„Tierschutzministerium“ will schon wieder das Filmen in Tierfabriken verbieten!

Eine Schweinegesundheitsverordnung nennt sie sich harmlos. Geht es da nicht nur um die Gesundheit von Schweinen und ist das nicht etwas Gutes? Der Standard deckte vor Entstehung dieser Verordnung auf, dass damit eigentlich die Kriminalisierung von TierschutzaktivistInnen geplant war. Der Bauernbund frohlockte, jetzt ginge es endlich jenen TierschützerInnen an den Kragen, die z.B. in Schlachthöfen heimlich mitfilmen. Da gab es doch einen großen Skandal über die Haltungsbedingungen von Schweinen in Österreich. Wer so eine Aufdeckungsarbeit noch einmal wagen sollte, so tönte die Tierfabriksindustrie, der solle im Gefängnis landen. In Niederösterreich und Oberösterreich konnte die dort regierende Tierfabrikslobby entsprechende landesweite Verbote bereits einführen, nun drängte man auf ein bundesweites Verbot.

Der Artikel im Standard löste einen Sturm der Entrüstung aus. Und das Tierschutzministerium dementierte prompt. Nein, nein, so etwas würde man nicht planen, das käme sicher nicht in Frage. Und die Aufregung verebbte wieder. Bis plötzlich zu Weihnachten eine Schweinegesundheitsverordnung in Begutachtung ging, mit einem Ende der Frist für Kommentare bis zum 8. Jänner 2016. Und diese Verordnung enthält doch glatt erst wieder ein solches Verbot, Schweinefabriken zu betreten. Man versuchte sie heimlich über die Weihnachtsferien durchzubringen, sodass es niemand merkt. Heute lief die Frist ab, gerade noch rechtzeitig schickte ich diese Stellungnahme des VGT dazu.

Wer möchte, kann sich bei Tierschutzministerin Sabine Oberhauser beschweren: sabine.oberhauser@bmg.gv.at

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7 thoughts on “„Tierschutzministerium“ will schon wieder das Filmen in Tierfabriken verbieten!

  1. Carlo says:

    Diese Gesellschaft ist einfach nur krank. Da sind diese tollen Bilder in den Kinderbüchern mit den Kühen die fröhlich auf der Weide grasen und dann diese Wirklichkeit. Warum darf sich niemand die Tiere in diesen Fabriken anschauen ? Wenn ich nichts zu verbergen habe dürfte das doch alles kein Problem sein. Alles wird geschönt für den Profit. Die Menschen werden immer fetter und die Tiere müssen leiden.

  2. Bettie says:

    ich bin auch der Meinung das die Versuchung einfach zu groß ist. Besonders wenn der Hund Hunger hat. das ist ja unnatürlich nix zu essen trotz Hunger. Ich hab zwar gehört das bei Wachhunden so etwas antraniert werden kann, aber in der Praxis hab ich das noch nie gesehen.

  3. Konrad says:

    Leider ist das wirklich mal wieder typisch. Was muss eigentlich alles passieren, bevor die PolitikerInnen auch die entsprechende Reaktion auf den Wahlzetteln sehen? Aber wer ist diesbezüglich überhaupt wählbar? Wir müssen die Spielregeln ändern, wenn wir eine Verbesserung haben wollen. Es hilft anscheinend nicht die Leute auszutauschen.

  4. Claudia Lutz says:

    Ich habe einen Brief an Frau Ministerin Oberhauser geschrieben und meinen Wunsch nach Dokumentationsfreiheit und verbesserte Haltebedingungen von Schweinen Ausdruck verliehen und hoffe, dass dieser Brief Wirkung zeigt.

  5. Eva Stockner says:

    Wieso verbieten Sie das Betreten von Tiermastanlagen — Sie müssen etwas zu verbergen haben ,ansonsten muss man nicht solche Verordnungen erlassen.Kümmern Sie sich eher solche Betriebe zu schliessen .Denn — unter solch unwürdigen Bedingungen für die Tiere produziertes Fleisch ist auch für die Menschen ,die noch Fleisch konsumieren,gesundheitlich sehr bedenklich.

  6. reinhild says:

    Momentan plakatiert AMA gerade mit geschönten Bildern “ wir schaun drauf daß ihr (Kuh) Ihnen(Schweine) gut geht

    wie lächerlich…..ein Hohn!

  7. thomas says:

    Vielen Dank, Herr Balluch, dass Sie Stellung genommen haben!

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