Wir haben viel zu viele Almen in unseren Bergen!

Gleich zu Beginn: ich finde dieses Urteil gegen den Landwirt, dessen Kühe auf einer Alm eine Frau getötet haben und der dafür zu einer Schadenersatzzahlung von gut € 500.000 verurteilt wurde, katastrophal. Ich hoffe sehr, dass es in der nächsten Instanz aufgehoben wird. Unter den gegebenen Umständen ist es eindeutig am besten, dass die Kühe weiterhin auf die Alm dürfen, und die Wanderer weiterhin ungehindert durchgehen können. Konflikte mit Kühen, sowie Hunde als Wanderpartner, gehören in die Eigenverantwortung. Man kann ja nicht auch den Bergbesitzer wegen hinunter fallender Steine oder wegen Blitzen beim Wandern klagen. Ich will jedenfalls keineswegs, dass jemand verpflichtet wird, Steine und Blitze zu verhindern. Genauso wenig Konflikte mit Kühen. Wir brauchen mehr Eigenverantwortung am Berg.

Doch das heißt keineswegs, dass ich ein Fan von Almen bin, im Gegenteil. Wenn ich wandern gehe, dann so gut es geht so, dass ich nicht auf Almen treffe, oder wenn, dann nur, wenn die Saison vorbei ist und dort keine Tiere mehr sind. Das deshalb, weil ich die Einsamkeit und die Ursprünglichkeit in der Natur suche. Almen sind hässliche Narben menschlicher Einflussnahme am Berg. Und das nicht zuletzt auch wegen der Forststraßen, die zu ihnen führen, oft mitten durch sonst unberührte Bergwälder hindurch. Ich gehe im langjährigen Mittel etwa 100 (!) Tage pro Jahr wandern und weiß daher sehr genau, wovon ich rede.

Es gibt viele Beispiele von besonders hässlichen und zerstörerischen Almen. Am Roßkar im Hochschwab z.B. hat man erst vor ca. 30 Jahren eine Alm erschlossen. Bis dahin war das ein wegloses, einsames Kar. Zuerst fräste man eine Straße hinauf, dann legte man künstlich Wasserstellen an und baute eine Steinhütte sowie Zäune. Seither sind dort oben jedes Jahr Kühe. Mittlerweile wurden vom Roßkar aus auch die Dippelalm und die Alm auf der Bschlagstatt erschlossen. Für absolut jeden Menschen mit einem Herz für unberührte Natur ist das eine absolute Katastrophe, wie da die Berge verschandelt wurden!

Umgekehrt fällt mir z.B. die Trawiesalm am Hochschwab ein, direkt in der Nähe vom Bodenbauern. In meiner Kindheit war sie noch bestoßen, doch dann wurde sie bald aufgegeben. Noch lange stand die Hütte leer dort oben, mittlerweile ist sie völlig zusammengebrochen und verrottet. Es gehen verhältnismäßig viele Wanderer an dieser Alm vorbei. Ich bin davon überzeugt, dass die große Mehrheit froh ist, dass dieses Stück Land wieder der Natur zurückgegeben wurde.

Auf der Graualm am Hochschwab dagegen werden für 3 Monate pro Jahr sehr viele Kühe gehalten. Dort finden auch im Herbst große Treibjagden zahlender Jagdgäste auf Hirsche statt. Diese Alm wird ständig erweitert, und zwar mit Brandrodung. Die wunderschöne Latschenwildnis wird einfach ausgebrannt und oft abgesägt. Hohe Haufen von Latschenästen liegen dann zum Verrotten herum. Mir blutet bei diesem Anblick das Herz. Im westlichen Hochschwab gibt es gerade eine Bürgerinitiative gegen eine neue Forststraße, die ein Almzubringer werden soll. Die Wanderer wehren sich.

