzubürden. Es habe zwar keine gesundheitlichen Schwierigkeiten gegeben, aber der Wolf habe sich so lange widersetzt, dass man letztlich zum Kompromiss gekommen sei, dass Rowlands vegetarisch aber sein Wolf nur pescetarisch leben werde, also neben pflanzlicher Kost auch mit Fisch in der Nahrung. Und dieser Ernährungsweise blieben die beiden bis zu des Wolfs Tod treu.

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Ein Beweis der Stärke der veganen Community

Ich bin beeindruckt. Kürzlich erschien eine APA-Meldung zu den Aussagen einer Kinderärztin aus München, die Spezialistin für Leber-, Magen- und Darmerkrankungen ist. Sie hätte am 19. Jänner auf einem Symposium in Obergurgl in Tirol die vegane Ernährung als die Ernährung von „Ernährungsfanatikern“ bezeichnet, gemeint, Veganismus sei für Stillende, Schwangerer und im gesamten Kindesalter völlig ungeeignet, ja würde sogar zu schlechteren kognitiven Leistungen führen, und anhand des Falles einer 15 jährigen veganen Patientin von ihr, die nur Reiswaffeln gegessen habe, wäre die Gefahr von Veganismus evident. Siehe als Beispiel: http://derstandard.at/1358304151961/Gesundheitsrisiko-fuer-Kinder-von-Ernaehrungsfanatikern

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