„Toxic masculinity“ und „supertoxic black masculinity“ – oder eher toxic feminism

„Toxic masculinity“. Diesen Begriff, der bei gewissen Feminist_innen gerade en vogue zu sein scheint, muss ich mir auf der Zunge zergehen lassen. Die giftige Männlichkeit. Männer, das Gift für die Gesellschaft. Vor 20 Jahren war noch von „demonic males“ die Rede, vom Dämon Mann.


Begriffe dieser Art zu verwenden ist völlig abwertend und diskriminierend Männern gegenüber. Damit werden Männer verbal zu einem giftigen Dreck degradiert, den es zu beseitigen gilt. In meinen Augen ist die Verwendung eines solchen Begriffs gegenüber einer Menschengruppe hart an der Grenze, unter das Verbot der Verhetzung zu fallen.

Eines ist jedenfalls klar: wer von toxic masculinity spricht, will keinen konstruktiven Dialog. Der-, die- oder deyjenige will andere kränken und verletzen. Will vielleicht auch Widerspruch hervorrufen, um sich dann in einer Art self-fullfilling prophecy bestätigt zu fühlen, wie wenig kritikfähig und wie Feminismus-kritisch und daher sexistisch diese Männer doch sind, die solche Beleidigungen nicht einfach hinnehmen.

Gibt es toxic femininity? Oder toxic transgender? Ich fürchte nein. Aber ist das nicht die Definition von Sexismus, ein biologisches Geschlecht pauschal zu diffamieren? Emanzipatorisch ist das jedenfalls nicht, von toxic masculinity zu sprechen. Mir scheint das eher toxic feminism zu sein.

Intersektionalität: supertoxic black masculinity. Amnesty International berichtet regelmäßig von der Praxis der Todesstrafe in den USA. Wer eine schwarze Hautfarbe hat, wird für dieselbe Tat unter denselben Umständen viel eher zum Tod verurteilt, als wer eine weiße Hautfarbe hat. Genauso wird ein Mann für dieselbe Tat unter denselben Umständen viel eher zum Tod verurteilt, als eine Frau. In der Kombination schwarze Hautfarbe und Mann potenziert sich die Wahrscheinlichkeit. Umgekehrt, wenn das Opfer weiß und nicht schwarz oder weiblich und nicht männlich ist, steigt ebenso die Wahrscheinlichkeit für die Todesstrafe. Schwarze Männer sind also „supertoxic“, oder wie?

Warum nehmen Männer das eigentlich hin, derart abgewertet zu werden? Warum lasst man sich das gefallen? Hat man Angst vor der Sexismuskeule?

Warum nehmen Frauen das hin, die eine enge Beziehung zu Männern haben, oder denen Gerechtigkeit wichtig ist? Ist das die Angst vor dem Vorwurf mangelnder weiblicher Solidarität?

Spätestens Eltern von männlichen Kindern müssten zu deren Schutz energisch einschreiten. Was soll ein 8 oder 10-jähriger Bub fühlen, wenn er von toxic masculinity hört? Mama, was ist das? Na das heisst, dass Mann-sein giftig für die Gesellschaft ist. Toll, der erste Schritt zu einer zufriedenen Geschlechtsidentität – not! Wenn Eltern nicht gegen diese Begrifflichkeiten aufstehen und ihre männlichen Kinder verteidigen, dann haben sie in meinen Augen gegenüber ihren Schutzbefohlenen versagt.

Ich möchte das toxic feminism nennen. Toxic feminism ist ein Feminismus,
–  der männerverachtende Begriffe verwendet,
–  der am biologischen Mann-Sein diskriminierende Vorurteile aufhängt,
–  der behauptet, dass Frauen grundsätzlich nicht sexistisch sein können,
–  und der leugnet, dass es auch sexistische Diskriminierung von Männern in der Gesellschaft gibt.

Dazu siehe auch: http://www.martinballuch.com/toxic-feminism-q-a/

33 thoughts on “„Toxic masculinity“ und „supertoxic black masculinity“ – oder eher toxic feminism

  1. Karina says:

    Lieber Martin!

