Veganismus

Das Wichtigste für eine erfolgreiche soziale Bewegung, ist ihren „Spirit“ zu erhalten

Beim letzten Fußballländerspiel von Österreich in der WM-Qualifikation im Wiener Praterstadion waren fast 60.000 Menschen anwesend. Eine ungeheuerlich große Zahl. Jedes Mal, wenn ich von so etwas höre, denke ich mir, was, wenn diese Menschen, ein einziges Mal statt zu einem Fußballspiel zu gehen, gemeinsam z.B. einen Schlachthof besetzen würden. Das würde doch sehr sehr große Wellen schlagen. Und dabei wäre es für diese vielen Personen aufgrund ihrer großen Zahl ziemlich ungefährlich. Die Polizei jedenfalls wäre überfordert. Oder die 60.000 Personen besetzen spontan das Landwirtschaftsministerium und fordern ein Ende von Tierfabriken.
(mehr …)

Leserbrief zu einem Unsinn von Gerti Senger über Veganismus in der Kronenzeitung

Zu Ihrem Artikel „Lust auf Tabus“, Krone Bunt vom 8. 2. 2015, Seite 41 – gegen Veganismus und Bio

Sehr geehrte Frau Senger,

es ist für mich schwer nachvollziehbar, was Sie bewegen konnte, einen solchen Unsinn über Veganismus und biologische Ernährung zu schreiben. Ich lebe seit 1989 vegan und seit 1982 vegetarisch, schaue nie auf irgendwelche Nährwerttabellen, esse alles Pflanzliche, das mir über den Weg läuft und biologisch produziert wurde, genieße das Essen rückhaltlos und wiege 115 kg. Gerade eben habe ich ein riesiges, fettes, ungesundes Tiramisu verspeist, natürlich vegan. Ich bin das genaue Gegenteil eines Asketen oder Essensverweigerers, und schon gar kein Gesundheitsfanatiker.
(mehr …)

Ein feministisches Argument gegen den ethischen Vegetarismus

Es gibt tatsächlich viele Stimmen mit feministischem Hintergrund, die sich für Veganismus aussprechen – wenn auch Tierrechte oft als patriarchales Konzept dabei abgelehnt werden. Aber es gibt auch feministische Argumente gegen Veganismus, die strukturell ähnlich sind, was in meinen Augen die Beliebigkeit sozialwissenschaftlicher Schlussfolgerungen widerspiegelt. Ein Beispiel dafür ist Kathryn Paxton George, die in zahlreichen Publikationen den ethischen Vegetarismus quasi als patriarchale Unterdrückungsstrategie gegen Frauen darstellt. Im Wesentlichen sagt sie, dass gesund vegan zu leben eigentlich nur für Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren möglich ist und durch Verbreitung der Forderung, vegan zu leben, werden Frauen, deren Körper das nicht vertragen würden, physisch geschwächt und leichter unterdrückbar gemacht. Wenn man nur genügend lange dreht und symbolisiert ist scheinbar jedes gesellschaftliche Phänomen als patriarchales Konzept zur Unterdrückung der Frauen interpretierbar.
(mehr …)

Genesis: Veganismus, ein 3000 Jahre altes ethisches Ideal

Für manche ist sie das Wort Gottes, mit göttlicher Inspiration geschrieben. Entstanden ist sie etwa vor 3000 Jahren, die Genesis, das erste Buch des Alten Testaments der Bibel. Eine Geschichte der Entstehung der Welt, wie sie ein Hirtenvolk aus der Wüste vermutlich über Generationen in mündlicher Überlieferung erzählt hat. Erstaunlich dabei, dass Gott anfänglich die Welt vegan erschaffen hat: Und Gott sprach: Siehe, ich habe Euch alle samentragenden Pflanzen gegeben, die auf der Erde wachsen, und jeden Baum, an dem samenbringende Baumfrucht ist: Sie sollen Euch zur Speise sein; und allen Tieren auf der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich alle grünen Pflanzen zur Speise gegeben. (Gen 1:29-30)
(mehr …)

Und VegetarierInnen/VeganerInnen leben doch länger!

Eine Studie von der Medizinischen Uni Graz lässt aufhorchen: angeblich seien VegetarierInnen gesundheitlich am Boden. Das jedenfalls behauptet ein deutscher Ernährungswissenschaftler in einer Presseaussendung mit Bezug auf diese Studie und schreibt nach der Überschrift Vegetarier: Mehr Krankheiten & weniger Lebensqualität als Viel-Fleischesser wörtlich: Im Hinblick auf die aktuellen Erkenntnisse wirken die unhaltbaren Gesundheitsversprechen von Vegetarierlobbyisten noch weitaus fragwürdiger. Das klingt nicht nach Naturwissenschaft, sondern als sei hier jemand auf einer Mission gegen Vegetarismus. Und er wäre nicht der Erste, dem seine kulinarischen Vorlieben das Urteilsvermögen vernebeln. Schauen wir also auf die Fakten.