Aber in den Kalkalpen gehts uns da vergleichsweise noch gut, weil es oben kein Wasser gibt. Deshalb hält sich die Anzahl der Almen noch irgendwie in Grenzen. Anders in den Tauern zum Beispiel, in den Niederen wie den Hohen. Da wird wirklich jeder Fleck als Alm genutzt. Wenn man wandert, ist es praktisch unmöglich, nicht durch Almen gehen zu müssen. Wie hässlich das aussieht, wenn man so von einem Gipfel in die Runde blickt, und man sieht Forststraße neben Forststraße, Almhütte neben Almhütte, oft ganze Almdörfer, lauter Fahrzeuge und Kühe! Letzten Sommer war ich in Osttirol wandern und ich begann mich wirklich vor diesen stinkenden Kuhfladen zu grausen. Sie waren überall, ich muss an jedem Tag sicher 50 Mal über einen solchen Kackhaufen gestiegen sein, bis hinauf zu den Gipfeln auf 2500 m. Die Gegend ist richtiggehend zugeschissen. Zusätzlich wollen sie dort die eh schon viel zu lange Forststraße verlängern, damit die Kühe vom Tal mit dem Traktor bis zur Baumgrenze gefahren werden können. Dass dadurch der wunderschöne Bergwald völlig verschandelt wird, interessiert diese Leute wenig. Für die Schönheit der Natur dürften die keinen Blick haben.

Was wäre das Problem, wenn Almen zuwachsen? Manche sind so hoch über der Baumgrenze, dass sich dort nichts ändern wird – außer dem Stickstoffeintrag und der zertrampelten Grasnarbe, die beide ohne Kühe wesentlich besser werden. Unterhalb der Baumgrenze würde wieder eine Wildnis entstehen. Man könnte die Forststraßen auflassen, die sowieso mehrheitlich nur von faulen Jäger_innen benutzt werden, die längst nicht mehr zu Fuß, sonder nur noch mit dem Auto auf die Berge jagen gehen. Wälder haben sehr viele ganz essentielle Funktionen, die für uns und viele Wildtiere lebensnotwendig sind. Dazu gehört der Muren- und Lawinenschutz genauso, wie die Filterfunktion von Feinstaub aus der Luft, das Einatmen von Kohlendioxid und die Abgabe von Sauerstoff, sowie der Erhalt der Humusschicht am Boden mit all seiner Fruchtbarkeit und seiner Fähigkeit, Wasser aufzusaugen und zu speichern. Nichts ist schöner, als weitab von jeder Straße und jeder Alm durch einen ungestörten Bergwald zu gehen. Von mir aus können die Almen gerne verschwinden. Ich weine ihnen keine Träne nach, im Gegenteil.

Und wenn jetzt wer davon redet, dass es sich um privaten Grundbesitz handelt, der unbedingt genutzt werden können muss, dann widerspreche ich. Die Berge gehören allen und es ist unser aller Pflicht, sie in einem möglichst naturnahen Zustand zu erhalten. Wer eine Alm besitzt und den naturnahen Zustand nicht gut findet, soll sie der Allgemeinheit verkaufen. Almen sind spottbillig, oft weniger als 1 Euro pro m². Also her damit. Die Berge sollten sowieso der Allgemeinheit gehören.

Und die Gewalt beim Almauf- und Abtrieb gäbe es dann auch nicht mehr: https://vgt.at/presse/news/2018/news20181001mn.php

7 thoughts on “Wir haben viel zu viele Almen in unseren Bergen!