    Ich bin schon fast mein ganzes Leben lang Unterstützende des VGT und schätze deine/eure Arbeit auf höchstem Maße. Deine Texte zum Thema Feminismus allerdings leider so gar nicht.

    Toxic Masculinity meint doch nicht, dass Männer giftig für die Gesellschaft sind und ist auch wirklich überhaupt nicht darauf ausgerichtet, irgendwelche pauschalisierten Gruppen zu shamen. TM steht für das Konzept der Männlichkeit als „giftig“ für Personen – hier Männer – selbst. Es steht für den Leidensdruck, den viele Männer ausgesetzt sind, weil sie nicht den Normen von Männlichkeit entsprechen können oder wollen (siehe: „Männer weinen nicht“, Männer sind stark, Männer sind heterosexuell, etc.). Und natürlich gibt es auch so etwas wie toxic femininity,

    Für nähere Beschäftigung mit der Thematik empfehle ich den Film „The Mask You Live In“ (aktuell etwa auf Netflix), der ganz wunderbar darstellt, was dir offenbar noch entgangen ist. Ich finde es schade, dass du dich scheinbar in deiner persönlichen Männlichkeit dadurch diskriminiert fühlst, wie Theoretiker_innen diese aufzulockern versuchen.

  2. Martin Balluch says:

    @Karina

    Liebe Karina, ich habe dazu Stellung genommen, siehe http://www.martinballuch.com/toxic-feminism-q-a/

    MfG, Martin

  3. Martin Balluch says:

    @ Barbara Baruch

    Sehr geehrte Frau Baruch,
    dass Sie die Arbeit des VGT für menschenverachtend halten, bestätigt mich in gewisser, zugegeben etwas überraschender Weise in meiner Kritik am toxic feministischen Männerbild. Sie beweisen nämlich, dass Sie als Frau zu deutlich weniger Empathie fähig sind, als jene Männer, die sich im Rahmen des VGT für Tierschutz engagieren.
    Vorausgesetzt Sie sind überhaupt eine Frau.

  4. Barbara Baruch says:

    Ich glaube auch, dass Herr Balluch den Begriff toxic masculinity falsch verstanden hat. Freue mich darüber, dass Sie damit der Sache schaden, denn wenn ich mir die <Homepage des VgT ansehe, wird mir aus vielen Gründen schlecht – diese menschenverachtende Haltung kann ich nicht teilen. Damit meine ich, dass das Niveau der frauenverachtenden Kampagne "Nur Tiere und Schlampen tragen Pelze" bis heute weiter gehalten wird. Schade, eine differenzierte Betrachtung der Dinge wäre interessanter. Zum Beispiel rettet es natürlich keine Kälber, wenn alle keine Milch trinken und kein Fleisch essen – es kann nur dazu führen, dass die Rinderhaltung eingestellt wird. Da wäre es doch besser, keinen Hund zu haben, wenn man Tieren ein nicht tiergerechtes Schicksal ersparen will. Oder keine sterilisierte Hauskatze ohne Auslauf im Freien.

  5. Elisabeth says:

    Ihre letzten beiden Sätze – haben Sie da vorher nachgedacht? Ja, und wenn die Rinderhaltung eingestellt würde? Schadet das den Rindern?

  6. barbara baruch says:

    Liebe Elisabeth, ja, darüber habe ich vorher nachgedacht. Mir tun Stadthunde und Wohnungskatzen sehr leid, das ist sicher nicht schön für die Tiere so menschengerecht zu leben. Wenn die Rinderhaltung eingestellt würde, gäbe es keine Rinder mehr. Die Almlandschaften kann man dann vergessen und naja die Kühe und Kälber, die ich kenne, scheinen schon eine Lebensfreude zu haben. Ein Land ohne Nutztiere – traurig würd ich sagen. lg