(mehr …)

25 Jahre vegan!

Ich habe heute einen Bluttest machen lassen, nachdem ich nun genau 25 Jahre lang vegan lebe. Alles ist in bester Ordnung, Protein genug, Eisen hoch, Vitamin B12 hoch mit niedrigem Homocystein, und insbesondere sehr gute Cholesterinwerte. Nur das Vitamin D ist etwas niedrig, weil wir gerade eine winterlich tiefstehende Sonne haben und ich daher trotz viel Zeit an Wochenenden im Freien offenbar zu wenig Sonnenlicht abbekomme. Aber, soweit ich darüber lese, ist das im Winter ziemlich normal. Wenn die Sonne wieder höhersteigt, wird sich das rasch ändern.

(mehr …)

Das vegane Gasthaus Schillinger erhält den Innovationspreis der nö Wirtschaftskammer

Ein Outing: Ich bin bekennender Schillinger-Fan. Das vegane Gasthaus Schillinger liegt in dem kleinen weinviertler Ort Großmugl einige Kilometer nördlich von Wien. Die beiden WirtInnen Irene und Karl waren lange Zeit TierschutzaktivistInnen in Wien und so habe ich sie auch kennengelernt. Karls Vater betrieb damals in Großmugl ein Gasthaus und hielt sich Schweine, die er selbst schlachtete. Als Karl den Betrieb übernahm öffnete er gleich für die übrig gebliebenen Schweine die Türen und ermöglichte ihnen eine Freilandhaltung mit permanentem Schlammbad. Die Tiere blieben bis zu einem Rekordalter von 13 Jahren am Leben, bevor sie eines natürlichen Todes starben. Ich habe auch sie noch kennenlernen dürfen.
(mehr …)

Vegane Bergschuhe

Da ich vegan lebe und viel bergsteigen und wandern gehe, werde ich oft nach passendem Schuhwerk gefragt. Gibt’s das überhaupt? Natürlich gibt’s das, und zwar schon seit Langem. Vor 15 Jahren gab es sogar noch eine größere Auswahl an veganen Hochalpin-Bergschuhen als heute. Damals waren eben die Plastikschuhe in. Aber es ist wirklich nicht schwer, vegane Bergschuhe zu finden. Und je mehr KundInnen danach fragen, desto mehr werden davon angeboten.

P1000498klein

(mehr …)

Supplementierung der Nahrung

P1000416Eine natürliche und gesunde Ernährung zeige sich, so die weitverbreitete Meinung, dadurch, dass man nichts zu supplementieren brauche, d.h. die Nahrung brauche keine Ergänzung aufgrund fehlender Nährstoffe. Doch so einfach scheint die Sachlage nicht. In der Steiermark gab es über Jahrhunderte vermutlich durch die eiszeitliche Auswaschung so jodarme Böden, dass weder die angebauten Pflanzen noch das Trinkwasser relevante Mengen enthielten. Die Folge war die Bildung von einem Kropf bei über 50% der Bevölkerung. Dem wird seit den 1960er Jahren durch Supplementierung von Salz mit Jod begegnet. Erfolgreich, wie man konstatieren muss, der Kropf ist heute dort eine Seltenheit.
(mehr …)

Weltweit beste Extrembergsteigerin ernährt sich vegan!

P1000353klein

Gerlinde Kaltenbrunner, weltbeste Extrembergsteigerin, ernährt sich vegan

Sie hat als einzige Frau bisher alle 14 mehr als 8000 m hohen Berge der Welt ohne die Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff erstiegen. Und dabei auch spannende Neutouren geschafft, wie z.B. im August 2011 den zweithöchsten Berg der Welt, den 8611 m hohen K2 im Karakorum, über die Nordwand von China aus. Auch die Tragödien blieben ihr nicht erspart, als 2010 am K2 auf 8300 m Höhe knapp unter dem Gipfel ihr Bergkamerad vor ihr 1000 m in den Abgrund stürzte. Ihre Nachsuche blieb ergebnislos. Ihre Vorträge werden von 2000 Menschen besucht, wie zuletzt auf der Alpinmesse in Innsbruck. Sie ist ein Weltstar aus dem Toten Gebirge in Oberösterreich: Gerlinde Kaltenbrunner.
(mehr …)