  1. Hugo says:

    Wie Martin, lege ich jedem nahe einen Urwald oder zumindest eine Kernzone oder eine Bewahrungszone zu besuchen. Echten Urwald gibt es in Österreich nur noch im Rothwald bei Dürrenstein und im Neuwald am Lahnsattel in Niederösterreich. Ein 30 Minuten Spaziergang reicht um den Unterschied zu den restlichen „Wald“ zu sehen und zu fühlen.
    .
    Im Wienerwald werden 5% seit 2005 vor Nutzung geschützt (Kernzonen). 5% sind also nicht Kulturlandschaft sondern „normaler Wald“. Diese kleinen Wildnis-Inseln sind so groß wie ein Parkplatz und trotzdem trifft man mehr Tiere, wie Feuersalamander, Iltise oder Eulen, an als sonst wo. https://www.bpww.at/en/node/332
    .
    Das „Naturschutzgebiet“ Kalkalpen umfasst über 20,000 Hektar. Die Urwaldreste umfassen 37 Hektar oder weniger als 0.2% „normaler“ Wald. Im Jahr 1992 waren noch 28% „naturnah“, heute sind es nur noch 11%. Und das obwohl die meiste Fläche Steilhang ist.
    https://www.kalkalpen.at/system/web/zusatzseite.aspx?detailonr=222370336-2237&menuonr=222370470
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    Wäre ganz Österreich nur Wald, dann wären 0.2-5% zu wenig für gesunde Ecosystem-Services. Die heutigen Normal-Wald Gebiete sind eher mit einer Art Natur-Zoo oder Museum zu vergleichen. Der meiste Wald ist wegen der Viehwirtschaft aka Wurstsemmal verschwunden. Deswegen sind in Österreich und Deutschland 75% aller Insekten in weniger als 30 Jahren verschwunden (und somit Vögel und Säuger). Vieles könnte wieder kommen wenn das Wurstsemmal nicht wär.

  2. Hugo says:

    Es sind nicht Kulturlandschaften und Landwirtschaften, sondern Naturlandschaften, die sich um gesunde Eco-Services kümmern. Wir produzieren nicht unsere eigene Luft und unser eigenes Wasser. Wir bauen nicht unsere eigenen Bakterien und Pilze, die Stickstoff und andere Nährstoffe in die Pflanzen bringen, um dort unsere essentiellen Aminosäuren und Lipide zu formen.
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    Kulturlandschaft kann sich langfristig nur dann erhalten, wenn es ausreichend Naturlandschaft gibt. Wir Menschen können langfristig nur dann genug Essen anbauen, wenn es genug Naturlandschaft gibt. Naturlandschaft steht für Produzieren, Kulturlandschaft für konsumieren. Moderne Menschen benehmen sich, als ob sie eine Natur Credit Card hätten, mit der man langfristig mehr ausgeben kann als man einnimmt. Macht sie wer auf das aufmerksam kommt „und wie soll ich sonst essen?“. Die UN meint dieser Tipping Point wurde vor Jahrzehnten erreicht. Wir werden unseren Kindern einen Schuldenberg hinterlassen, aber wir groß der ist, hängt noch immer von uns ab.
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    Es gäbe eine leichte Lösung, weniger Fleisch und mehr Bio. Würden wir unseren Fleisch-Konsum um die Hälfte reduzieren, könnte man die Hälfte der Kultur- und Landwirtschaft zur Naturlandschaft machen. Fleisch-Konsum nimmt 3/4 aller Flächen ein und liefert nur 11% der Kalorien. Auch wirtschaftlich, ist das auch völlig verrückt. Mit dem heutigen Fleischkonsum steht Österreich schon im Minus, weil es gar nicht genug Land gibt um selbst zu versorgen. Die hoch geförderten Schweinebauern nutzen unsere Steuergelder um Soja aus dem Südamerikanischen Urwald zu importieren.
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    Weniger Fleisch würde zu einem großen wirtschaftlich Aufschwung und mehr Einkommen für all führen. 98% der Bevölkerung müssten nicht mehr die Hälfte ihrer Steuergelder (CAP) an 2% der Menschen schenken, die Natur und Tiere am stärksten und schnellsten zerstören. Die BBC berichtet, dass das weniger Fleisch nicht Millionen oder Milliarden sondern Trilliarden einbringen würde. Geld das wir in Jobs, Ausbildung und Gesundheit investieren könnten.
    http://www.bbc.com/capital/story/20181102-swapping-t-bone-for-tofu—but-does-it-add-up
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    PS: Die Stadt kann ich persönlich als ein großes Haus oder einen großen Bau akzeptieren, am Land schmerzt mich was ich sehe am meisten. Das schlimmste für mich sind sogenannte “Dörfer”. Um die Häuser herum nur gemähter Rasen und um den Rasen nur Mono-Kultur Felder ohne auch nur ein einziges Geräusch. Keine Insekten und keine Vögel. In der Nähe sieht man eine Tierfabrik. Die Bio-Services dort sind vergleichbar mit einem Parkplatz oder einer Autobahn, nur sind die Dimensionen viel größer. 1860 schrieb Henry David Thoreau: “I derive more of my subsistence from the swamps which surround my native town than from the cultivated gardens in the village. If it were proposed to me to dwell in the neighborhood of the most beautiful garden that ever human art contrived, or else of a Dismal Swamp, I should certainly decide for the swamp. How vain, then, have been all your labors, citizens, for me!