  7. Martin Balluch says:

    @ regina
    Zunächst: wenn ich nicht den Mut hätte, meine Meinung auch bei scharfem Gegenwind zu vertreten, dann wäre ich nicht 2 Jahrzehnte führend in einem der widerständigsten Tierschutzvereine der Welt aktiv gewesen und dafür auch ins Gefängnis gegangen. Also, nein, ich möchte mir, ehrlich gesagt, nicht den Mund verbieten lassen und das ausdrücken, was mich bewegt, egal ob das irgendwem passt oder nicht.
    Sie könnten mir vielleicht sagen, was Sie an meinem Text so stört. Zum Begriff toxic masculinity werde ich mich äußern, sobald ich die Zeit finde. Aber soviel gleich. Meinem Verständnis nach werfen mir Sie und andere vor, ich würde toxic masculinity fälschlich auf das Mannsein an sich beziehen, anstatt nur auf Aspekte des Mannseins, eben die toxischen. Das gebe ich zurück: wenn ich von toxic feminism spreche, dann meine ich nicht den Feminismus schlechthin, sondern nur jenen Teil davon, den ich im Text definiert habe, den männerverachtenden. Nun, Sie sagen jetzt, das mag ja sein, aber Sie fühlen sich durch den Begriff dennoch gekränkt, weil eine Kritik am Feminismus an sich durchklinkt. Aha, genauso fühle ich mich gekränkt, weil bei toxic masculinity eine Verachtung aller Männer mitschwingt. Touche!
    Lustig, dass Sie mir vorhalten, soweit ich Sie verstehe, was Sie selbst tun.

  8. Miriam says:

    Als Mitleserin und weitgehende Unterstützerin Ihrer Tierrechtsarbeit, aber auch Feministin muss ich mich jetzt auch mal äußern: Ich habe mir die Kommentare hier und auf Facebook nochmal durchgelesen, und eigentlich sind da keine bzw. extrem wenige, die sich über Ihren Begriff des „toxic feminism“ beschweren – es spricht ja auch nichts dagegen, diesen zu verwenden, solange er explizit nur jene Strömungen beschreibt, die tatsächlich durch ihr Verhalten die Gesellschaft schädigen (ob es sinnvoll ist, für eine winzige, auch laut Ihnen nur eventuell vorhandene Randgruppe einen solchen Begriff zu definieren bzw. Ihre sicherlich ursprünglich provokante Absicht dahinter seien mal dahingestellt).
    Tatsächlich versuchen die meisten KomentatorInnen bloß, auf höfliche Weise die missverständliche Verwendung des Begriffs aufzuklären.
    Es ist ja auch grundsätzlich nichts Schlimmes dabei, mal etwas falsch zu verstehen – nur wäre es auch meiner Meinung nach dann Ihre Verantwortung als Person öffentlichen Interesses, das aufzuklären. So, wie der Artikel nach wie vor formuliert ist, unterstellt er – das kann man, glaube ich, ganz objektiv sagen – allen Menschen, die den Begriff „toxic masculinity“ verwenden, eine Absicht, die definitiv nicht da ist.

    Im Übrigen geht es auch nicht – wie Sie in diesem Kommentar schreiben – um einen Aspekt des „Mannseins“ an sich (sofern man „Mannsein“ als Eigenschaften definiert, die von Geburt an bei Männern häufiger zu finden sind als bei Frauen). Es geht um einen Aspekt des gesellschaftlichen Männlichkeits*bilds* – also jener Vorstellung, die Männern und Buben eingeimpft wird, wie sie zu sein *haben* -, welche ihnen schaden, bzw. auch ihrer eigentlichen Natur zuwider laufen – dazu gab es ja auch schon einige ganz anschauliche Schilderungen von Männern in den Facebookkommentaren.

  9. regina says:

    Lieber Marin Balluch, so sehr ich Ihren Einsatz für nichtmenschliche Tiere bewundere und schätze, so sehr fühle ich mich von Ihren antifeministischen Beiträgen abgestoßen und als Frau angegriffen. Reinhard hat doch den link eingefügt, der erklärt, was unter „toxic masculinity“ zu verstehen ist. Warum gehen Sie darauf nicht ein? Das ist wissenschaftlich untermauert. Schade, dass Sie auf solche Tatsachen so irrational reagieren und Ihre offenbaren Verletzungen durch manche weiblichen menschlichen Tiere am Feminismus und einem Begriff abreagieren, der, wenn man sich den wissenschaftlichen Hintergrund ansieht, niemanden aufregen sollte.

  10. Jochen Schmidt says:

    Hallo,

    besten Dank für Deinen Beitrag!

