Unfassbar: Tierexperimentator Michael Hess von der Vet Uni Wien klagt schon wieder!!

Erneut SLAPP-Alarm, er kanns nicht lassen. Offenbar bringt es ihn und sein meinem Eindruck nach sehr hierarchisches Weltbild arg durcheinander, wenn er „von unten“ kritisiert wird. Michael Hess führt Tierversuche an Puten durch. An über 100 Puten. Und zwar Tierversuche, die schweres Leid verursachen. Die Haltung der Puten dürfte dabei auch ganz entsetzlich sein. Obiges Foto ist in der Geflügelklinik von Herrn Hess aufgenommen. Jedenfalls bemüht er nun schon zum wiederholten Mal das Gericht, um mir Kritik an seinen tierquälerischen Tierversuchen zu untersagen. Tierversuche, die schweres Leid verursachen, sind Tierquälerei, ganz egal ob sie legal durchgeführt werden oder nicht. Es gibt eben auch legale Tierquälerei. Was waren denn die Legebatterien anderes, die übrigens von Hess mir gegenüber zur Zeit, wie sie noch existierten, verteidigt worden sind. Er sagte mir sogar damals, dass er selbst in seinem Institut Hühner in Käfigen für Tierversuche halte und war sichtlich stolz darauf. Er wollte mich meinem Eindruck nach möglichst verletzen, weil er erkannte, dass ich mit Hühnern Mitgefühl hatte. Diese Art von Mensch ist Hess.

Meine Kritik an der in meinen Augen unethischen und unzureichenden Begründung für seine Tierversuche hat er bereits eingeklagt. In erster Instanz wurde mir bis auf Weiteres untersagt, diese Kritik zu wiederholen. Die zweite Instanz wird das wohl revidieren müssen, sonst ist es mit der Meinungsfreiheit schlecht bestellt in unserem Land. Details dazu hier: http://www.martinballuch.com/tierexperimentator-hess-gewinnt-einstweilige-verfuegung-ich-darf-seine-tierversuche-vorerst-nicht-mehr-kritisieren/

Wer diesen Text lesen will, sollte das bald tun, denn Hess hat schon wieder geklagt. Und diesmal geht es ihm genau um den Text auf dieser Seite. Besonders stört ihn folgende Passage:

„Josef Mengele und eine Reihe anderer Ärzte im Dritten Reich führten medizinische Versuch an Menschen durch, die für diese zum Teil sehr schmerzhaft, jedenfalls immer nachteilig waren. Das Ziel der Versuche, so wurde in den Nürnberger Ärzteprozessen von den Tätern argumentiert, war der Schutz der Menschen. Muss diese Schutzbehauptung nicht als unerträglich zynisch gewertet werden? Wie kann ein Mensch, der anderen Menschen solche Leiden zufügt, davon sprechen, in Wahrheit den Schutz von Menschen im Auge zu haben? Aber dasselbe gilt für Hess und seine Tierversuche an Puten. Wie die Ärzte im Dritten Reich führt er schmerzhafte medizinische Versuche an Wesen durch, unter denen diese schwer leiden, und rechtfertigt das damit, andere Wesen derselben Art dadurch schützen zu wollen. Die Situation ist völlig parallel und daher gleichermaßen zynisch und unglaubwürdig.“

Zusammengefasst: Wir lehnen heute einhellig medizinische Versuche an Menschen ab und halten die Begründung für diese Versuche, nämlich anderen Menschen zu helfen, für zynisch. Warum sollten wir dann die Begründung für medizinische Versuche an Puten, nämlich Puten zu helfen, nicht für genauso zynisch halten? Die ARGUMENTATION ist parallel. Wer Menschenversuche für Menschen als unethisch ablehnt, muss auch Putenversuche für Puten als unethisch ablehnen – oder man bekennt sich zur Irrationalität.