  3. Zukunftsängstlich says:

    Ja das sind alles sehr schöne Träume…. Aber die Urwaldstiftung wollt Ihr nur in den Bergen oder auch im Flachland? Ganze Landstriche ausser Ertrag nehmen, Landwirtschaft wie Forstwirtschaft? Einfach nur Natur…! Genial!
    Es zeit natürlich gewisse Probleme mit sich, die alleine aus der Gesetzgebung her schon vorprogrammiert sind…
    Aber ich bin mir sicher, wenn der Mammon passt, sind die Land- und Forstwirte die ersten, die Ihre Wälder still legen… Es muss halt nur die Kohle stimmen!
    Aber was essen wir dann in Zukunft? EInfach sehr viel weniger oder importieren wir noch viel mehr?

    Schöne Träume – das Aufwachen ist nur meist sehr brutal! 🙂

    ps. im Waldviertel sind kaum Almen, aber dafür der Wolf… (zum Wandern)

  4. Martin Balluch says:

    @Zukunftsängstlich
    Es wurden in den letzten Jahren 200 Waldflächen, leider recht geringer Größe, außer Nutzung gestellt, z.B. eine beim Kreuzpfäder im Hochschwab nahe der Grießsteine. Finden Sie das schlecht? Ist das auch nur ein schöner Traum?
    Die Nationalparks sollten ja auch außer Nutzung gestelltes Land sein, auch wenn sies leider nicht wirklich sind. Und die wenigen Urwälder, die wir noch haben. In der Situation, in der wir uns jetzt befinden, ist also das Gebot der Stunde möglichst viel außer Nutzung zu stellen. Es wird viel zu viel genutzt, nicht zu wenig.
    Sollten tatsächlich eines Tages relevante Flächen Österreichs außer Nutzung gestellt sein und deshalb eine Hungersnot ausbrechen (was für ein seltsamer Traum ist das denn!), dann können wir ja damit aufhören, bis wir eruiert haben, welche Nutzung welcher Flächen unbedingt notwendig ist. Momentan aber höre ich das Gegenteil, nämlich das die Grundbesitzer_innen unbedingt nutzen müssen, und dass man das doch zu verstehen habe, immerhin gehöre ihnen ja das Land und dass man aus Besitz Gewinn ziehen will, sei doch nachvollziehbar. Dazu sage ich: nein, ist es nicht. Nicht alles muss man nutzen. Gerade die Natur sollten wir so weit wie möglich ungenutzt lassen.
    Das Argument, xy zu machen sei schlecht, weil wenn alle xy machten, dann ginge die Welt unter, ist zu kurz gedacht. Ich weiß nicht was Sie gut finden, vielleicht Fußball spielen? Stellen Sie sich vor, alle würde nur mehr Fußball spielen, dann würden wir alle verhungern. Naja.
    Vielen Dank für den – allerdings offensichtlich nicht ernst gemeinten – Vorschlag, im Waldviertel zu wandern. Habe ich schon gemacht. Ich bin eine Woche mit meinem Hundefreund im Waldviertel gewandert, aber es hat mir viel zu viel gemenschelt. Während ich bei mir zu Hause ganz locker eine Woche mit dem Zelt gehen kann, ohne jemanden zu treffen, gibt es im Waldviertel zwar schöne Flecken, aber eine Wanderstunde später stolpert man schon wieder über Straßen und Häuser und Menschen. Vielleicht sollten die Wölfe zu uns in die Obersteiermark wechseln, da hätten sie vergleichsweise noch eine Wildnis. Und ich würde mich sehr freuen!!