    Ich habe zwei Fragen zum Wortlaut. Du schreibst oben:

    „Gibt es toxic femininity? Oder toxic transgender? Ich fürchte nein.“

    Ist das ein Schreibfehler? Mir scheint, es müßte eher heißen: Ich *hoffe* nein, oder: Ich fürchte *ja*.

    Ist wirklich nur als Rückfrage gedacht, vielleicht hast Du Dich vertippt …?

    Sorry, ich bin halt so ein Pedant, also noch eine Rückfrage. Du schreibst oben:

    „… wenn das Opfer weiß und nicht schwarz oder weiblich und nicht männlich ist …“

    Welche Pointe haben hier die Zusätze „nicht schwarz“ einerseits und „nicht männlich“ andererseits? Du schreibst ja zunächst

    „weiß“ – daraus würde ich folgern „nicht schwarz“, Du schreibst dann „weiblich“ – daraus folgt ja wohl „nicht männlich“.

    Wenn Du aber explizit hinzusetzt „nicht schwarz“ bzw. „nicht männlich“, dann klingt das so, als würdest Du mit der Möglichkeit

    rechnen, daß jemand zwar weiß, aber auch schwarz ist, daß jemand zwar weiblich, aber auch männlich ist. Willst Du diese

    Möglichkeit wirklich einräumen? Ich würde diese Möglichkeit eigentlich ausschließen …?

    Auch dies nur eine Rückfrage zum Wortlaut bei Dir.

    So, und jetzt noch allgemein: Laß Dich bitte nicht entmutigen von den negativen Reaktionen hier im Thread. Du schreibst über

    genau die Sachen, die Dir wichtig sind. Sei es Tierschutz, sei es „Toxic feminism“.

    Ob mir das paßt, oder irgendwem sonst hier im Board – völlig egal. Wichtig bleibt, daß Du Dich engagierst für die Sachen, die

    Dich bewegen und die Dir am Herzen liegen. Das bist Du Dir selber schuldig. Also bitte weiter so!

  11. roger says:

    Vielen Dank für den Beitrag! Am Rande: Früher sprach man von dem toxischen Judentum.

  12. Thomas says:

    Lieber Martin Balluch,

    vielen Dank für diesen Text, dessen Inhalt ich zu 100% teile.

    Lassen Sie sich bitte nicht von den intoleranten und sexistischen Kommentaren darunter verunsichern.

    Veränderung beginnt im Kleinen, Veränderung beginnt mit diesem Text.

  13. Felix says:

    Vielen vielen Dank für diesen Text. Ich bin in linksliberalen Kreisen aufgewachsen und wurde gleich mehrfach auf die gleiche Art belastet, da die Gesellschaft ihren Schuldkomplex gerne an jenen abarbeitet, die sich nicht wehren können.

    So erfuhr ich, dass ich
    1. als Nutznießer des österreichischen Entwicklungsstandards die Welt an den ökologischen Abgrund geführt habe und für Millionen hungernder Kinder verantwortlich bin und
    2. als Mann – wie du sagst – die Gesellschaft vergifte.

    Es war kaum möglich, dagegen Kritik zu artikulieren, ohne ins rechte Eck gestellt zu werden (in das ich auf keinen Fall wollte.) Auch den Vorwurf der „Ungebildetheit“ fangt man sich sofort ein – und es dauert einige Zeit, bis man das als recht billige Immunisierungsstrategie durchschaut.

    Es tröstet mich sehr, dass ich als links denkender Mensch mit Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Welt nicht nur die Wahl habe zwischen einer politischen Richtung, die zwar die richtigen Ideen bezüglich der nachhaltigen Gestaltung der Zukunft hat, mich aber als moralisch verkommen (oder zumindest latent defizitär) betrachtet, und einer Richtung, für die die Profitmaximierung die einzige Maxime zu sein scheint. (Ich weiß, ich weiß, sehr polemisch verkürzt.)

  14. Gunther Herzlich says:

    Martin Balluch, du hast natürlich vollkommen recht.
    Gerade weil der Chauvinismus gegen Männer gesellschaftlich akzeptiert und „normal“ geworden ist, gehört schon eine Menge Mut dazu, gegen diesen Mainstream öffentlich Stellung zu nehmen.