Nun, diese klare Schlussfolgerung hielt Hess nicht davon ab, obige Passage einzuklagen:

KlageHessMenschenversuche1KlageHessMenschenversuche2KlageHessMenschenversuche3KlageHessMenschenversuche4

Ich werde demnächst hier noch meine Klagsbeantwortung online stellen und damit meine Argumente, warum diese Klage auf verlorenem Posten steht oder stehen müsste. Ich möchte hier allerdings noch betonen, dass Hess als Tatsachenbehauptung feststellt, dass Menschen keine Tiere seien. Ich dachte Hess ist Naturwissenschaftler und nicht religiöser Prediger. Menschen sind biologisch Tiere, das sollte ihm klar sein. Nur religiöse Personen sehen Menschen im Ebenbild eines Gottes und daher ganz anders als Tiere, aber seitdem Kirche und Staat getrennt sind, oder sein sollten, hat so eine Argumentation als Tatsachenfeststellung vor Gericht keinen Platz. Menschen sind Tiere im wahrsten Sinn des Wortes, sie sind in ihrer Leidensfähigkeit völlig vergleichbar, jedenfalls Menschen mit Puten. Menschen also im medizinischen Versuch zu quälen verursacht bei ähnlichem Versuchsablauf völlig ähnliche Qualen, wie Puten in einem medizinischen Versuch zu quälen. Alles andere ist keine Tatsache, sondern religiöses Dogma.

Hess zitiert Wikipedia für die medizinischen Versuche an Menschen im Dritten Reich. Da findet sich wörtlich eine Versuchsreihe, bei der gesunde Menschen mit Fleckfiebererregern infiziert wurden, um zukünftige Impfstoffe zu entwickeln. Hess infiziert gesunde Puten mit Schwarzkopfkrankheitserregern, um genauso zukünftige Impfstoffe zu entwickeln. Wenn man Puten mit Menschen vertauscht und umgekehrt, und Fleckfieber mit der Schwarzkopfkrankheit, dann ergibt sich doch eine sehr deutliche Parallele. Und unter dem Aspekt der Leidensfähigkeit, der in diesem Zusammenhang interessiert, sind Menschen und Puten vergleichbar.

Hess will jetzt, dass mir ein Gericht verbietet, diese Worte zu sprechen und diese Schlussfolgerungen zu ziehen.

3 thoughts on “Unfassbar: Tierexperimentator Michael Hess von der Vet Uni Wien klagt schon wieder!!

  1. Katharina W. sagt:

    Sehr geehrter Herr DDr. Balluch,

    Ihre Ansichten und Ihr Bestreben nicht bewertend, möchte ich anmerken, dass – in welcher Absicht auch immer geschehen – Verbrechen im Dritten Reich nicht in einer Argumentationskette genutzt werden sollte. Diese Taten stehen für sich und werden hoffentlich niemals mehr vergleichbar sein! Insofern halte ich sie für völlig deplaziert; dadurch verliert Ihr Blogeintrag an Niveau.

    Mit freundlichen Grüßen
    Katharina W.

  2. Konrad sagt:

    Vergleiche werden niemals zwischen identischen Fällen gezogen, da ihr ganzer Zweck darin besteht Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Phänomenen aufzuzeigen. Ein Vergleich zwischen identischen Fällen wäre sinnlos.
    Vergleiche ziehen ihren Wert explizit aus dem Umstand, dass die miteinander verglichenen Phänomene Unterschiede aufweisen. Einen Vergleich bloß wegen dem Vorhandensein von Unterschieden abzulehnen, ist unsinnig.
    Bei Vergleichen sind ausschließlich Unterschiede relevant, die auf jene Aspekte zutreffen, die verglichen werden. Alle anderen Unterschiede sind gegenstandslos.
    Ich kann Äpfel und Birnen vergleichen wenn es mir darum geht Ähnlichkeiten dieser verschiedenen Früchte aufzuzeigen. Wenn es mir aber darum geht Ähnlichkeiten zwischen den Früchten eines Baumes zu vergleichen, dann wäre es in der Tat unsinnig Äpfel und Birnen zu vergleichen weil eben Äpfel und Birnen nie beide am selben Baum wachsen können.
    Ich finde verstörend, dass sich jemand, der ein Wissenschaftler sein will, zu einer derart debilen Argumentationslinie herablässt. Hat er es wirklich nötig solche Dummheiten zu instrumentalisieren? Wie einfältig (oder böswillig) müssen Leute sein, die solchen Quatsch ernst nehmen?
    Er vergeht sich in seinen debilen Ausführungen ja sogar dazu völlig beliebige Behauptungen als logische Schlüsse aus den dargelegten Ausführungen auszugeben. Nur weil jemand offenlegt, dass manche Straftäter die selbe Herangehensweise anwenden wie eine andere Person, wird damit behauptet, dass diese andere Person selbst das Gesetz bricht? Behaupte ich, dass jemand mit einer Banane einen Mord begeht, bloß weil ich darauf hinweise, dass diese Person die selben Bewegungen ausführt wie eine andere, die statt der Banane eine Pistole hielt?

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