  5. Joerg says:

    Bin absolut Deiner Meinung! Ein gutes Beispiel dafuer, wie es anders gehen kann sind die US National Parks – z.B Yosemite, Kings Canyon, Sequoia – es gibt keine Almen und keine Forstwirtschaft, daher auch keine Forststrassen – daher muss man sich bestenfalls eine Stunde von den Tourismusinseln (z.B Yosemite Valley) wegbewegen, um ein ganz anderes Natur/Bergerlebniss zu haben…

  6. Anonymous says:

    Lieber Martin,
    warum wanderst du überhaupt auf Berge und Almen? Dort ist es ja so unschön?
    Was sollen wir Menschen denn überhaupt noch machen. Um deine Anforderungen zu erfüllen müssen wir alle Suizid begehen?
    Und was ist mit der Artenvielfalt die durch unsere Kulturlandschaft gefördert wird? Wollt ihr die auch nicht?
    Lg Martin

  7. Martin Balluch says:

    @Martin
    Wo soll ich sonst wandern, wenn es (fast) nur Berge mit Almen bei uns gibt? Im Kanalsystem einer Stadt?
    Ich wohne im Wald. Wenn ich einen Schritt mache, wandere ich bereits in den Bergen. Und nicht viel weiter ist die erste Alm. Die Südkarpaten sind auch keine Alternative, dort drängen sich auch die Almen überall. Und selbst in Skandinavien almlts, weil dort die Lappen ihre semidomestizierten Rentiere herum treiben.
    Das ist ja der vermutlich traurigste Aspekt des Lebens, dass der Mensch überall die Welt verschandelt. Das werden Sie doch auch empfinden, falls Sie für die Natur empfänglich sind. Sollten Sie ernsthaft meinen, die Gefühle in einem künstlich gepflanzten Forst mit Fichtenmonokultur oder auf einer brandgerodeten Alm voller Kuhkacke ist mit dem Gefühl, das man in einem Urwald hat, vergleichbar, am besten noch mit abendlichem Wolfsgeheul, dann haben Sie Letzteres noch nicht erlebt, das garantiere ich Ihnen.
    Ja, die Welt wäre mit wahnsinnig viel weniger menschlichem Einfluss unfassbar viel schöner. Ein trauriges Faktum angesichts ständig steigender Bevölkerungsdichte.
    Wenn Sie Orte ohne menschlichen Einfluss kennen, nennen Sie sie mir bitte. Ich bin immer auf der Suche.
    Kulturlandschaft – ich kann das Wort schon nicht mehr hören. Mit dieser Ausrede werden z.B. die großen Beutegreifer ausgerottet. Die Kulturlandschaft kann mir samt und sonders gestohlen bleiben.
    Mein Traum ist eine Art Urwaldstiftung zu gründen, der die Menschen ihre Hinterlassenschaften vererben können, und damit wird ständig neues Land gekauft, das dann zu 100 % aus jeder menschlichen Nutzung genommen wird. D.h. keine Forstwirtschaft, keine Jagd, keine Landwirtschaft, niemand darf dort wohnen – aber alle dürfen nach Herzenslust Winter wie Sommer und Tag wie Nacht drin wandern.

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