  15. David says:

    Natürlich hat Martin völlig recht.

    Begriffe wie „toxic masculinity“ oder „men spreading“ sind nur erfunden worden, um die Hälfte der Menschheit abzuwerten. Man meint damit nicht nur einzelne Männer, sondern das ganze Geschlecht.

    Wer sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt hat und die politisch korrekte Brille ablegen kann, erkennt das auch. Den andern dreht es den Magen um.

  16. Matze says:

    Martin Balluch, hätten Sie doch nur Gott gelästert!

    Aber einen Feminismus zu kritisieren, der alles schlechte nach Männern benennt und trotzdem behauptet nicht gegen Männer zu haben… das, lieber Martin, ist eine Todsünde!

    Ein weiteres Beispiel für die Männerfeindlichkeit im Feminismus:

    https://man-tau.com/2018/02/12/fashion-und-faschismus/

    Aber wer so was kritisiert, fühlt sich als Mann ja nur unbegründet „in seiner Männlichkeit gekränkt“ oder hat Angst Macht zu verlieren! Solche Begründungen sind natürlich viel einfacher, als mal auf die Kritik an der eigenen Ideologie einzugehen.

    Ich befürchte leider das diese Verhalten noch mehr wird.

  17. Martin Balluch says:

    @Marie

    Mein Seelenheil ist mir wichtiger als Ihre Zustimmung. Und es geht mir subjektiv persönlich viel besser, wenn ich diese Dinge niederschreiben kann, die mich belasten.

  18. Martin Balluch says:

    @Basti

    Nur so viel, im Vorbeifliegen: Diskriminierung von Männern sehe ich überall, und nicht nur ich. Wie ich jahrzehntelang verfolgt wurde, weil man mich als Mann in das Bundesheer zwingen wollte, z.B., oder wenn ich jetzt 5 Jahre später in Pension gehen kann als die Frauen um mich gleichen Alters. Das ist eindeutig diskriminierend. Ich saß 3 1/2 Monate in Haft, sicherlich auch deswegen, weil sich die Verfolgungsbehörden davon, dass ich männlich sei, versprochen haben, dass man mich leichter kriminalisieren kann. Oder wie anders lässt sich erklären, dass viel mehr Frauen als Männer im Tierschutz aktiv sind, und trotzdem 90 % der U-Häftlinge und 85 % der Angeklagten im Tierschutzprozess männlich waren? Unschuldig waren wir alle, und es hat sicher nicht nur Führungskräfte in Vereinen getroffen, im Gegenteil, fast keine.

    Stolz auf das Männlichsein? Da muss ich lachen. Meine Genderidentität habe ich dank Begriffen wie toxic masculinity schon im Alter von 10 Jahren verloren! Seitdem will ich kein Mann sein, und mittlerweile bin ich es auch nicht mehr. Und das ist kein leichter Prozess.

  19. Gunther Herzlich says:

    Sehr geehrter Herr Balluch,

    ich hatte ihnen eine Antwort zu ihrem Beitrag toxische Männlichkeit geschrieben.

    Habe wohlweislich ein Pseudonym verwendet, weil man, wenn es um Feminismuskritik geht, ganz schnell denunziert

    wird.

    Hätte natürlich auch nur unter meinen Vornahmen, wie alle anderen, schreiben können.

    Ich möchte ihnen einen gut gemeinten Rat geben: Machen sie ihre völlig berechtigte Kritik nicht öffentlich.

    Sie kämpfen gegen Windmühlen !!

    Sicher tut es erst einmal gut, Ungerechtigkeiten und Diskriminierung niederzuschreiben. Das Echo jedoch ist verheerend

    und kommt vor allem aus der linken Ecke, der sie sich wahrscheinlich auch eher zugehörig fühlen.

    Keine Angst, ich bin k e i n Rechter, habe selbst früher immer die Grünen gewählt.

    Was ich nur damit sagen will: Für Linke, Grüne und auch SPD und vor allem für die allmächtigen meinungsmachenden

    feminisierten Medien ist kein Platz für Anliegen von Männern.

