Widerstand

Buch: Chris Moser’s „viva la rebellion“ im Kyrene Verlag

Wer Chris Moser kennenlernt, kann nicht umhin, ihm fasziniert zuzuhören. Er kann erzählen. Authentisch. Und er hat viel zu erzählen. Von einem rebellischen Leben. Aufgewachsen in dem eher provinziellen Landeck, wurde er bald zum landesweit bekannten Graffiti-Aktivisten. Nach entsprechenden Konflikten mit der Behörde, ging er dazu über, seine Kunst auf Ausstellungen statt auf Hausmauern zu platzieren. Daneben nahm er an zahlreichen Protestaktionen teil, darunter seit 2001 auch für Tierrechte im Rahmen des VGT. Als würde das noch nicht den Tag füllen, arbeitet er als Restaurator und lebt mit seinen 3 selbstredend veganen Kindern und seiner Frau in einem uralten Bauernhaus in der Wildschönau in Tirol. Ein Haus, das im Übrigen auch viel Zeit für Pflege benötigt.

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Zwischen Anpassung und Widerstand

„Wer in der Jugend nicht links ist, hat kein Herz, und wer im Alter nicht konservativ ist, hat kein Hirn“. Dieses Sprüchlein spielt auf die Rolle der jungen Generation bei sozialen Tieren an, die bestehenden Verhältnisse in Frage zu stellen, und die der alten Generation, das Erreichte zu erhalten. Die Jungen einerseits voll Idealismus und Naivität, allerdings ohne Verantwortung, die Alten schon desillusioniert, aber pragmatisch, und vielleicht mit dem Bedürfnis, sagen zu können, dass alles, was sie aufgebaut haben, nicht nur schlecht war. Nach 30 Jahren Erfahrung in der Tierschutzbewegung spüre ich da schon mehr als ein Körnchen Wahrheit darin. Grund genug für mich, ständig zu hinterfragen, ob ich mich nicht unbewusst auf Lorbeeren ausruhen will, die gar keine sind.
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Partisanen im Widerstand

 

Ich muss zugeben, schon seit Kindertagen am Partisanenkampf in Österreichs Bergen gegen den Nationalsozialismus interessiert gewesen zu sein. Durch meinen Großvater, der in Südkärnten lebte, kam ich mit der Gegend und dem Andenken an den vor allem von Kärntner SlowenInnen geführten Partisanenkampf in Berührung. Allerdings wollte man sowohl vom offiziellen Kärnten her, als auch von Seiten der Mehrheit der Bevölkerung, entweder nichts davon wissen oder wenig Gutes daran lassen. So verschlang ich zwar das Buch „Gemsen auf der Lawine“ von Karel Prusnik-Gasper und besuchte alle darin erwähnten Orte, konnte aber aus Geschichtsbüchern oder Museen praktisch nichts zu dem Thema erfahren.

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Kleingeist gegen Tierschutz-Aktionismus

Anlässlich unserer Tierschutz-Aktion an der Triumphpforte in Innsbruck gab es auch zahlreiche Kommentare von MitbürgerInnen, die diese Art des Aktionismus radikal verurteilen. So wurde gesagt, dass man sich an Gesetze ohne Wenn und Aber zu halten habe, wo käme man denn hin, wenn jedeR auf die Triumphpforte klettern würde, dass wir (wieder) ins Gefängnis gesperrt gehören und am besten mehrere 100.000 Euro für die seltsame COBRA-Aktion zahlen sollten.

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Von Arm und Reich

Im New Scientist vom 21. April 2012, Seiten 52-55, wird ein Überblick über psychologische Forschungen zu Einstellungen von Menschen aus armen und reichen sozialen Schichten geboten. Dabei, so wird dort ausgeführt, zeige sich, dass reiche Menschen eine signifikant geringere Fähigkeit haben, mit anderen mitzufühlen. Sie seien unfähiger, emotionale Zustände in anderen zu erkennen, und würden sich weniger für die Bedürfnisse anderer interessieren. Sie wären auch eher bereit, andere zu übervorteilen und sich durch Tricks Gewinne zu erschleichen.

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