Verena Dunst

Offener Brief an die Burgenländische Landesrätin für Jagd und Tierschutz, Verena Dunst

verena.dunst@bgld.gv.at

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

Ihr neues Jagdgesetz wird nun sehr bald beschlossen. Es ist erfreulich, dass Sie überhaupt eine Reform des Jagdgesetzes angegangen sind, aber unerfreulich bleibt, dass von Tierschutz darin wenig zu sehen ist. Sehr wichtig wäre ein absolutes Verbot der Gatterjagd, um dieser anachronistischen Praxis, die bereits in 6 von 9 Bundesländern verboten ist, endlich den Hahn abzudrehen. Wie Sie in der Beilage lesen können, gibt es im Burgenland einen Sachkundelehrgang für das Schießen von Farmwild im Gehege. Der Tötung von Farmwild im Gehege zur Fleischproduktion liegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Schlachtverordnung zugrunde, wie Sie dem Artikel entnehmen können. Keinesfalls darf in einem solchen Gehege eine Treibjagd auf die Tiere stattfinden, das ist selbstverständlich verboten. Warum, um alles in der Welt, sollte das bei Jagdgattern dann anders sein? Jede Haltung von Tieren im Gehege muss dem Tierschutzrecht unterliegen, es darf für Jagdgatter keine Ausnahme geben. Ich bitte Sie daher sehr, die Gatterjagd ohne wenn und aber in angemessener Übergangsfrist zu verbieten.

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Offener Brief an die für Jagd zuständige burgenländische Landesrätin Verena Dunst

verena.dunst@bgld.gv.at

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

wie Sie sicherlich wissen sind Jagdgatter in 5 von 9 Bundesländern in Österreich explizit verboten. In zwei weiteren Bundesländern, nämlich Salzburg und Wien, gibt es lediglich jeweils ein historisch bedingtes Gatter und man spricht sich von Regierungsseite gegen Jagdgatter aus. Und selbst in Niederösterreich will man die Jagdgatter loswerden und hat deshalb ein Verbot der Errichtung weiterer Gatter erlassen und die bestehenden von jährlichen Bewilligungen abhängig gemacht. Das Burgenland steht also mit seiner rückhaltlosen Zustimmung zu Jagdgattern allein auf weiter Flur. Irritiert Sie das eigentlich gar nicht?
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