    Verstehen sie mich bitte nicht falsch. Ich möchte keine Parteienwerbung machen, sondern sie nur warnen.

    Je mehr sie sich mit Männerdiskriminierung beschäftigen und dies veröffentlichen, um so mehr werden sie ausgegrenzt.

    Ich persönlich finde es toll und mutig, natürlich auch etwas naiv, dass sie diesen Schritt gewagt haben.

    Der darauf folgende Sturm der Entrüstung lies sicher nicht lange auf sich warten.

    Eigentlich zeigt dieser Shitstorm,der oft selbst extrem chauvinistische Aussagen gegen Männlichkeit beinhaltet, dass

    sie Recht haben.

    Ich weiß, von was ich rede.

    Wenn sie diese reaktionären Reaktionen, nur noch in größerem Ausmaß, locker wegstecken können, ohne dass ihre

    Psyche darunter leidet, wären sie ein menschlicher Roboter. Aber das sind sie ja gerade nicht, sonst würde ihnen der

    Chauvinismus gegen Männer nicht auffallen.

    Ich wünsche ihnen auf ihrem Lebensweg alles Gute und denken sie auch an sich!

  20. Hugo says:

    Seite dem Zwangsheirat abgeschaffen wurde, tragen viele Frauen selber dazu bei welche Art von Mann sich vermehrt und wie er erzogen wird. Toxic Masculinity ist somit auch Toxic Female Motherhood. Bei deb Bonobos sind nicht zuerst Männer zahmer geworden sondern Frauen haben sich besser organsiiert und emanzipert. Der Ausdruck Toxic Male hilft nicht diesen starken Zusammenhang aufzuzteigen imo.
    .
    Ich leide persönlich darunter wie Sexualität sprachlich schlecht gemacht wird. Du Pussy heist Angsthase, nicht dass Hase besser ist. Du Schwanz bedeutet Arschloch, obwhol der Arsch auch nichts schlechtes ist. Fick dich dedeutet schleich dich. Etc. Warum verdereben wir uns unserer eigene Welt? In der Antike war man auch schon sehr vulgär, aber man hat sich nicht über Vaginas oder Schwänze lustig gemacht oder sie schlecht gemacht. Der Akt des Sexes war eine schöne Sache und nicht im Alltag und allgemein was schlechtes. Wenn dann hat man sich darüber lustig gemacht, dass jemand seine Natur nicht gut ausleben konnte, also der mentalen und nicht der angeborenen natuürlichen seite des Tieres. https://www.youtube.com/watch?v=DeZIPfQ_2tA
    .
    Religon hat uns imo dazu gebracht sexuelles abfällig zu betrachten. Uns von den Tieren zu entfernen. Das gleiche gilt für Gender Thematik. Wir mögen es nicht. Im antiken Rom haben 12 von 14 Kaisern auch gleichgeschechtlich geheiratet. Nero, ein toxic male nach heutugen Standards, hat einmal als Mann einen Mann geheiretet und einmal als Frau. Eine Butller selbst plagt sich mit der Idee das Menschen Tiere sind. Was soll man dazu noch sagen?

  21. Marie says:

    Ich schließe mich da Reinhard an. Ihre Tierrechtsarbeit und Ihr Aktivismus sind toll aber bei diesem Text (und auch anderen in der Kategorie Feminismus) dreht sich mir ebenfalls der Magen um

  22. Andreas says:

    Tja, Feministinnen – und Ihre Aussage belegt es ebenfalls – sind nun einmal in keinster Weise Kritikfähig.
    Das erlebe ich bei meiner Arbeit in der Männerrechts-Bewegung immer wieder.
    Kritik=Antifeminismus=Frauenfeindlich.

  23. Skythe says:

    @marie
    Dir dreht sich der Magen um, weil jemand fordert, Männer nicht mehr als Giftmüll zu bezeichnen? Männer sind für dich also auch weiterhin gefährlich und Abschaum?

    Auf solche hasserfüllten, sexistischen Leser kann bestimmt jeder Blogger gut verzichten.

  24. Andreas says:

    „Ich schließe mich da Reinhard an. Ihre Tierrechtsarbeit und Ihr Aktivismus sind toll aber bei diesem Text (und auch anderen in der Kategorie Feminismus) dreht sich mir ebenfalls der Magen um“

    Wenn Sie wenigstens schreiben würden, WARUM bzw. an WELCHER STELLE seines Textes sich Ihr Magen umdreht, dann liesse sich ggf. darüber reden (streiten). Es kommt im Idealfall dann zu einem Austausch von Ansichten und Meinungen. Und hinterher sind beide Seiten „schlauer“ als vorher. Mir scheint, DAS wollen Sie gar nicht. Sie begnügen sich damit, Herrn Balluch mitzuteilen, dass sie ihn nicht mehr „lieb haben“.

    Das hat er jetzt davon, gell?

  25. Martin Balluch says:

    @Basti

    Rechten Spendern? Redest du von unserer Regierung, die erstmals in der Geschichte gleich viel Frauen wie Männer für Ämter von Minister_innen und Staatssekretär_innen ernannt hat, die Plätze in Frauenhäusern um 10 % erhöht und das Strafausmaß zum Schutz von Frauen vor Gewalt ausweitet? Achtung vor der feministischen Folklore, dass Feminismus genuin links wäre. Nicht darauf hereinfallen!

    Was hieltest du davon, wenn jemand von „toxic blackness“ spricht und Menschen mit schwarzer Hautfarbe meint? Klingt das nach rassistischer Hetze? Würde das wegen Verhetzung verurteilt? Und selbst wenn nicht – würdest du dann von Gedankenfreiheit philosophieren?

    Vor dem Gesetz sind wir alle gleich, steht in der Verfassung.

  26. Basti says:

    Das war ein sogar durch ein 😉 gekennzeichneter offensichtlicher Scherz, tut mir Leid, wollte keine Diskussion über rechts und links entfachen, das führt zu wenig. Wenn jemand den Begriff „toxic blackness“ benutzen würde dann würde ich ihn wahrscheinlich ähnlich wie „toxic masculinity“ auffassen, also dass er sich mit für die Gesellschaft schädlichen Effekten eines eingebildeten, übertriebenen, falschen Kultes darum, was „blackness“ ist beschäftigt..?

    „Was hieltest du davon, wenn jemand von „toxic blackness“ spricht und Menschen mit schwarzer Hautfarbe meint?“
    Wenn jemand von „toxic blackness“ sprechen würde wie von „toxic masculinity“ dann meint er mit „toxic blackness“ nicht „Menschen mit schwarzer Hautfarbe“, so wie „toxic masculinity“ nicht „Männer“ meint.

    „Klingt das nach rassistischer Hetze?“
    Nein, das klingt wie ein Begriff den sich irgendwer ausgedacht hat und über den sich sicher irgendwer aufregen kann weil er zu uneindeutig ist 😉

    „Würde das wegen Verhetzung verurteilt?“
    Ist alles was irgendwer verurteilt schlecht? Betreten eines Stallgebäudes…

    „Und selbst wenn nicht – würdest du dann von Gedankenfreiheit philosophieren?“
    Ja

    „Vor dem Gesetz sind wir alle gleich, steht in der Verfassung.“
    Negiert die Gleichheit die Meinungsfreiheit? Auch wenn es mir nicht gefällt wenn es wer tut aber es ist doch noch erlaubt Scheiße zu reden, ob ernst gemeint oder nicht? Gerade du als Tierrechtler solltest doch zustimmen dass ein Mordstrara um Begriffe die grundlegende Beseitigung der eigentlichen Probleme oft nur behindert. Natürlich sind dir als Philosoph Begriffe unheimlich wichtig, das seh ich ein aber deshalb gleich so beleidigt zu sein…

    „Warum nehmen Männer das eigentlich hin, derart abgewertet zu werden?“
    Wovon redest du? Wenn du ein spezielles Männlichkeitsideal hast das jetzt oft angegriffen wird, ok dann bitte erklär konkret wo’s weh tut aber ich sehe einfach nie Diskriminierung gegenüber Männern, wirklich, und der Begriff tut mir auch nix, dass Frauen nicht ernstgenommen und wie Kinder behandelt werden seh ich dauernd. Wahrscheinlich fehlt mir einfach dein Stolz, deine Ehre als Mann. Ich seh mich einfach nicht primär als Mann. Oder Mensch…

  27. Basti says:

    Wow!
    „In meinen Augen ist die Verwendung eines solchen Begriffs gegenüber einer Menschengruppe hart an der Grenze, unter das Verbot der Verhetzung zu fallen.“ Geh bitte! Ernsthaft? Nur weil Leute philosophieren? Gedankenverbrechen oder wie? Du tust nur so um den rechten Spendern zu gefallen oder? 😉

  28. Andreas says:

    Godwins Law hat in Diskussionen über Männerrechte und Männerdiskriminierung eine sehr kurze Halbwertszeit.

  29. Martin Balluch says:

    Hallo Reinhard,
    zu Deinem Einwand werde ich einen eigenen Blog schreiben.
    Aber soviel zum letzten Absatz: ich kritisiere nicht den Feminismus generell, sondern jenen, der obigen 4 Kritierien genügt. Und der ist definitionsgemäß männerverachtend und kränkend. Nun kannst Du einwenden, dass es den gar nicht gibt. Ich würde Dir widersprechen, aber selbst wenn Du recht hättest, ginge Dein Einwand ins Leere. Wenn ich nämlich eine Art von Feminismus kritisieren würde, die es gar nicht gibt, ist auch nichts verbongt.
    PS: Schau Dir die Webseite von Carol Adams an. Da ruft sie dazu auf, nur Tierschutzvereine zu unterstützen, die eine weibliche Leitung haben. Erstens ist das die Definition von Sexismus und zweitens ist es wohl nachvollziehbar, dass das kränkend ist. Dazu habe ich mich geäußert. Ich denke das ist legitim.

  30. Reinhard says:

    Hallo Martin,
    eigentlich bin ich ein Fan deiner Tierrechtsarbeit aber bei dem Text dreht es mir den Magen um. Du schrammst auch völlig am Thema vorbei. „Toxic Masculinity“ hat einfach nichts mit „bösen Männern“ zu tun.
    Dieser Wikipedia Artikel fasst es eigentlich ganz gut zusammen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Toxic_masculinity
    Bitte beschäftige dich doch in Zukunft mehr mit solchen Themen bevor du darüber schreibst. Gerade wenn es um Feminismus geht fühlen sich Männer immer wieder sehr leicht gekränkt und angegriffen. Und das obwohl es (so gut wie immer) keinen Grund dafür gibt. Man muss sich einfach nur mal mehr mit der Materie beschäftigen.

  31. Andreas says:

    Wikipedia ist keine glaubwürdige Quelle.
    Wer glaubt, im Wikipedia in Bezug auf Geschlechterthemen, besonders was Männerrechte oder Feminismuskritik betrifft, einen gut recherchierten und neutralen POV zu bekommen, liegt grundsätzlich falsch.
    Diese Themen sind ein Honeypot, welcher von radikalen feministischen Usern beherrscht wird, welche zusätzlich noch Admin-Deckung haben. Ich habe vor ein paar Jahren mal versucht, den gröbsten Müll und die gröbsten Unwahrheiten zu bereinigen.
    Der Widerstand der eingeschworenen Kreise war enorm!
    Feministische Poweruser wie „Fiona Baine“, „SanFran Farmer“, „Schwarze Feder“ und andere verhindern jeden Standpunkt, der als Neutral anzusehen ist.
    Jede Wahrheit wurde bekämpft und konnte – zumindest Teilweise – nur durchgesetzt werden, da sich neutrale User auf meine Seite schlugen.

  32. Skythe says:

    @Reinhard
    Selbst nach dem von dir verlinkten Artikel bedeutet „toxic masculinity“ Dinge wie Frauenhass, Homophobie, häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe, Bullying, Aggressionen und ist laut Bliss verantwortlich für „most of the evil in the world“.

    Wie kommst du auf die Idee, Toxic Masculinity habe „einfach nichts mit „bösen Männern“ zu tun“? Absurd.

  33. Gunther Herzlich says:

    Wenn man sich einmal richtig mit der Materie ohne Scheuklappen beschäftigt, dann dreht einem sich wirklich der Magen um!

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